Traditionen

Vorsätze werden zu Beginn eines Jahres gefasst und manchmal am Ende auch überprüft… das ich mich an meinen Vorsatz für 2018 recht regelmäßig gehalten habe, sieht man an meinem Blog leider nicht 😦
Viel schreiben wollte ich, aufschreiben in meinem Kalender, in guten Geschichten… aber tatsächlich war es sehr still hier im Blog, mehr als 10 angefangene Beiträge liegen hier im Backend und mindestens doppelt soviel habe ich verworfen. Aber ich habe es geschrieben! Was ist also schief gelaufen?
Ganz einfach- ich! Meist fand ich den Tenor zu düster, das Thema zu persönlich für jemandem aus meinem Umfeld, den Feinschliff unmöglich, den Zeitpunkt verkehrt….

Es ist mal wieder Sylvester, Nebel wabbelt um die Türme von Velbert und es ist zum im Bett bleiben. Eine meiner häufigsten Beschäftigungen in diesem Monat. Aber nicht heute, heute ist Raclette- und Spieleabend, gemütlich und familiär. Vielleicht ein bisschen mehr Jahreswechsel Gefühl als Weihnachtsgefühl wäre toll… damit wäre ich zurück bei den Vorsätzen – ich möchte es wiederfinden !
2019 möchte ich Leichtigkeit für die Reiseberichte und meine Ordnung wiederfinden. Ich glaube damit kann ich auch die Freude an soviel Dingen beleben.

2018 war ein aufregendes Jahr und ich habe viel Spaß gehabt! Aber irgendwie im Nebel des Neusortieren. Es gab so viele Bräuche und Rituale in meinem Leben, von denen ich gar nichts wusste. Erst seit sie nicht mehr funktionieren machen sie sich bemerkbar. Klar der Familien-Weihnachtsbrauch oder die Sylvestertradition stechen hervor, aber neben diesen war mein ganzer Alltag voll mit geliebten kleinen Standards die mit meiner Mama verschwunden sind. Auf der Suche nach einem neuen Gerüst stolpert man über so viele Fragen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, dass es sehr verwirrend und frustrierend werden kann, und das hat mein 2018 wohl sehr geprägt.

Einen Brauch werde ich aber mit Sicherheit auch in diesem Jahr fortführen! Seit ich 16 Jahre alt bin, hasse ich die Knallerei! Im Ursprung ist dies zwei Beinah-Katastrophen geschuldet, die sich in den ersten 4 Jahren ereignet haben, in denen ich das häusliche Nest zum Feiern verlassen habe. Also gab es bei mir nie diesen immer größer werdenden Hype nach „lauter, heftiger und Hauptsache mehr als der Nachbar“. Als mein Sohn im entsprechenden Alter wat, war ein Päckchen Kinderknallfrösche das höchste der Gefühle. Statt ein Vermögen für Böller-Batterien und Glitzerraketen auszugeben, die dann meist im Nebel verschwinden, habe ich mir einen Spenden-Zweck ausgeguckt. In diesem Jahr geht mein Beitrag an One Earth – One Ocean

Vielleicht sollten wir alle unser Verhalten runterfahren! Meine Katzen, sowie Millionen andere Tiere würden uns danken. Über den positiven Effekt, wenn jeder nur die Hälfte der Ausgaben spenden würde, muss ich wohl nicht viele Worte verlieren.
Und wenn unsere Städte dann noch die gesparten Gelder für Straßenreinigung und Feuerwehreinsätze in ein paar kontrollierte, kleine Stadtteil-Feuerwerke investieren würden, wäre sogar eine schöne, neue Tradition geschaffen, die unsere Nachbarschaften stärken kann…

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Zum Jahreswechsel

Es gibt eine klaffende Lücke in meinem Leben. An und für sich ist das nichts Neues für alle, die meinem Blog folgen. Heute allerdings habe ich einen ersten Schritt gemacht um den für mich schlimmsten Teil zu überbrücken!
Die schlechte Nachricht für alle, die sich gefreut haben, dass mein Elefantengedächtnis nachgelassen hat: das wird sich hoffentlich wieder bessern 😉

Die doch sehr ruhigen Feiertage in Verbindung mit krank sein haben mir viel Zeit gelassen, darüber nachzudenken, was mir am meisten fehlt. Das Ergebnis-> Mami ist durch nichts zu ersetzen, aber einige Dinge kann man zumindest anders auffangen!
Und deshalb habe ich mir, inspiriert von likes einiger Bekannter auf Facebook, nach langer Zeit mal wieder einen Kalender aus Papier besorgt. So einen Dicken mit viel Platz und Ideen, was man notieren kann… weil genau das ist es, was mir am meisten fehlt: die Freundin, mit der ich mindestens zwei bis drei Mal die Woche über meine Ideen geredet habe. Der Ratgeber, der mir dumme Ideen aufgezeigt hat. Der Zuhörer, dem ich wirklich alles vor die Füße werfen konnte, um es dabei selber zu sortieren und zu bewerten. Der Aufpasser, dass ich mein Geld nicht für Unsinn ausgebe und und und…. Natürlich wird mir das Buch keine Antworten geben, aber zumindest kann ich wieder Gedanken festhalten, Wünsche aufschreiben und ein paar Tage später drüber nachdenken, Ideen festhalten um sie später umzusetzen und Sinniges und Unsinniges sammeln… und wahrscheinlich wird mir Mama mehr als einmal eine Antwort schicken. In jedem Fall habe ich schon mit den ersten Notizen gemerkt, dass es ein guter Weg ist das Jahr 2018 zu beginnen. Es macht Freude und wenn ich mir dazu ein wenig „Mädchen-Spielerei“ gönne mit kleinen Symbolen und Verzierungen, bringt es mir vielleicht ein kleines bisschen Leichtigkeit in die Planung zurück, macht unsere viel genutzten Listen wieder liebenswert und meine Projekte umsetzbarer.

Also ein weiterer Vorsatz für das neue Jahr! Und so ist der erste Satz, den ich tape „Aufgeschrieben ist halb erledigt“. Das erste gesammelte Zitat sollte ich vielleicht generell zum Motto für 2018 machen:
Finde eine Stelle in dir, in der es Freude gibt und diese Freude vertreibt deinen Schmerz (Joseph Campell)

Euch allen einen guten Start ins neue Jahr und viel Erfolg beim Umsetzten Eurer Projekte, Ziele und Wünsch!

Mit Ingelore und Elisabeth Mitten ins Leben

Oder was man auf dem Weg nach Hamburg alles lernen kann.

Die letzten Monate waren turbulent, frustrierend, betriebsam und auch mit unvergesslich schönen Erlebnissen gefüllt. Leider waren sie auch wie ein Karussell, welches sich immer und immer weiter dreht und dir keine Chance lässt abzusteigen. Also bin ich gefahren, habe funktioniert, die Bremse gesucht und versucht das Beste daraus zu machen. Irgendwann musste ich von der Achterbahn auf das Kettenkarussell wechseln, aber auch da ging es immer rund und rund. Verpflichtungen, selbst auferlegt und von außen vorgegeben, haben mich angetrieben. Du kannst den nicht hängen lassen, du musst das bis dahin fertig haben – mein Mantra an jedem neuen Tag. Persönlicher Ergeiz, Verantwotung gegenüber dem Job, der Familie und das Bedürfnis den Kontakt zu Freunden nicht zu verlieren haben mich über Wasser gehalten, aber eben auch immer ein wenig zu intensiv schwimmen lassen. Seit mehr als einem Jahr liegen mir meine Ärzte in den Ohren…. Sie müssen was ändern heißt es. Das macht ihr Herz nicht mehr lange mit, da streikt ihr Rücken bald, das kann den nächsten Sarkoidoseschub auslösen…. nur bei dem ‚was ändern‘ da wollte sich keiner so recht festlegen… die Achterbahn anhalten ohne das man beim Bremsen übel stürzt? Vom Kettenkarussell runterspringen? Nun den Fahrgeschäfte-Wechsel hat mir das Leben vor die Füße geworfen und ich bin ohne jede Wahlmöglichkeit umgesprungen. Und ich habe den Sprung überlebt – nicht nur sprichwörtlich wie sich herausgestellt hat. Mein Herz wollte aufgeben, mehr als einmal hat es angehalten, überstürzt weiter geschlagen und gekämpft. Einmal musste es dazu überredet werden, aber dafür habe ich ja schließlich die eingebaute Lebensversicherung- scheiss weh hat es getan als der Defi seinen Zweck erfüllt hat. Zumindest war ich ihm dankbar, nicht so wie vor 7 Jahren, als ich mich gefragt habe, wozu das alles. Nein ich wollte überleben, egal wie weiter machen. Und so sitze ich im Kettenkarussell, versuche es spaßig zu sehen, mit den Beinen zu baumeln und mit jeder Runde ein Stück mehr ’neues Dasein‘ aufzubauen. 

Kurz nach diesem Sprung war mal wieder Fahrkartenkontrolle… aufgezeichnete Daten wurden mit meinem Patiententagebuch abgegelichen. Auch wenn vorher jeder geschworen hat, dass ich einen solchen Wechsel – nicht nur von Karussell zu Karussell sondern sogar zur nächsten Kirmes nicht überleben würde, haben die Daten gezeigt, dasss es am wichtigsten war die Achterbahn zu verlassen. Auch wenn mein Herz immer noch zu schnell schlägt, es stolpert nicht mehr. Ein Schritt nach vorne. Natürlich reicht das nicht für ein wirkliches Leben, aber es ist ein Anfang. Mit dieser Aussicht haben mich die Ärzte weiter fahren lassen, allerdings auch mit Auflagen. Bis zur nächsten Kontolle muss ich das Karussell einmal verlassen. Ganz! Nur ich, für mich, keine Verantwortung, keine Verpflichtung, keiner, der meine Zeit beansprucht. Nicht für ein paar Stunden, sondern für mindestens eine Woche. Wenn mir das nicht gelingt, dann musss ich damit rechnen, ganz aus dem Geschäft zu fliegen, vielleicht zu überleben, aber ohne jede Aussicht auf Leistungsfähigkeit, Teilhabe am Arbeitsleben und mehr. Ein Herz kann nur begrenzt zum Schlagen gezwungen werden und mit jeder Wiederbelebung erleidet es nicht gut zu machenden Schaden.

Soweit die Vorgeschichte- was hat das mit Ingelore oder Elisabeth zu tun? Fragt ihr euch vielleicht. Warum machen diese 7 Tage so einen gravierenden Unterschied? Das habe ich mich gefragt. Hier die ersten Schritte zur Lösung:

Damit ich eine Woche nur für mich hinbekomme, habe ich 9 Nächte Hamburg geplant, 2 Tage mehr, schließlich ist Auto fahren keine Erholung. Ich liebe Hamburg, die Menschen, die Nähe zum Meer, die Elbe und alles was dazu gehört. Hier habe ich Familie und Freunde, die sich zwar freuen, wenn sie mich sehen, aber in keiner Weise auf mich angewiesen sind bzw. die selber in so einer gesundheitlichen Zwickmühle stecken. Also alles kann, nichts muss! Damit das so bleibt buche ich für kleines Geld statt mich bei jemandem einzunisten – Kettenkarussell fahren ist teuer (von der Achterbahn mal ganz zu schweigen) – ein Zimmer über Airbnb am Stadtrand und lege mich vorher nicht fest was ich mache, mit wem oder wo… naja mit einer klitzekleinen Ausnahme – meine Leidenschaft Musical bedingt eine Karte und die wird im Vorfeld organisiert. 

Und so mache ich mich auf den Weg – wohl durchdacht und geplant mit der üblichen Verspätung, weil ja doch etwas dazwischenkommt.  Kurz vor der Wohnungsübergabe meldet sich ein verstopftes Rohr und die Küche möchte nicht überschwemmt werden. Aber schlussendlich kann ich mich ruhigen Gewissens auf den Weg machen. Knapp 400 Kilometer gen Norden, Radio an, weil wo sonst, wenn nicht im Auto höre ich Nachrichten?  Kilometer fressen ist angesagt, schließlich muss Tinka ja mal durchgepustet werden und leicht angespanntes Fahren. So verbringe ich die Zeit – kurz vor dem Karmener Kreuz meldet mein Navi, ich sollte die A1 verlassen und Münster großräumig umfahren. Stimmt habe ich eben im Radio gehört, ein LKW Unfall verursacht gut 90 Minuten Verzögerung. Braucht kein Mensch, also Wechsel ich auf die A2 und mein Navi verkürzt um glatte 30 Minuten. Puh, wieder nah am Plan.

Klopf klopf… was ist? Klopf klopf… was willst du? Denk mal nach…. früher… als du noch jeden Tag knapp 100 Kilometer gefahren bist… Ja und? Was hast du da immer gemacht? Was hast Du gesagt? …. das war in einem anderen Leben! Na gut ist gerade 8 Jahre her oder 9…. der Weg war Entspannung. Also was willst du, du blöde innere Stimme? 

Ingelore! Meine Rolle im Theater im Mai! Frühere Opern(Chor) Sängerin – das Singen war ihr Leben! Aber nach einer Kehlkopfentzündung war es nicht mehr das selbe. Ja, meldet sich mein Alter-Ego… das Singen war Teil deines Lebenstraum… so wie das Tanzen und Schauspielern. Okay tanzen schafft dein Herz nicht mehr, Singen geht nach der Kehlkopfentzündung im echten Leben nicht mehr… aber du sitzt im Auto! Keiner hört dich, so wie früher auf dem Weg zur Arbeit oder nachhause. Also sing! Hier hört keiner wenn die Töne abbrechen, hier bist du allein wenn du dich auslachen musst! Hier brauchst du nicht die eingebildeten Marotten von Ingelore, deiner Bühnenfigur, sondern bist einfach für dich! Okay Gewonnen, ich wechsel von Radio auf CD und schmetter als ginge es um mein Leben. Und das tut es auch! Mit jedem Song, den ich singe kommt eine Erinnerung – an Fehler die ich gemacht habe, an eine Liebe die ich verloren habe, an ein gebrochenes Herz, aber auch an die unendliche Liebe zu meinem Kind, die unverbrüchliche Treue meiner Mama, das unglaubliche Glück in diesem Leben aus jeder Situation gestärkt hervorgegangen zu sein – Lebensfähiger! Besser in der Lage, das Gute im Leben zu sehen. Ich breche ab, wo meine Stimme nicht mehr reicht, die zusätzliche Erkältung Töne unterschlägt, aber ich singe, fühle und erlebe! Lebe wirklich mit allem für und wider. Selbst der Idiot, der meint aus zwei Spuren drei machen zu müssen, weil er ein Zweirad überholt und mich knapp hinter ihm nicht sieht, kann mich nur kurz aus dem Gleichgewicht bringen. Danke Ingelore, dass Du mich erinnert hast, was Singen bedeuten kann.

Plötzlich sind die Kilometer keine Qual mehr, nein es macht Spaß, die Zeit fliegt dahin und der Weg wird wieder zum Ziel. So wie früher, auf dem Weg zur Arbeit oder quer durch Deutschland einem Urlaub entgegen (damals meist am Segelflugplatz) Bilder meiner ersten großen Liebe stehen mir vor Augen, Bilder des ersten großen Herzschmerz…. des zweiten… und da komme ich von Ingelore zu Elisabeth… vielleicht nicht unbedingt genau heute (vielleicht auch doch) sagt dieser eine bekannte Musical Song alles aus, was für mich und wahrscheinlich viele Frauen gilt! Schon zu Beginn bohren sich die Sätze in meinen Kopf und mit jedem weiteren Stück Text legen sich die Puzzleteile zusammen. Das muss ich hier nicht schreiben, dass kann sich jeder anhören. Danke Elisabeth, mit diesem Lied ist so vieles gesagt – über betrogen sein, über wie man eine Frau halten kann, aber eben hauptsächlich das sie sich immer noch selbst gehört. 

Ich bin am Anfang der „nur für mich“ Woche, aber ich habe auf diesem allerersten Schritt schon viel gelernt! Ich bin nicht mal im Ansatz bei „ich bin in der WG angekommen, um den See und an der Elbe spazieren gegangen und habe in der Dorfkneipe eigentlich nur ein ortstypisches Bier trinken wollen“ – aber warum 7 Tage einen so großen Unterschied machen können, das habe ich heute gelernt! Und das ich mehr als nur überleben möchte! Ich möchte da sein für die Menschen, die mich zu schätzen wissen, aber ich möchte darüberhinaus jeden Moment, auch den Weg, mit Qualität erfüllen, Qualität die mir Kraft gibt!

Ein Ereignis kommt selten allein

Wie so oft passieren arbeitsintensive Dinge immer dann, wenn es am wenigsten passt. Also läuft die Zeit weg, man ist unzufrieden mit der Leistung oder kommt einfach nicht dazu etwas zu genießen…. Geschweige denn, den guten Vorsätzen zu folgen.

Ich hatte ganz fest im Plan in diesem Jahr nicht nur ein Wochenende auf der Bühne zu stehen, sondern auch über Proben, Aufbau und Spiel-Wochenende hier zu berichten. Nun ist es schon wieder vorbei und kein Wort ist erschienen. Vielleicht schaffe ich es wenigstens einen kleinen Rückblick zu schreiben und Euch so an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen.

Was kam dazwischen? Ein sehr arbeitsreicher Umzug, der völlig ungeplant die letzten Wochen meine Aufmerksamkeit und Kraft gekostet hat. Aber das Gröbste ist geschafft, getreu meinem Motto: Es passiert nichts weil Du es „verdient“ hast, sondern weil geprüft wirst, ob Du es schaffst! Ein kleiner Unterschied in der Sichtweise, der ganz wichtig ist um nicht zu verzweifeln. Noch warten unzählige Kisten auf mich zuhause, fehlen Schränke, in die ich einräumen kann und müssen Keller, Garage und Garten „bewegt“ werden, aber ich kann arbeiten, schlafen, kochen und zumindest halbwegs bequem duschen 😉

Statt Urlaubs-Vorfreude gab es also viele kleine Baustellen die bearbeitet werden sollten. Aber auch ohne diese bin ich jetzt auf der Mönchsheide angekommen. Die 31. BBSW beginnt heute und ich finde ein wenig Zeit um zu mir zu kommen.
Ich freue mich darauf meine Fliegerfamilie zu genießen, meine Berichte ins Netz zu stellen (http://bbsw.moenchsheide.de/) und vielleicht auch ein kleines bisschen hier nachzuholen

Etwas Hobby braucht der Mensch

Ich glaube ich habe nie zu den Menschen gehört, die Langeweile in ihr Leben lassen. Als mich vor 6 Jahren mein Herz dazu gezwungen hat deutlich kürzer zu treten, habe ich einiges aufgegeben, das mir lieb und teuer war. Am meisten fehlt mir immer noch das Tanzen, aber auch viele Geselligkeiten, meine Jogging-Runden und die Fähigkeit immer einzuspringen wo Hilfe gebraucht wird. Manchmal bedaure ich sogar das ich meine Arbeitszeit reduzieren musste und mich nicht mehr so in der Firma einbringen kann wie ich gerne möchte. Aber ich habe weiterhin ein sehr ausgefülltes Leben mit einem Rest an Hobbies, die manchen vielleicht sogar für 2 Leben reichen würden:

  • Ich liebe unseren Garten und die damit verbundene Planung, meistens ist es eine Art Mini-Therapie wenn ich hier und da Verblühtes zupfe, gieße und eine Ecke im Beet säubere oder Ernte ‚einfahre‘
  • Die Theater-Gruppe macht riesen Spaß, das Lernen der Rolle, sich in fremde Personen zu denken und mit der Truppe zusammen zu sein, ersetzen mir zumindest teilweise den Verlust des Tanzen und Singen
  • Die Arbeit im Freundschaftsverein für unsere Partnerstadt Corby sorgt für jede Menge Kontakte, Gespräche und Begegnungen in anderer Sprache und mit anderen Gesellschaftsstrukturen.
  • Meine Bücher begleiten mich an jedem Tag und ich genieße fremde Geschichten und Abenteuer.
  • Der Karneval leidet sicher am meisten, da es auch der (meistens) lauteste und intensivste Geselligkeit-Faktor ist, mit dem ich leider häufig überfordert bin. Trotzdem hoffe ich weiterhin zumindest mit kleinem Einsatz ein aktiver Karnevalist zu bleiben.
  • Das (wieder entdeckte) Stricken und Basteln – während das eine fast überall nebenbei geht braucht das andere doch etwas Ruhe und Zeit. Also habe ich das geschickt kombiniert mit einer mir lieben und ans Herz gewachsenen Kontakt Pflege, nämlich einem regelmäßigen Treffen mit meiner Mama
  • Das Segelfliegen mit der BBSW einmal im Jahr aber auch mit der Kontakt Pflege jederzeit
  • Da ist ja auch noch das sicher das tollste Hobby! – Verreisen – Samstag geht es mal wieder los. Wir erkunden Mauritius (ich denke ihr werdet davon lesen).

Auch wenn da noch die ein oder andere Kleinigkeit fehlt, ist die Liste ja schon recht ordentlich. Und eben daraus ergibt sich dann doch wieder ein manchmal auch zu ausgefülltes Leben..
So ein Urlaub zum Beispiel ist ja nicht nur einfach- hex hex – da, sondern bedarf einiger Vorbereitung: Reiseführer lesen und schauen was man machen möchte; Wäsche waschen, bügeln und packen; den Garten soweit fertig machen, dass der Winter vorbei schauen könnte während man nicht da ist; den Schreibtisch soweit leer arbeiten, dass es maximal kleine Katastrophen gibt, während man weg ist; vorbereiten, was Mann und Frau sonst noch so mitnehmen möchten/müssen (O-Ton meines Gatten: „Mach Du das mal, das hat sich in den letzten Jahren bewährt“); einkaufen für die Katzen – die fahren ja nun mal nicht mit; Kühlschrank füllen für den Katzen- und Wohnung-Sitter; … Ich denke die meisten von Euch kennen solche Listen und könnten sie endlos weiterführen.

Da kommen zwangsläufig viele andere Dinge zu kurz und es drängt sich intensiver die Frage auf, ob ich nicht doch noch ein bisschen weniger aktiv sein sollte…
Schließlich war dies eine der Botschaften, die ich aus der Reha mitgebracht habe. Und da Therapeuten, meine Lieben und ich da sicher einig sind, dass sich manche Dinge (wie zB die lästigen Sachen der ‚Lebensverwaltung‘) nicht einfach streichen lassen, bleibt mir die Aufgabe überlassen, aus den schönen Dingen des Lebens diejenigen raus zu suchen, die in Zukunft eben kürzer kommen müssen.

Mittlerweile – ich habe tatsächlich 3 Tage gebraucht, bis ich diesen Post fertig habe – ist der Samstag eine Stunde alt. Also geht es jetzt ins Bett und nach dem Aufwachen heißt es dann – Endspurt auf dem Weg zum Flughafen – Mauritius wir kommen.

Spontan oder einfach nur Planlos?

Einige Stunden später steht mein Grundgerüst und die ersten Fragen sind beantwortet. Ich konnte meinen ersten Post editieren, links hinzufügen. Ich habe mich mit Bildern beschäftigt und hinter der spontanen Entscheidung steht jetzt auch ein Plan. Zumindest hoffe ich das.

Es reicht eben nicht einfach nur ein bisschen zu schreiben. Wenn es annähernd gut werden soll, brauche ich einen Vorrat an Bildern in bestimmten Formaten, ein Grundgerüst und eben Ahnung was sich genau hinter so Worten wie „tag“ „slug“ oder „excerpt“ befindet. Dabei ist es nicht die Barriere des Übersetzens auf Englisch, sondern eher die Frage, wie genau setzte ich das ein, gibt es was zum Nachschlagen, muss ich nun Schlagworte mit dem berühmten Lattenzaun/hashtag, oder wie auch immer ihr dieses Ding (#) nennt, versehen. Wo finde ich was wieder und warum kann ich nicht in Spalten schreiben… Immerhin mache ich Fortschritte und habe ein Grundgerüst fertig, welches ich für den Urlaub nutzen kann.
Was mir nicht so alles durch den Kopf ging heute. Ideen über Blog-Themen, Bilder die unbedingt geteilt sein wollen, wo ich mir Tipps holen kann, wie viel möchte ich eigentlich in Englisch machen?

Leider holt mich auch der ganz normale Wahnsinn vor dem Urlaub ein und ich beschließe einiges auf später zu verschieben. Erst einmal geht es morgen weiter mit Schreibtisch leer arbeiten, Taschen packen, Einkaufen für den Katzen-und Wohnungs-Sitter (Mama ist die Beste!), Musik für’s Auto kopieren, E-Books beladen, einen letzten Arzt-Check, Auto beladen und und und.
Abends dann noch das Treffen mit der Theater-Gruppe – da wird es hoffentlich spannend, da wir gerade ein neues Stück in Angriff nehmen, es ist schon so gut wie gewählt und ich hoffe, dass ich schon mal ein wenig meine neue Rolle einlesen kann.

Aller Anfang ist schwer

Nun habe ich es tatsächlich begonnen…
Nachdem ich einige Jahre BBSW-Plauderei hinter mir habe, diverse Artikel verfasst und etliche Homepages gepflegt habe, konnte ich dem Blog nicht mehr widerstehen.
Warum gerade jetzt? Vielleicht weil wir uns in 2 Tagen auf den Weg nach Schottland machen und ich hoffe darüber schreiben zu können… Vielleicht weil ich in den letzten Wochen einige Blogs gelesen habe und Lars mich heute mal wieder neidisch gemacht hat… Vielleicht aber auch, weil ich heute die Video-links von Simon bekommen habe, die mich daran erinnern, wie es ist sich etwas von der Seele schreiben zu können. Und von diesen „Vielleicht“ gibt es noch ganz viele!
Wie Ihr seht habe ich mich ja auch nicht auf ein Thema festlegen können – ein Blog nur über ein Hobby? Wenn ja, welches? Welche anderen Besonderheiten oder Interessanten Dinge gibt es in meinem Leben?
Ich habe mich dazu entschieden mein Leben als solches zu betrachten und beschreiben.

Heute fange ich damit öffentlich an (natürlich in der Hoffnung, dass es keiner liest bis ich es einigermaßen kann). Und stelle mir die erste Aufgabe:
Lerne was man hier so alles kann – Schlagwörter einbinden, andere Blogs verlinken, Bilder hochladen, Smilies nutzen und vieles mehr steht auf meiner Liste. Kann ich hier jetzt eine Pause machen, es schon mal publishen und später verändern?

Vielleicht hätte ich mir erst den Bereich zum Lernen ansehen sollen, aber das wäre weniger spannend gewesen, also Augen zu und durch.

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Bilder einbinden will geübt sein 😉