Auf dem Heimweg

Während der Jeckliner Tour habe ich festgestellt, dass das kontinuierlich Schreiben ein Ding der Unmöglichkeit ist, wenn man wirklich Urlaub macht. Somit habe ich mich dazu entschieden „nur“ Eindrücke zu sammeln und mir eine Art roten Faden zu basteln. Das eine Ende dieses Faden haben wir jetzt in der Hand – quasi. Diesen Faden werde ich mit Bildern und besonderen Highlights verknüpfen und nach der Reise Schritt für Schritt veröffentlichen (wird sicher eine Weile dauern) ! Ich hoffe auf diesem Weg ein paar schöne Bildbeiträge zu bekommen, die Lust auf Reisen und/oder eine Kreuzfahrt machen.

Am Sonntag den 05. Mai haben wir den 3. und längsten Teil unseres Urlaub begonnen -> die Heimreise von Mallorca nach Hamburg mit der Mein Schiff 4.
Es gibt gleich verschiedene Gründe, warum diese Reise bedeutungsvoll ist. Zunächst ist es für mich persönlich ein besonderes Schiff – 2015 war ich in Kiel in der Klinik, während im Hafen die Taufe vorbereitet wurde und ich bei meinen Spaziergängen einen Vorab-Blick auf die ungetaufte Mein Schiff 4 und die vielen Vorbereitungen werfen konnte. Seitdem beobachte ich Ihre Fahrten und warte auf meine. Und wie Uwe sagt – als wir in Palma das Schiff betreten ist es als ob wir da weiter fahren wo wir 2013 aufgehört haben: hier haben wir nach der Transatlantikreise die Mein Schiff 1 verlassen. Und jetzt fahren wir die Tour zu Ende – Damit schließen wir einen Kreis im Leben.

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Unser kleiner Zoo

Den ersten Seetag verbringen wir mit viel gemütlichem Schiff entdecken, entspannter Ruhe und ich versuche mich in einem Sportkurs (das berühmte Bauch, Beine, Po Problem), stelle aber fest, dass nur Tanzen wirklich soviel Freude macht, dass ich dafür Risiken eingehen möchte. Auch merke ich jetzt die Müdigkeit und Anstrengungen der letzten Monate an die Oberfläche drängen. Letztlich läutet der Seetag eine Mischung aus interessanten Landgängen und ruhigen Aboard Zeiten ein, in denen alles Kann und nichts Muss.
Gleich am ersten Tag verliebe ich mich in unser Housekeeping und das nicht nur wegen der süßen Stoff-Figuren!

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Mein Dreamteam

Zwischen den vielen lieben Geistern, die in den letzten Jahren für saubere, gemütliche Urlaube, Geschäftsreisen oder auch Reha- und Kankenhausaufenthalte gesorgt haben, sind Popy und Jamilo eine ganz besonderes Team und ich freue mich jeden Tag über die kurzen, fröhlichen Gespräche.
Überhaupt ist das Personal der Mein Schiff 4 fast ausnahmslos traumhaft wie erwartet. Nur ganz wenige Ausnahmen passen nicht zum engagierten Team, welches uns schon auf der 6 oder auch früher auf der alten, echten 1 begegnet sind.

Erdmännchen unter sich

Erdmännchen unter sich

Cádiz, Lissabon und Leixeos mischen sich mit spanischen Tapas, Erkundungsgängen und dem Lieblingsplätze finden… wir genießen unser Bordleben, lassen uns im Spa ab und zu verwöhnen, entwickeln unsere Routine und sogar im Film dieser Reise sind wir dieses Jahr vertreten.
La Coruna, ein weiterer Seetag , Le Havre und Zeebrügge ergänzen wir mit schwimmen, malen und dem Genuss von leckerem Fisch. Ich freue mich über frische Detox-Drinks am Morgen (zuhause etwas dicker würde ich es Smoothies nennen), Uwe genießt den ruhigen Blick auf das Wasser am frühen Morgen, bevor er meine Morgen-Muffel Anfälle mit einem Kaffee im Bett abmildert. Langsam kommt die Erholung wirklich bei mir an und ich vergesse für eine Weile all die offenen Fragen, die zuhause warten.

Schließlich winkt das Ende mit einem unvergesslichen Besuch in Amsterdam, einer ruhigen Nordseefahrt und einem eher enttäuschenden Einlaufen in Hamburg. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns von der Crew auf Deck 14. Noch ein kleiner Mittags Stopp an der Binnenalster im Alex mit meinem Alex und dann geht es mit dem Auto die letzten Kilometer zurück nach Velbert.

Abschiedsshow mit der Crew

Abschiedsshow mit der Crew

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Traditionen

Vorsätze werden zu Beginn eines Jahres gefasst und manchmal am Ende auch überprüft… das ich mich an meinen Vorsatz für 2018 recht regelmäßig gehalten habe, sieht man an meinem Blog leider nicht 😦
Viel schreiben wollte ich, aufschreiben in meinem Kalender, in guten Geschichten… aber tatsächlich war es sehr still hier im Blog, mehr als 10 angefangene Beiträge liegen hier im Backend und mindestens doppelt soviel habe ich verworfen. Aber ich habe es geschrieben! Was ist also schief gelaufen?
Ganz einfach- ich! Meist fand ich den Tenor zu düster, das Thema zu persönlich für jemandem aus meinem Umfeld, den Feinschliff unmöglich, den Zeitpunkt verkehrt….

Es ist mal wieder Sylvester, Nebel wabbelt um die Türme von Velbert und es ist zum im Bett bleiben. Eine meiner häufigsten Beschäftigungen in diesem Monat. Aber nicht heute, heute ist Raclette- und Spieleabend, gemütlich und familiär. Vielleicht ein bisschen mehr Jahreswechsel Gefühl als Weihnachtsgefühl wäre toll… damit wäre ich zurück bei den Vorsätzen – ich möchte es wiederfinden !
2019 möchte ich Leichtigkeit für die Reiseberichte und meine Ordnung wiederfinden. Ich glaube damit kann ich auch die Freude an soviel Dingen beleben.

2018 war ein aufregendes Jahr und ich habe viel Spaß gehabt! Aber irgendwie im Nebel des Neusortieren. Es gab so viele Bräuche und Rituale in meinem Leben, von denen ich gar nichts wusste. Erst seit sie nicht mehr funktionieren machen sie sich bemerkbar. Klar der Familien-Weihnachtsbrauch oder die Sylvestertradition stechen hervor, aber neben diesen war mein ganzer Alltag voll mit geliebten kleinen Standards die mit meiner Mama verschwunden sind. Auf der Suche nach einem neuen Gerüst stolpert man über so viele Fragen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, dass es sehr verwirrend und frustrierend werden kann, und das hat mein 2018 wohl sehr geprägt.

Einen Brauch werde ich aber mit Sicherheit auch in diesem Jahr fortführen! Seit ich 16 Jahre alt bin, hasse ich die Knallerei! Im Ursprung ist dies zwei Beinah-Katastrophen geschuldet, die sich in den ersten 4 Jahren ereignet haben, in denen ich das häusliche Nest zum Feiern verlassen habe. Also gab es bei mir nie diesen immer größer werdenden Hype nach „lauter, heftiger und Hauptsache mehr als der Nachbar“. Als mein Sohn im entsprechenden Alter wat, war ein Päckchen Kinderknallfrösche das höchste der Gefühle. Statt ein Vermögen für Böller-Batterien und Glitzerraketen auszugeben, die dann meist im Nebel verschwinden, habe ich mir einen Spenden-Zweck ausgeguckt. In diesem Jahr geht mein Beitrag an One Earth – One Ocean

Vielleicht sollten wir alle unser Verhalten runterfahren! Meine Katzen, sowie Millionen andere Tiere würden uns danken. Über den positiven Effekt, wenn jeder nur die Hälfte der Ausgaben spenden würde, muss ich wohl nicht viele Worte verlieren.
Und wenn unsere Städte dann noch die gesparten Gelder für Straßenreinigung und Feuerwehreinsätze in ein paar kontrollierte, kleine Stadtteil-Feuerwerke investieren würden, wäre sogar eine schöne, neue Tradition geschaffen, die unsere Nachbarschaften stärken kann…