Kamera und Segelflieger

Heute ist es irgendwie besonders trubbelig hier auf dem Flugplatz – ist zumindest mein Eindruck! Neben der normalen Vorbereitung eines Wertungstages mit all seinen kleinen und großen Stolperfallen, der Optimierung diverser Abläufe, Briefing, Versorgung des Teams und einer nicht ordentlich gelaufenen Spülmaschine (sehr nett ausgedrückt) haben wir auch noch Besuch vom Fernsehen.
Also wird vieles erst besprochen und dann gemacht, manches wiederholt und etliches im Detail erklärt. Mittlerweile ist die Wettbewerbsleitung wieder komplett im Team-Zwirn, damit wir als solche zu erkennen sind und die Maske ist eh etwas, was auf dem Flugplatz völlig überbewertet wird – somit bleibt uns wenigstens die Puderdose erspart. Ich freue mich auf jeden Fall, dass es heute hoffentlich mehr zu berichten gibt als gestern und leite Euch zum weiterlesen / verfolgen auf den DM-Clubklasse Blog: http://dm2017.moenchsheide.de/2017/08/16/486/

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Es kann losgehen

Ich habe fertig! Und ein bisschen bin ich es auch. Warum fällt mir eigentlich nichts intelligenteres ein, als im Urlaub das zu machen, was ich auch sonst immer tue? Am Computer sitzen und auf IT und Internet schimpfen….
Sonntag 16:10, noch knapp 3 Stunden bis zur Eröffnung und hier rotieren alle. Neben der Aufbereitung unserer Webseite springe ich überall ein, wo die Kollegen Hilfe brauchen und ersetze damit perfekt meine morgendliche Fahrrad-Runde durch duzende Wege.
Auch wenn das ausgewählte Design der Homepage immer noch nicht mein Freund ist, so habe ich doch alles halbwegs so hinbekommen, wie wir es uns vorgestellt haben. Für das Feintunning hoffe ich auf Hilfe des Blog-Schöpfers in den nächsten Tagen. Auf jeden Fall habe ich mein Gerüst für die Berichterstattung fertig und ihr könnt der Deutschen Meisterschaft folgen 🙂
http://dm2017.moenchsheide.de

11000 Schritte und ein paar Socken

Nach einer Reha wieder zuhause zu sein setzt einige Gedankenströme in Gang…. Was kann ich in meinen Alltag retten, welche Bestandteile der Therapien gehen in mein Leben über und welche lassen sich nur in der „Isolation“ weit weg von zuhause umsetzten. Was wird aus den guten Vorsätzen und was sollte ich nicht so eng sehen.
Eigentlich ist nur eines klar – ich werde nicht immer die richtige Entscheidung treffen, das habe ich ja direkt in meiner ersten Arbeitswoche bewiesen.
Und nach drei Wochen zuhause weiß ich auch, dass meine Erwartungen an mich wieder mal sehr hoch waren. In der Reha war es ein Leichtes jeden Tag im Schnitt 11000 Schritte zu machen, heute bin ich froh, wenn am Abend wenigstens über 3000 Schritte auf dem Zähler sind. Meine Nordic Walking Stöcke stehen im Flur und jedes Mal, wenn ich daran vorbei gehe, dann juckt es in den Fingern. Aber irgendwie ist der Tag dann um und ich habe es wieder nicht geschafft. Zwei Mal habe ich auch eine feste Walking Runde geplant… Und zwei Mal hat mein Herz vorher ‚zugeschlagen‘ oder eine Schwindel Attacke Hallo gesagt – beides wirklich untrügliche Zeichen für ein STOPP.
Nur mein Mini-Rad unter’m Schreibtisch setzt sich durch – hier sitze ich oft genug und schaffe 5-6 Mal in der Woche ein Stündchen mit ansteigender Belastung. In Watt kann ich es leider nicht ablesen, aber ich bin mir sicher bald habe ich das erreicht an Belastung, was ich in  der Reha getreten habe. Das beruhigt zum einen mein Gewissen und zum anderen hilft es mir an meinem Ziel zu arbeiten: von den 22 Kilo plus seit Auftreten der Herzerkrankung wenigstens 16 wieder weg zu bekommen. Das hilft dann nicht nur dem Herz, sondern auch meinem persönlichen ‚ich fühle mich wohl‘. Und das kann einiges an Aufschwung vertragen bei all den Knüppeln, die zwischen meinen Beinen auftauchen im Laufe einer Woche!
Und das mit den Socken klappt auch! In der Reha habe ich mein erstes Paar Socken gestrickt – am Anfang war es eine Qual für meine Hände, aber mit den Bastel-Therapien, den Hand-Übungen und konsequenten kleinen Arbeitseinheiten habe ich die Schmerzen überwunden und ein neues Handgefühl entwickelt. Weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit und viel weniger Ausfälle der Sensorik! Tatsächlich habe ich sogar schon das 2. Paar gestrickt in 3 Wochen und mit dem 3. angefangen.
Viele werden das nicht nachempfinden können, aber wer sich mal in einen Rheuma- oder Arthritispatienten gefühlt hat, der weiß wie wichtig solche kleinen Siege sind.
Diese kleinen Siege helfen um Rückschläge zu verarbeiten und trotzdem am Ende des Tages wieder sagen zu können „Mir geht es gut“.