Traditionen

Vorsätze werden zu Beginn eines Jahres gefasst und manchmal am Ende auch überprüft… das ich mich an meinen Vorsatz für 2018 recht regelmäßig gehalten habe, sieht man an meinem Blog leider nicht 😦
Viel schreiben wollte ich, aufschreiben in meinem Kalender, in guten Geschichten… aber tatsächlich war es sehr still hier im Blog, mehr als 10 angefangene Beiträge liegen hier im Backend und mindestens doppelt soviel habe ich verworfen. Aber ich habe es geschrieben! Was ist also schief gelaufen?
Ganz einfach- ich! Meist fand ich den Tenor zu düster, das Thema zu persönlich für jemandem aus meinem Umfeld, den Feinschliff unmöglich, den Zeitpunkt verkehrt….

Es ist mal wieder Sylvester, Nebel wabbelt um die Türme von Velbert und es ist zum im Bett bleiben. Eine meiner häufigsten Beschäftigungen in diesem Monat. Aber nicht heute, heute ist Raclette- und Spieleabend, gemütlich und familiär. Vielleicht ein bisschen mehr Jahreswechsel Gefühl als Weihnachtsgefühl wäre toll… damit wäre ich zurück bei den Vorsätzen – ich möchte es wiederfinden !
2019 möchte ich Leichtigkeit für die Reiseberichte und meine Ordnung wiederfinden. Ich glaube damit kann ich auch die Freude an soviel Dingen beleben.

2018 war ein aufregendes Jahr und ich habe viel Spaß gehabt! Aber irgendwie im Nebel des Neusortieren. Es gab so viele Bräuche und Rituale in meinem Leben, von denen ich gar nichts wusste. Erst seit sie nicht mehr funktionieren machen sie sich bemerkbar. Klar der Familien-Weihnachtsbrauch oder die Sylvestertradition stechen hervor, aber neben diesen war mein ganzer Alltag voll mit geliebten kleinen Standards die mit meiner Mama verschwunden sind. Auf der Suche nach einem neuen Gerüst stolpert man über so viele Fragen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, dass es sehr verwirrend und frustrierend werden kann, und das hat mein 2018 wohl sehr geprägt.

Einen Brauch werde ich aber mit Sicherheit auch in diesem Jahr fortführen! Seit ich 16 Jahre alt bin, hasse ich die Knallerei! Im Ursprung ist dies zwei Beinah-Katastrophen geschuldet, die sich in den ersten 4 Jahren ereignet haben, in denen ich das häusliche Nest zum Feiern verlassen habe. Also gab es bei mir nie diesen immer größer werdenden Hype nach „lauter, heftiger und Hauptsache mehr als der Nachbar“. Als mein Sohn im entsprechenden Alter wat, war ein Päckchen Kinderknallfrösche das höchste der Gefühle. Statt ein Vermögen für Böller-Batterien und Glitzerraketen auszugeben, die dann meist im Nebel verschwinden, habe ich mir einen Spenden-Zweck ausgeguckt. In diesem Jahr geht mein Beitrag an One Earth – One Ocean

Vielleicht sollten wir alle unser Verhalten runterfahren! Meine Katzen, sowie Millionen andere Tiere würden uns danken. Über den positiven Effekt, wenn jeder nur die Hälfte der Ausgaben spenden würde, muss ich wohl nicht viele Worte verlieren.
Und wenn unsere Städte dann noch die gesparten Gelder für Straßenreinigung und Feuerwehreinsätze in ein paar kontrollierte, kleine Stadtteil-Feuerwerke investieren würden, wäre sogar eine schöne, neue Tradition geschaffen, die unsere Nachbarschaften stärken kann…

Advertisements

No Funeral For The „Dead“

A great article again that tells about sarcoidosis and its impact. Living with this for more than 20 years now and it did become more difficult with each episode I had. I’m still not ready with acceptance and fear each possible new episode but since my heart got impacted 8 years ago I have at least one piece of disease that is understandable for my environment. A live with chronical disease is still worth living, different livable! Understanding helps but’s not easy to find. As we have to deal with our illness constant, so it need to be understood constantly.
Wieder ein großartiger Artikel, der etwas von der Sarkoidose und ihrem Einfluss erzählt. Ich lebe jetzt seit mehr als 20 Jahren damit und mit jedem Schub wurde es schwieriger. Ich bin immer noch nicht fertig mit dem Akzeptieren und habe Angst vor jedem möglichen neuen Schub. Seit mein Herz vor 8 Jahren beteiligt wurde habe ich wenigstens ein kleines Stück Krankheit, das von meinem Umfeld verstanden wird. Ein Leben mit chronischer Erkrankung ist weiter lebenswert, anders lebenswert! Verständnis hilft, ist aber nicht leicht zu finden. So wie wir andauernd mit unserer Erkrankung leben, so muss sie auch andauernd auf Verständnis treffen.

Sarcoidosis Soldier

fullsizeoutput_3cfd

Living with a chronic illness like sarcoidosis changes your life in unimaginable ways. You never think something like this will happen to you…until it does. Life inside an unreliable body forces you to live quite differently than you had once thought you would live. It changes your relationships. It changes your career goals. It makes your thinking foggy, slow and dull. It steals your energy and turns you inward. You are physically unable to do things you once thrived doing. You spend more time alone than you ever thought you would. You no longer recognize yourself. You have to be introduced to this new person and you’re not sure you like her at all.

This is what life with a chronic illness is like, especially in the beginning. Everything changes. It’s as if someone beamed you out of the world you know and put you on a planet you’ve never…

Ursprünglichen Post anzeigen 932 weitere Wörter

Wo ist meine gelbe Seite hin?

Normalerweise bin ich eher verhalten, wenn es um Abteilungslungs-Coaching geht – meine Erfahrungen in dieser Richtung waren bis gestern geprägt von eher negativen Erlebnissen. Meistens haben diese Veranstaltung ein bisschen zu viel „Chacka, sind wir gut“ oder „Ringelpiez mit Anfassen“. Auch Gruppen-Psychologie ist nicht so ganz das, was ich als zielführend kennengelernt habe. Aber nun muss ich zurück rudern – oder besser gesagt, meine Erfahrungen sind seit dieser Woche um einen Gegenpol reicher! Und ich bin ein wenig überrascht, vielleicht erschrocken und auch nachdenklich.

Montag sind wir aus diversen Himmelsrichtungen nach Genk gefahren, da wir hier unser nahezu jährliches IT-Future Meeting abhalten (ich hoffe, ich gehöre in die letzte deutsche Gruppe und verrate hier jetzt niemandem ein Geheimnis).
Nach all den Unterbrechungen in meinem Arbeitsleben habe ich mich gefreut viele meiner Kollegen zum ersten Mal zu treffen. Auch eine kleine Unterbrechung vom Umzugs-Chaos in meinem Alltag ist gerade sehr willkommen.
Dienstag haben wir in verschiedenen Sessions einiges über künstliche Intelligenz und das Lernverhalten von Maschinen gelernt (wobei wir natürlich in den Pausen gründlich darüber diskutiert haben, wo AI wirklich anfängt – IT trifft Wissenschaftler). Aufgelockert waren die Vorträge mit – in meinen Augen – wirklich guten, praktischen Übungen. Alles in allem ein rund um gelungener Tag, der bei schönstem Wetter mit einem BBQ und dem ein oder anderen intensiven Gespräch ausgeklungen ist. Meine Hoffnung, neue Kontakte zu knüpfen und einen besseren Draht zu unserer Firmenzentrale zu bekommen ist, zumindest nach meinem Dafürhalten, gelungen.

Heute dann ging es im ersten Teil um uns selber. Eine hervorragende Referentin (Sabine nutzt Insights ©) hat uns mit drei Grundsätzen vertraut gemacht,  und der Basisaussage: „Jeder ist anders, aber deshalb ist keiner schlechter“, was ja eigentlich die Meisten wissen, aber nicht unbedingt immer berücksichtigen. Neben der besonderen Sicht die ein jeder von uns hat ging es um Extrovertiert vs. Introvertiert und Denken vs. Fühlen – das ganze dargestellt in Farben und Anordnungen, so dass wir ihre Ausführungen sehr gut visualisieren können. Im ersten Teil war alles eher allgemein gehalten, aber im zweiten Teil ging es um die Ergebnisse, die wir in einer, vor wenigen Wochen durchgeführten Befragung erreicht haben. Unsere Insights!
Selbstredend ist für die meisten von uns an dieser Stelle das Rad nicht neu erfunden, oft gibt es schon frühere ähnliche Tests, auch haben wir im Vorfeld mit einem kleinen aktiven Part ein Gefühl davon bekommen, wo wir uns sehen und wo andere uns sehen (ohne das wir zu diesem Zeitpunkt die Bedeutung der hier angegeben Farben kannten)


Meine Selbsteinschätzung im Spiel war ausgeglichen, die meiner Kollegen eindeutig auf der Gefühlsebene, ausgewogen zwischen Extro- und Introvertiert. So weit so gut.img_2332

Die Analyse, die ich jetzt auf Papier vor mir liegen habe allerdings gewichtet mich Grün. Ich bin mehr der Bauch, als Kopf Mensch – okay! Aber in allen Analysen, die ich bisher gemacht habe, war ich ein extrovertierter Mensch. Nach dem heutigen Farbschema eben gelb! Was ist hier passiert? Ich bleibe – Gott sei Dank – nicht ganz ohne Antwort/Hilfe: Erfahrungen und Trauma können einen Menschen und seine „Funktionsweise“ verändern. Vielleicht nicht radikal, sicher nicht bewusst, aber eben doch recht deutlich. Nur, was hat mich so verändert? Ansätze lassen sich einige finden, wenn man den Verlauf meines Lebens seit dem letzten Test zugrunde legt (2004). Meine Gesundheit oder eben das Fehlen derselben, Lebensumstände genauso wie einige Erlebnisse, meine veränderte Einstellung zur Wichtigkeit der Gegenwart und Zukunft… um zumindest die nahe liegenden zu nennen. Grün ist ja nicht schlecht (wir erinnern uns – schlecht gibt es nicht) aber trotzdem fühle ich mich verlassen so ohne mein gewohntes Gelb.

Am Nachmittag dann werden wir in eine andere Richtung gecoacht – ebenfalls sehr abwechslungsreich und amüsant geht es nun nicht um uns, sondern um unsere potenziellen Gesprächspartner – Michel, der hier mit Sabine zusammen arbeitet, gehört sicher zu einem der Referenten, die ich nicht vergessen werde, da wir viel Informationen mitnehmen aber auch sehr viel zu lachen haben.

Mittlerweile sind meine Kollegen alle abgereist, nur ich sitze noch am See hinter dem Hotel und lasse den Tag ausklingen. Manchmal ist es von Vorteil aufgrund von Erkrankungen „Sonderlocken“ zu benötigen – wäre ich, wie alle anderen, in der Lage gewesen nach einem 8 Stunden Tag noch sicher Auto zu fahren, hätte ich kaum die Zeit gefunden, mich heute mit dieser Thematik so ausführlich auseinander zu setzen.

Wie gesagt, es ist nicht schlimm „grün zu sein“ und ich werde keine schlaflosen Nächte deshalb haben, aber bezogen auf mich, meine Sicht und Ansicht im Job und manchmal auch im Privaten ist es schon bedeutend, dass ich nicht mehr zur extrovertierten Kategorie zähle – neben den vielen anderen Hinweisen in meiner Auswertung, die ich gerne mit der Zeit zur weiteren Entwicklung nutzen werde.