Lebe Deinen Traum

Lebenstraeume

Jeder von uns hat seine Träume. Manche sind einfach dafür da, dem Alltag entfliehen zu können, manche sind dafür da gelebt zu werden.
„Wenn ich im Lotto gewinne, dann …“ – wie viel Sätze fangen so an. Aber das ist ja nur eine bestimmte Art Traum der davon abhängt, dass etwas eher unwahrscheinliches eintritt. Folgen sollten wir den Träumen, die aus unserer eigenen Kraft entspringen.

Am Wochenende habe ich einen meiner Freunde begleitet, als er eine Stufe seines Traums erklommen hat. Eine sehr wichtige. Und es war einer dieser Schlüssel-Momente. Darüber, wie wichtig diese Träume sind, aber auch darüber, dass man nie zu alt ist um sich Träume zu erfüllen!
Wir sind unterwegs und feiern mit unseren Freunden in Corby den englischen Karneval. Sowieso immer ein Highlight meines Jahres, habe ich gestern ein langes Gespräch mit diesem Freund gehabt. Er hat mir von seinem Traum erzählt und von alle den Fragezeichen und Unsicherheiten die damit einher gehen. Noch während ich zuhöre weiß ich, es geht nicht nur um seinen Traum, sondern um eine generelle Lebenseinstellung, die auch mein Leben entscheiden beeinflussen könnte.

Mein Rat für den Freund: „wenn nicht jetzt, wann dann“ – er ist spät in den Ruhestand gegangen, seine Angelegenheiten sind – wie man so schön sagt – geregelt. Und da sind Ideen in ihm, skizzierte Vorstellungen, die er jetzt gerne in wahre Gestalt bringen möchte.
Ganz ehrlich – ich habe größten Respekt, da sitzt er vor mir, in einem Alter, in dem viele mit dem Abschließen beschäftigt sind, eine Seele von Mensch, manchmal Förderer und Herausforderung zugleich und fragt mich, was ich denke. Ich hoffe die richtigen Worte zu treffen um ihm meine bedingungslose Befürwortung zu vermitteln. Sein größtes Risiko ist festzustellen, dass sein Kopf Ideen produziert, die seine handwerklichen Fähigkeiten nicht umsetzen könne. Aber das kann man lernen, trainieren und egal wie es dann klappt, man weiß ‚ich habe es getan‘ – also los!!!!
Trotz optimalen Bedingungen scheint eine Unsicherheit durch, dass es falsch seinen könnte. Nicht der falsche Traum an sich, sondern die falschen Rahmenbedingungen, die dummen Antworten. Das macht mich nachdenklich.
Warum ist es so, dass wir im gestanden Leben so darüber nachdenken? Hat unsere Umwelt soviel Macht, das wir unsere Träume zu schnell an den Nagel hängen?

Und da fällt es mir selber wieder ein. Auch ich habe einen Traum – er muss noch ein bisschen auf den richtigen Zeitpunkt warten, aber ich arbeite schon daran. Er weicht möglicherweise von der Norm ab, die jenen vorschwebt, mit denen ich darüber rede. Schon alleine meine Gesundheit macht vieles fraglich, dann als Frau alleine unterwegs? Mit ein paar Leuten habe ich geredet und die Reaktion „auslachen“ war mindestens genauso häufig wie „das kannst du“. Dann diejenigen, die zwar den Grundgedanken verstehen, aber sofort anfangen deinen Traum umzuschreiben, damit er zu ihren Vorstellungen passt. Man wird vorsichtig den Traum zu teilen.
Und genauso geht es meinem Freund: er hat einen Traum, er ist in der Phase ihn umzusetzen, aber es gibt die Möglichkeit, dass es falsch klingt für andere. Oder vielleicht auch der Neid es falsch klingen lässt.

Ich hoffe ich habe es ihm auf die richtige Art gesagt. So wie ich es jedem von euch sagen würde:
Mach es! Lebe deinen Traum. Wenn du irgendwie kannst, dann spielt es keine Rolle, wie alt du bist, welche Handicaps du hast! Erwarte keine Garantie, dass es der richtige Weg ist, dass andere dich verstehen.

Lebe es – es ist dein Leben! Keine Probe und es gibt keine Wiederholung und auch kein Drehbuch!

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Lebensträume

Lebenstraeume

Meine Bucket List: angefangen habe ich sie im Alter von ca 35 Jahren, ergänzt und erweitert über die folgenden 7 Jahre bis sie „voll“ war -> voll orientiert sich an dem berühmten „50 things to do before you die“
Irgendwo in einer meiner Kisten liegt sie – vielleicht sogar in der, in der auch mein Kochbuch ist. Das, in dem ich Mamas Lieblingsplätzchen Rezept abgelegt habe, Almuths Schmand Dipp und meinen Ingwer Schnaps.. draußen Steine drauf, drinnen viele liebe und leckere Erinnerungen.
Meine Wohnung ist 68 Quadratmeter groß, hat eine vielleicht untypische Raum-Nutzen-Aufteilung (sagt man mir), die ich meinen Bedürfnissen angepasst habe, und eigentlich ist sie perfekt – Wenn sie dann mal fertig ist in gefühlt 7 Jahren. Bis dahin existiert in ihr Überfüllung und ein unermessliches Bermudadreieck, welches Röcke, Bücher und Jumpsuits verschwinden lässt. Leider immer genau die, an denen ich hänge!

Aber zurück zur Bucket List – der verschwundenen. Als ich die geschrieben habe, war ich noch ahnungslos und naiv… nicht unbedingt in allem, aber zumindest was meine Gesundheit angeht. Auch ohne sie jetzt zu lesen, weiß ich, dass einige Dinge darauf stehen, die ich wegen meiner Gesundheit oder Mamas Tod streichen muss, ohne sie erleben zu können. Aber ich weiß auch es sind einige Dinge, die kann ich als erlebt abstreichen. Und wieder andere Wünsche werden keine mehr sein, da die Lebenssituation eine ganz andere ist.

Bis ich diese Liste wiederfinde, habe ich einfach eine neue angefangen. Schließlich sind auch Lebenswünsche dem Wandel unterworfen. Ohne sie jetzt gerade dabei zu habe, bin ich mir sicher einige, der zur Zeit ca 20 Dinge die sich auf der List befinden, haben eine gute Chance am Ende des Jahres erlebt sein.
Ob es ein allgemein gültiger Aberglaube ist, weiß ich nicht, aber ich glaube, die Liste im ganzen zu Teilen bringt Unglück.
Aber ein abgestrichener Wunsch darf erzählt werden und so hoffe ich doch, dass sich demnächst der ein oder andere hier wieder findet. Selbst wenn es normale Geschichten sind die auf den ersten Blick nicht erzählenswert erscheinen, so erzählen sie hoffentlich doch, dass man nie zu alt oder krank ist für Lebensträume – Das Leben ist schön und voller kleiner Glücksmomente, wenn wir sie als solche erkennen und annehmen