Entschleunigen in Puerto del Carmen

Was für ein Hallo! Um 8:30 mischen vier verrückte Ladies die Anlage auf. Aber die anderen Gäste nehmen unsere Wiedersehen Freude gelassen. Schnell sind die Betten und Schränke zugeordnet, die Anlage inspiziert und die ersten Dinge ausgepackt. Jetzt heißt es umziehen und den Hunger stillen, der uns alle erfasst hat.

Gemeinsam gehen wir zur Promenade, halten einen kleinen Quatsch mit dem Werber des Fischrestaurants auf halbem Weg und schlendern von Bar zu Restaurant zu Bar… Priorität für heute ist zwar satt werden, aber eigentlich auch auf spanische Art. Der freundlich Engländer hat keine Chance uns sein Angebot zu verkaufen. Aber er landet auf der List „Frühstück möglich“.

Auf eine schöne Woche

Wir schlagen das „Las Vegas“ aus, ignorieren den verlockenden Inder, ziehen Terri fort vom Japaner und landen bei einem eher unscheinbaren Spanier. Auf leicht erhöhtem Niveau erhaschen wir sogar einen Blick auf das Meer, welches sich auf diesem Abschnitt meist hinter der Bebauung versteckt. Die Karte bietet allerlei Köstlichkeiten und neben Tapas, Fisch und Fleisch auch Pizza und Pasta. Hier sollte also jeder etwas finden. Ausgehungert stürzen wir uns auf ein paar geteilte Tapas und für ein Foto der Köstlichkeiten reagiere ich zu spät. Alle 5 Schälchen sind ratzeputz leer. Fleischbällchen in Tomatensoße, Gambas in Knoblauch Öl, Chorizo in Weinsosse, Fischkroketten und Knoblauchbrot mit Käse versprechen einen gigantisch leckeren Hauptgang. Nur das Entscheiden fällt schwer. Terri und ich werden teilen, so gibt es s mehr zum probieren – die Paella ist perfekt, die Muscheln in Marinade köstlich und auch die Canary Potatos sind lecker. Die typischen Soßen dazu begeistern mich, Eves Geschmack treffen sie nicht ganz, aber ihr Tunfisch-Steak überzeugt voll und ganz. Auch Clare’s Salat des Hauses (Meeresfrüchte und frischer Fisch) ist nicht nur umfangreich, sondern lecker.

Köstlicher Hauptgang

Satt und zufrieden genießen wir das Abendleben um uns und beruhigen unseren bald platzenden Magen mit einem Carajillo (1 geteilt durch 3 reicht völlig). Ein köstlicher und preislich überzeugender Auftakt bei El Drago, den ich wärmstens empfehlen kann. Zurück im Club Maritima genehmigen wir uns noch einen Absacker und ein ausgedehntes Schwätzchen.

Blick auf den Hafen und Markt

Unser Frühstück ist durch und durch Englisch, wir halten unsere Zusage ein und gehen zu Shauna’s Bar. Hier bekommen wir auch ein paar Tips zur Tagesplanung. Der Begrüßungstreff im Club bereichert unser Wissen es steht fest, wir werden keine Langeweile haben. Ein Taxi bringt uns im Anschluss zum Hafen ganz im Süden des Orts. Hier ist heute Markt und wir stöbern ein wenig. Leider ist alles sehr auf Tourismus ausgerichtet und ich schaue umsonst nach typischen Marktständen mit Gewürzen oder anderen Köstlichkeiten. Immerhin entdecke ich eine kleine Lederwerkstatt, in der typische dreibeinige Hocker geschlagen werden (zu groß für mein Gepäck) und finde einen Verkäufer für die Keramik-Kacheln, die hier überall zur Beschriftung eingesetzt werden. In Ermanglung einer eigenen Finca die ausgeschildert werden muss, entscheide ich mich meinen ersten Magneten dieser Kunst zu widmen. Überflüssig zu erwähnen, dass wir jetzt alle Schuhe im Partnerlook haben 😂

Blick auf die Bucht

Kulinarische Meile oberhalb des HafensLangsam erklimmen wir die Klippe im Norden und quälen Terri mit schwierigem Gelände, aber der Blick unterwegs und oben ist es wert und wir genießen (etwas überteuert) einen Cocktail mit Aussicht (Restaurant Puerto Bahia). Die uns umgebenden Fischrestaurants bieten eine verlockende Fülle an Gerichten, für die gerade der fangfrische Fisch angeliefert wird. Ich hoffe hierher führt es uns noch einmal mit leerem Magen! Ein bisschen schlendern wir noch, dann reicht es für heute und ein Taxi bringt uns zurück.

Cocktails mit Aussicht

On the road

Pool time und Sonnenbaden runden unseren ersten Tag ab und wir entscheiden uns heute hier zu essen. Steaks für die Corby Ladies und Fisch für mich. Leider beschert mir die Happy Hour am späten Nachmittag nicht nur einen köstlichen Pastis, sondern auch einen heftigen Herzstolperer, so dass ich mich unmittelbar nach dem Essen verabschiede und 12 Stunden Schlaf an diesen Tag Anhänge….

Pool Time

Happy Hour

So lässt es sich leben
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Angekommen auf Lanzarote

Düsseldorf – Madrid – Arrecife -> unmöglich einen direkten Flug zu bekommen, es sei denn ich fahre nach Weeze. Schlussendlich entscheide ich mich für Iberia und den Zwischenstopp. Und mit Koffer ist Ryanair auch nicht günstiger. Die Sitzreihen-Aufteilung im Iberia Flieger dagegen auch nicht bequemer.

Der kleine, eigentlich vielleicht niedliche Hund in der Transport-Box, der vor Nervosität mehr sabbert als in sein Fell passt, macht es leider auch nicht besser. Ob der durchdringende Geruch von ihm oder seinem Herrchen (mit der Box auf dem Schoß) neben mir kommt, wage ich nicht zu ergründen. Immerhin kläfft er mich nur bei der Landung an. Ich bin einfach nur dankbar, als ich nach 2 Stunden dem Flieger entrinne! Irgendwie kann es mich nicht mal mehr aufregen, dass mein Koffer auf einer Seite aufklafft. Kein guter Start!

Glücklicherweise endet hier die holperige Geschichte und Urlaubsstimmung macht sich breit. Terri hat meinen Shuttle nach Puerto del Carmen perfekt vorbereitet- ein Minibus (First minute travel) bringt mich zu unsere Appartement Anlage (Club Maritima), ich kann sofort Einchecken und bin ehrlich gesagt sehr positiv überrascht vom gesamten Umfeld. Der gefürchtete Pferdefuß beim Tombola Gewinn zeigt sich nicht! Unser Appartement bietet ausreichend Platz, eine gut ausgestattete Küche, viel Stauraum und eine wunderbare Terrasse. Das ich quasi englisches Territorium betrete war klar und irgendwie habe ich das Gefühl, die englische Managerin freut sich über die deutsche Exotin.

Mein eigener Durst weckt meine Einkauf-Lust und ich mache mich auf zur ersten Erkundung, damit ich kalte Getränke anbieten kann, wenn die 3 Corby-Girls kommen. Gerade mal 7 Minuten brauche ich zur Strandpromenade (mit einmal falsch abbiegen). Geschäft wechselt mit Bar oder Restaurant, Minigolf, Casino…. nach gut 500 Metern von 7 km Avenue de las Playas weiß ich, dass wir in jede Himmelsrichtung essen können (Japanisch, Indisch, Italienisch, Mexikanisch …), ich verliebe mich in eine kurze Hose und ein Strand-Outfit, finde den günstigsten Tax free Shop für Zigaretten und Alkohol, werfe einen Blick auf kleine Sandbuchten, stolper über Apotheken und gefühlt 1000 Souvenir-Shops. Der kleine Selbstversorger-Supermarkt liegt gerade mal 3 Minuten entfernt vom Appartement.

Der gesamte Ort ist zwar rein touristisch angelegt, aber es finden sich nur weiße, maximal 2 geschossige Häuser mit den traditionellen grünen Fenstern. Die Ficus Bäume am Straßenrand sind unglaublich, die Bougainvillea blühen in allen Farben. Am Horizont zeigen sich die für Lanzarote typischen kargen Berge. Und ich weiß nicht, wie oft ich mir an den Straßenecken wünsche unsere Namensschilder mögen nur halb so nett aussehen… noch eine Stunde verbringe ich alleine an der Pool-Bar, bevor eine wunderbare Girlswoche beginnt.

Britische Gegensätze

Rockingham Castle - Corby 2018

Nachdem mein Sohnemann das Osterwochenende seinem Studium gewidmet hat, habe ich mir einen riesen Berg Büroarbeit vornehmen wollen. Aber irgendwie kam es dann ganz anders. Mittwoch Nachmittag habe ich nervös zuhause gesessen und gewartet: Meine Freundin liegt unter dem Messer mit einer ziemlich einschüchternden Erwartung der Ärzte. 4 Stunden OP und danach dauert es weitere Stunden bis endlich die erlösende Nachricht kommt, dass sie aufwacht. Mindestens ein dutzend Mal wünsche ich mir, ich wäre einmal unvernünftig gewesen und hätte mich am Morgen in den Flieger gesetzt um vor Ort zu sein.
Wen wundert es da, dass ich nicht nein sagen kann, als plötzlich das Angebot auftaucht, doch mal für 3 Tage über Ostern hinzufahren… ein Tag bleibt meinem Schreibtisch und der Wohnung vorbehalten, aber in der Nacht auf Samstag geht es los nach Corby.

General Hospital - Northampton 2018

General Hospital – Northampton 2018

Alleine Terris Gesicht, als wir plötzlich in ihrem Zimmer stehen, ist den ganzen Aufwand wert! Es fühlt sich toll an, jemanden glücklich zu machen, der sich immer bedingungslos für andere einsetzt.
Allerdings war es auch ein kleiner Schock. Auch wenn es nach meinem letzten Post wie ein Sprung in einer Schallplatte klingt: wir können einfach mal dankbar sein! Das „Zimmer“ ist quasi ein Durchgang, in dem 12 Patientinnen liegen! Kein Fenster, eine Toilette, permanent klingelt jemand und es herrscht dicke Luft. Jetzt verstehe ich, dass Terri trotz Schmerzen schon nach 3 Tagen unbedingt hier weg muss und ich verkneife mir jede Bemerkung über das Risiko.

General Hospital - Northampton 2018

General Hospital – Northampton 2018

General Hospital - Northampton 2018

General Hospital – Northampton 2018

Immerhin kommen wir so in den Genuss, sie länger zu sehen als erwartet. Statt einem „Stündchen zu Besuch“, warten wir deutlich länger bis alles geregelt ist und ich kann meinen Medizin neugierigen Blick ein wenig hinter die Kulissen schweifen lassen. Schließlich landen wir am späten Nachmittag wieder in Corby und nach einem schnellen Abendessen im Samuel Lloyd auch bald im Bett, da wir in den letzten 36 Stunden gerade mal ein knappes Stündchen am Straßenrand stehend geschlafen haben.

Ostersonntag gehen wir gemütlich an und cruisen ein wenig durch die Gegend. Wieder einmal stellen wir fest, dass es hier noch viel zu sehen gibt und treffen schließlich in Gretton auf Clare und ihren Geburtstag-Trunkenen Bruder Harry, der eigentlich gerade ein Fußball-Spiel bestreiten sollte… der Besuch bei Terri ist heute wirklich auf ein gutes Stündchen beschränkt, da sie sehr von Schmerzen und Müdigkeit geplagt wird. Aber diese Stunde genießen wir. Uwe kann ein wenig mit Mick plaudern, wir Mädels von unserem Urlaub im Herbst träumen und nebenbei ein wenig über Cricket lernen. Ich glaube einen neuen Freund haben wir auch – Piper, der herzensgute und riesige Hund der Familie. Clare füttert uns noch ein wenig mit Informationen zum Rockingham Castle und schließlich machen wir uns auf, um diese Jahre alte Lücke zu schließen.

Bisher war Rockingham Castle nicht zugänglich wenn wir in Corby waren, aber heute endlich hat es gepasst. Und sich gelohnt! Hier haben wir nun den absoluten Gegensatz zu unserem Krankenhaus Erlebnis.

Rockingham Castle - Corby 2018

Rockingham Castle – Corby 2018

Rockingham Castle - Corby 2018

Rockingham Castle – Corby 2018

Das Schloss ist noch von der Familie bewohnt und somit sind etliche Bereiche nicht zugänglich. Fotografieren ist Innen leider auch nicht erlaubt. Gerne hätte ich ein paar Details geteilt. Wenn man zB das Haus am Eaton Place gesehen hat, so kommen etliche „Aha“ Gedanken hoch, wenn man die verkabelte Klingel-Anlage sieht, oder den Chief Butler Raum. Die Küche ist mit Liebe zu Details eingerichtet und die Vorstellung, dass es hier gleich ein Festessen gibt fällt leicht. Neben dem üblichen Gemälde und Antiquitäten Sammelsurium finden sich immer wieder Fotos der aktuellen Bewohner, was der ganzen Sache einen interessanten Touch gibt.
In jedem Raum steht jemand, der gerne Fragen beantwortet. Und eigentlich brauchen wir gar keine stellen, jeder kommt zu uns, um uns auf die Besonderheiten aufmerksam zu machen. Irgendwie fällt man hier als Deutscher auf. So kennen wir am Ende einige Geschichten und Zusammenhänge, die uns sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

Zum Abschluss schauen wir uns die Gärten an – leider ist es zu dieser Jahreszeit nur zu erahnen, welche Rosenpracht sich hier entfaltet, noch schmücken nur ein paar Osterglocken und Primeln die Anlage. Ganz klar, hier muss ich nochmal zu einer günstigeren Jahreszeit hin! Nicht, dass ich wirklich neue Gründe bräuchte um nach Corby zu fahren, aber diesen füge ich glatt hinzu 😉

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Einfach mal dankbar sein

Ein paar ruhige Tage liegen hinter mir. Nicht gerade die Besten, aber sicherlich nicht die Schlimmsten. Irgendetwas hat mich umgehauen und viel Zeit im Bett verbringen lassen. Also auch viel Zeit zum Surfen im Netz, Pläne machen, Träume ausschmücken und dankbar sein.
Dankbar dafür wo ich lebe, wann ich lebe und wie ich lebe. Ich glaube manchmal vergessen wir das. Natürlich geht es immer Besser und ich bin kein Verfechter von ‚Klappe halten‘ oder ’nicht aufmucken und wehren‘. Aber ich denke wir sollten uns auch bewusst sein, dass die meisten von uns auf recht hohem Niveau jammern.

Das Leben hat mir mit meinen Erkrankungen einiges mit auf den Weg gegeben, aber neben den manchmal wirklich hassenswerten Begleiterscheinungen, habe ich auch die Erkenntnis im Gepäck, dass ich im richtigen Land und in der richtigen Zeit damit lebe. In einem anderen Land oder zu einer anderen Zeit hätten mich Herz, Diabetes oder Sarkoidose schon längst töten können. Also habe ich Grund für jeden Tag dankbar zu sein und die Verpflichtung aus jedem das Beste zu machen!
Und wenn es mal nicht so gut läuft, dann habe ich alles an der Hand um Seelenpflege zu betreiben. Zum Beispiel mit Handarbeiten (ein neuer Pullover geht in Arbeit), mit guten Gesprächen, durch mitfreuen wenn Freunde einen glücklichen Tag haben oder mit leckerem Essen. Diese Liste kann jeder von uns aufstellen und es lohnt sich als Hilfe in grauen Tagen.

Proklamation auf Englisch

Corby 2018 - entering Princesses

Wir sind mal wieder in Corby und ein Jahr Regentschaft endet. Das Carnival Court in unserer Partnerstadt wird jedes Jahr am 2. Freitag im März gewählt. Anders als bei uns, weiß zu Beginn des Abends keiner, wer am Ende auf der Bühne steht und die Krone trägt.

Nach unserer Ankunft bekommen wir schon am Donnerstag einen kleinen Einblick, wer alles zur Wahl steht, da wir das Ende der Generalprobe miterleben. Im Gegensatz zu den Vorjahren kenne ich die wenigsten der Teilnehmerinnen, was es letztlich um so spannender macht. Die Mädchen und jungen Damen machen sich mit der Bühne  und den Ein- und Ausmarsch Regeln vertraut, die doch etwas umfassender sind, als bei uns. Noch sind alle relativ entspannt und so ein Blick hinter die Kulissen gibt einen viel besseren Eindruck, wie die Mädels so miteinander umgehen. Lediglich bei der Probe der Verabschiedung merkt man auch heute schon, welch eine ergreifende Zeremonie uns hier erwartet.

Freitag helfen wir den Saal festlich zu gestalten und bereiten uns auf ein paar schöne Stunden vor, die zumindest mir eine emotionale Achterbahn bescheren werden.

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Mit dem Bürgermeister von Corby

Nach einer kleinen Pause im Hotel geht es in festlicher Kleidung zurück ins Grampian und wir treffen auf viele Freunde, (ehemalige) Bürgermeister, Eltern und mittlerweile sehr aufgeregte Mädchen. Die Veranstaltung wird wie im letzten Jahr von Corby Radio unterstützt, Andy moderiert gekonnt und hilft der ein oder anderen Teilnehmerin, die Nervosität in den Griff zu bekommen.

Die Wahl des Corby Carnival Court ist eine komplexe Sache und ich bin froh nicht einer der Judges zu sein (einmal hat gereicht!). Es geht hier nicht um einen Schönheitswettbewerb – auch wenn man das bei manchem Erscheinungsbild meinen könnte. Natürlich zeigt sich jede von der besten Seite, ob es aber einer 12 jährigen unbedingt zu Gute kommt auf High Heels und mit künstlicher Bräune auf die Bühne zu gehen, bleibt fraglich. Preisrichter und Schiedsrichter sitzen vor der Bühne, VIP’s, besuchende Courts anderer Städte, Familien und weitere Gäste bilden einen großen (und leider manchmal viel zu lauten) Rahmen darum herum, während die Mädchen nun einzeln die Bühne betreten und dort ihre Rede halten. In wenigen Minuten muss sich der Preisrichter ein Bild darüber machen, ob die jeweilige Teilnehmerin die Stadt Corby gut vertreten kann. Verständlichkeit, ein offener Blick, eine gute Körpersprache, ein grader Gang und auch ein ehrliches Lächeln fließen hier positiv in die Wertung ein und spielen eine weitaus größere Rolle, als Glitter über den Augen, braune Haut, eine Traumfigur oder Glitzersteine auf dem Kleid. Die 26 Mädchen teilen sich auf in 20 Bewerberinnen für das Junior Court (unter 14) und 6 für das (Senior) Court. Schließlich haben alle ihre Rede gehalten und die Richter ziehen sich zurück um das Punkte-System, welches für die Wahl vorgegeben ist auszuwerten.

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Mit dem scheidenden Court

Damit alle dabei sind beginnt die Verabschiedung des 2017 Court sobald die Wahl ausgewertet ist. Dieser Teil ist immer schon sehr tränenreich gewesen und auch in diesem Jahr bricht das ein oder andere Herzchen, während die Queens und Princesses ihre Abschiedsrede halten. Das Finale wird mit einer „Time to say Goodbye“ Live Version  von Kara Hamer begleitet und ich ziehe meinen Hut vor der jungen Dame. Meine Augen sind nicht trocken als schließlich das Committee Spalier steht, die Insignien der Macht abgelegt sind und die sechs sich ein letztes Mal gemeinsam verneigen.

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Das neue Court

Ganz komme ich um eine offizielle Teilnahme nicht herum und stehe nun doch mit auf der Bühne um die neu gewählten Prinzessinnen zu krönen. Neben mir steht der diesjährige Bürgermeister um diese Aufgabe bei den Queens wahrzunehmen. Unter viel Beifall werden nun nacheinander die Gewinner verkündet und kommen zu uns auf die Bühne. Das neue Court nimmt auf den Stühlen Platz und eigentlich ist dies eine fröhliche Zeit. Aber in diesem Jahr wird es noch einmal sehr emotional.
In den letzten zwei Jahren hat Corby zwei ihrer Carnival Girls beerdigen müssen – zunächst Kayley, die nach jahrelangem Kampf ihren mentalen Problemen nicht mehr widerstehen konnte und dann Victoria, die unerwartet ihrer chronischen Erkrankung erlag.
Um die Erinnerung an Beide zu erhalten wurden für die Queens Wanderpokale gestiftet. Die Kayley Trophy geht an die Corby Carnival Queen und die Victoria Trophy an die Junior Queen.
Der Vater von Kayley möchte für Kayleys Erkrankung sensibilisieren und wendet sich an die Öffentlichkeit – so auch an diesem Abend mit einer wunderbaren, ergreifenden Rede. Ich stehe hinter ihm auf der Bühne und bin fix und alle, erst recht als er mich und meine Freundschaft zu Kayley auch noch mit einbezieht.

Auf und rund um die Bühne werden nun Bilder gemacht und ich komme dazu noch eine kleine Zusage in die Tat umzusetzen. Das scheidende Court verabschiedet sich mit den unterschiedlichsten Gesten und eine davon teile ich – Jordan hat ihre Haare bewusst wachsen lassen und mit ihrer Verabschiedung eine Haar-Spende verbunden. Unter großem Ablaus (viele in diesem Saal wissen, was lange Haare für eine 18 Jährige bedeuten können) lässt sie sich ihren langen Zopf abschneiden, damit dieser zu einer Perücke für krebskranke Kinder gemacht werden kann.

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Ab sind sie

Ohne Ablaus, still und heimlich in der Ecke, schneidet Jordans Mama auch meine Haare ab – für eine Kurzhaar-Perücke sind es genug. Irgendwie habe ich mich zu der Aussage verleiten lassen, wenn Du das wirklich machst, dann bin ich dabei. Ich bereue es nicht und habe meinen Spaß daran zu beobachten, wie es teilweise Stunden dauert, bis es auffällt.

Bei soviel Emotionen und tollen, wie traurigen Momenten ist der Rest des Abends dann ein ausgelassenes Feiern auf der einen Seite, ein enttäuschtes „schnell nach hause“ auf der Anderen und Gott sei Dank nur vereinzeltes unfreundliches Tratschen (welches beweißt, dass da jemand noch lernen muss bevor er Repräsentant werden kann) – schließlich haben 20 Mädchen nicht die Spitze erreicht.
Als Stadtteil-Prinzessinnen, die sie ja schon sind, haben aber auch sie ein aufregendes und wichtiges Jahr vor sich, in dem sie in Corby viele Wohltätigkeitsveranstaltungen unterstützen, sich weiter entwickeln, Freundschaften schließen und dann vielleicht im nächsten Jahr das Puzzelteilchen im Gepäck haben, dass den Ausschlag gibt und dieses Jahr noch gefehlt hat.

Straßenkarneval – Teil 2

Pfannkuchen Essen am Rosenmontag bei der KG Urgemütlich

Nach dem Hahneköppen geht es zurück ins Hotel und wir nehmen am nächsten Einmarsch des Prinzenpaar teil. Gemeinsam besuchen wir den Gießersonntag, der im Best Western statt findet. Wie schon so oft verbreitet das Prinzenpaar gemeinsam Frohsinn und Heiterkeit. Mit dem Hofstaat gemeinsam wird der einstudierte Tanz aufgeführt, der schon viele Zuschauer begeistert hat und den unsere Velberter Karnevalisten mittlerweile aktiv begleiten.
Die folgende Pause nutzt jeder um sich ein wenig zu erholen, bevor es erneut in großer Robe zum Krönungsabend bei Grün-Weiß Langenhorst im Siedlerheim geht. Einmarsch, Begrüßung und auch das Krönungszeremoniell erleben wir im Gefolge des Prinzenpaar.
Gespannt erwarten wir, was sich der Verein hat einfallen lassen, wo doch eigentlich der Hahnenkönig schon gekrönt ist. Zur Überraschung aller gibt es aber doch eine zumindest halbe Krönung, da die Hahnenkönigin sich wieder ganz der Garde widmen möchte und ihre Krone samt Zepter an eine Tanz-Kollegin weiter gibt.

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Showtanz mit Cowboys

Nach diesem offiziellen Akt wird gefeiert und getanzt – unseren englischen Lieblichkeiten gefallen hierbei besonders die Cowboys aus dem Showtanz – etwas, was ich durchaus nachvollziehen kann 😉
Wir beschließen unseren Abend mit einer lieb gewonnen Tradition und besuchen Vassilios und Anastasia in ihrer Pizzeria Orestis. Begeistert werden Pizzen und andere Leckereien vertilgt und wir verbringen eine schöne Zeit in der Velberter Nordstadt.

 

Am Rosenmontag starten wir mit einer internationalen Begegnung. Seit Sonntag ist eine Gruppe aus Morungen (Polen) zu Besuch und taucht heute in das Brauchtum Karneval ein. Kostümierte Gäste und Gastgeber mischen sich mit Velberter Karnevalisten, als wir gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar im Jugendgästehaus einmarschieren. Die Rede des Kinderprinzenpaar ins Polnische zu übersetzten ist sicher eine interessante Erfahrung für Goska, die diesen Austausch nicht unwesentlich mit organisiert hat.

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Der 1. Vorsitzende der K.G. Urgemütlich

Nächste Station ist das traditionelle Pfannkuchen Essen bei Urgemütlich, zu dem unser Gäste aus Corby seit einigen Jahren eingeladen ist. In geselliger Runde schaffen wir alle eine solide Grundlage für die nächsten Stunden draußen im Freien.
Und schließlich sammeln wir uns in der Zugaufstellung für den Velberter Rosenmontagszug. Alle freuen sich über trockenes Wetter, teilweise Sonnenschein und gute Aussichten für die nächsten Stunden, auch wenn die Kälte recht kräftig zuschlägt.

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Gleich geht es los

Das Court hat einen wunderbaren Wagen zur Verfügung, es gibt noch Wurfmaterial dazu und dann geht es los durch die Innenstadt – dank des Wetters stehen die Zuschauer wieder dicht gedrängt und es herrscht ausgelassene Stimmung. Sowohl auf dem Wagen, als auch bei unseren Wagen-Engeln macht sich Begeisterung breit. Diese doch sehr andere Umzug-Stimmung macht gute Laune, nirgends wird der Unterschied zur englischen Carnivals-Parade deutlicher als hier.
Ein wenig durchgefrorenen aber fröhlich geht es ein letztes Mal in das Vereinsheim der Große Velberter um den Rosenmontag zu feiern. Ausgelassen wird getanzt, geredet und geschunkelt. Mit dem Kinderprinzenpaar tritt für eine kleine Weile Wehmut auf, heißt es doch langsam Abschied nehmen, welches der Hofmarschall mit warmen Worten an „seine“ Kinder beginnt.  Aber selbst das alljährliche „time to say goodbye“ – Ritual, kann die Stimmung nur kurz trüben. Nach dessen Beendigung geht es ausgelassen weiter, bis die ersten kleinen Gähner in unsere Gesichter schleichen und wir zunächst mit den Juniors ins Hotel fahren wollen . Aber auch die Großen schließen sich an und für einen kleinen Imbiss sitzen wir noch ein wenig in der Halle.

 

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Deutsch-Englischer Hofstaat

Der Dienstag beginnt etwas ruhiger und wir genießen noch einmal ein gemeinsames Frühstück. Das Parkhotel ist nicht nur unsere Heimat für dieses Wochenende gewesen, sondern hat auch dem Kinderprinzenpaar als Hofburg gedient und die Stadtprinzessin für einige Nächte beherbergt und so trifft sich eine große Karnevals-Familie noch einmal. Sicher waren wir manchmal turbulente, abwechslungsreiche und auch mal laute Gäste, aber wir haben uns willkommen und zuhause gefühlt – dank der Unterstützung durch das gesamte Hotel-Team.
Schließlich heißt es aber Abschied nehmen. Die Engländer machen sich auf den Weg gen Heimat über den Flughafen Dortmund und die Velberter Karnevalisten beginnen mit dem Finale. Ein paar letzte Besuche auf karnevalistischen Veranstaltungen stehen an und das traditionelle Hoppeditz beerdigen.

Noch einen mal darf ich als Teil des Teams rund um das Prinzenpaar mit Tanzen, Bützen und Schunkeln. Leider holt mich beim vorletzten Auftritt im Langenhorst meine persönliche Realität ein und während des so lieb gewonnen Tanzes krampft mein Herz mal wieder so heftig, dass ich den Abend vorzeitig beenden muss. Schnell verziehe ich mich von der Bühne um den Ablauf nicht zu stören und erlaube mir ein paar Tränen, da diese Wahnsinns-Zeit mit letztlich drei tollen Teams nun zu Ende ist.

Alles in allem blicke ich auf eine fantastische und intensive Zeit zurück. Ich habe viele Bekanntschaften geschlossen, etliche gefestigt und eine wunderbare Gemeinschaft mit den Engländern und dem Hofstaat erlebt. Ich habe ein wenig in den Hofstaat des Kinderprinzenpaares schnuppern dürfen und freue mich auf eine Fortsetzung. Nach den letzten Jahren, die ich immer noch mit großen Zwangspause feiern musste, ist mein Herz nun wieder voll entflammt. Über die Wochen habe ich weniger Herz-Probleme gehabt, als in so mancher „normalen“ Woche, habe mich schneller erholt und unendlich viel für meine Seele getan.
Danke an Euch alle, die ihr dabei wart!

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Bei Vassilios angekommen (Sonntag Abend)

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Fröhlich und satt – Danke Euch Beiden!

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Flower Power

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Bald geht es los

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Unterwegs im Rosenmontagszug

Wahl-Familie

Ab und an vermisse ich so etwas wie eine große Verwandtschaft … aber nur ab und an, weil eigentlich habe ich nicht nur eine, sondern mehrere Familien/Verwandtschaften und die sind riesig! Zum beispiel meine Fliegerfamilie, dann gibt es da die Familie rund um meine beste Freundin, die mich adoptiert hat und mir ein wunderbares Patenkind geschenkt hat. Meine Theaterfamilie, meine „immer wieder Samstag“ Familie, meine Corby-Familie…. und meine Karneval-Familie, die natürlich entsprechend der Jahreszeit besonders häufig um mich ist.
Wenn ich meine Bildergalerie ansehe, so finde ich sie alle wieder. Und zu allen gibt es Geschichten, die eine Familie eben ausmachen. Nicht immer sind wir einer Meinung, es wird diskutiert und auch gestritten, wir sagen uns auch mal unbequeme Dinge, aber am Ende, so wie es in Familien meistens ist, wird sich zusammengerauft, vertragen und an einem Strang gezogen.

Zu meinen 2018 Vorsätzen gehört ja, jeden Tag etwas aufzuschreiben, was meinen Tag zu einem Besseren, einem Guten gemacht hat. Nun ist das Jahr noch recht jung, aber trotzdem möchte ich eine Tendenz auslesen – es gibt genau einen Tag, zudem mir nichts positives zum Vermerken eingefallen ist. Und ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass ich krank im Bett lag. Es gibt dagegen keinen Tag, den ich mit „das war aber Mist“ kennzeichnen würde!
Und wenn ich mir dann noch ansehe, was ich aufgeschrieben hab, dann muss ich feststellen: meine Familien sind die Geilsten (Olé). Da finde ich mal etwas, was in der Firma geschehen ist, mal durch die Samstags-Runde, die Flieger… vieles aus der Karnevals-Familie! Egal ob ihr Euch meldet um unsere Freunde aus Corby zu fahren oder zu bewirten, ob es in der Prinzenpaar-Begleitung etwas unschlagbar Schönes gibt, oder ich einfach nur schaffe zwei Runden hintereinander mit Euch zu tanzen… all das macht meinen Tag zu einem Guten. Ich kann nur hoffen, dass ich es schaffe für den ein oder anderen auch so ein „guter Tag“ Baustein zu sein, wie zB die Süße, die heute da stand und gesagt hat: „eigentlich hätte ich auf die Sache keine Lust, aber wenn das nötig ist, damit Du dabei bist, dann auch das“ … Gänsehaut, Pippi in den Augen und ganz viel Wärme!
Ein Beispiel aus 14 Tagen, welches mir zeigt wie schön das Leben ist, wenn wir hinsehen, uns rein fühlen! Wie in der Familie, die mit Blutsverwandtschaft entsteht, so gilt auch hier: wir sind manchmal nicht zusammen, aber trotzdem seit ihr immer dabei! Ich hab Euch lieb und wenn einer von Euch in Not ist, bin ich hoffentlich immer in der Lage, auch Eure Tage besser zu machen!

Jetzt geht’s los

Nachdem ich meine Zeit ab dem 27. Dezember überwiegend im Bett verbracht habe kann es jetzt gerne richtig los gehen…
Los gehen mit 2018, mit dem neuen Leben, mit guten Vorsätzen und natürlich mit Karneval! Also noch bin ich etwas angeschlagen, aber ich kann wieder fast normal gucken, ich huste mich nicht mehr blöd und ich habe mal richtig meine Batterien aufgetankt. Zurückblickend habe ich wohl seit der Diagnose meiner Herzerkrankung in Kiel nicht mehr so viel Ruhe, Zeit für mich und Zeit im Bett verbracht. Und das war 2010! Alles was danach kam war geprägt von ‚du musst aber trotzdem‘, ‚du kannst nicht einfach…‘ und ähnlichen Zwängen, die mich immer wieder hochgetrieben haben. Nicht zuletzt geprägt von meiner Angst, dass mein Herz wieder schwächer wird, wenn ich Zuviel raste.

Zu Beginn meiner Pause jetzt war es auch Depression, die mich im Bett gehalten hat. Weihnachten ohne meinen Lieblings-Menschen gepaart mit Fieber ließ sich nicht so einfach ausgleichen. Trotz der lieben Einladungen zum Mitfeiern bei Freunden war alles grau und mein Bett mein Rückzugsort.
Dann war mein Körper wirklich am Ende, wollte nicht mehr und ich habe mich entschieden endlich mal alles andere auszublenden und ihm nachzugeben. Ich habe so viel fern gesehen, wie sonst wohl in 6 Monaten, habe in meinem Lieblingsspiel das Weihnachtsspecial gleich zwei Mal geschafft und mit den Katzen einen Kuschelmarathon veranstaltet. Wenn ich dann mal eingeschlafen bin, habe ich ohne Wecker tatsächlich regelmäßig die empfohlenen 8 Stunden zusammen bekommen, ohne Albträume zu haben.

Dank all der lieben Nachrichten und Einladungen hat sich mit jedem Tag ein bisschen mehr Farbe zurück in mein Grau geschlichen und ich konnte Silvester auf Mamas Bilder schauen fast ohne zu weinen und ihr versprechen, dass ich 2018 zu einem guten Jahr machen werde!
Mein Notizbuch hat die ersten Einträge – es gibt zum Beispiel die Kategorie „was hat meinen Tag zu einem Guten gemacht“ und jeder Tag hat dazu eine Notiz! Die Tage bekommen Termine und die Wochen Vorsätze! Und Alles in Allem habe ich gestern am Telefon aus ganzem Herzen sagen könne, ja ich bin bereit und mache 2018 zu etwas Gutem.
Morgen geht es los – ich werde wieder arbeiten und mit meinen wirklich tollen Kollegen Projekte vorwärtsbringen. Ich werde mit einem super Team durch die Karnevalszeit gehen, alte Bekannte treffen, neue Bekanntschaften machen und dabei regelmäßig das Glas erheben auf all unsere Lieben, die uns ‚von da oben‘ begleiten. Ich plane Auszeiten und freue mich auf viele schöne Momente mit meinen Freunden hier in Velbert und überall auf der Welt.
Natürlich werde ich auch auf Probleme treffen, auf kleine und mittlere Katastrophen, aber ich fühle mich gestärkt und geliebt genug, auch diese zu meistern und am Ende mehr „was hat meinen Tag zu einem Guten gemacht“ Eintragungen zu haben als düstere Wolken!

Jetzt geht’s los!

Mein Weihnachtswunsch

Bei meiner Mama gab es immer eine ganz feste Regel – am ersten Weihnachtsfeiertag darf nicht gearbeitet und gehandwerkt werden – außer es dient dem unmittelbaren Lebensunterhalt. Schon in ihrer Kindheit hieß es, dass einen diese „Missetat“ das ganze folgende Jahr immer wieder einholt.
Also konnte die neue Wolle unter dem Baum noch so verlocken, gestrickt wurde frühestens am 26.12.
Je älter man wurde, desto mehr hat man das natürlich belächelt, aber ein kleines bisschen haben wir uns immer davon leiten lassen.

Das Jahr 2017 hat mich eine ganz neue Dimension dieses Aberglaubens kennen lernen lassen -> es scheint nicht allein die Arbeit zu sein, die einen Heimsuchen kann, sondern der gesamte Grundtenor des 1. Weihnachtsfeiertages.
Letztes Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag lief einiges schief – letztlich waren Mama und ich uns einig, dass es das bisher schrecklichste Weihnachten unseres gemeinsamen Lebens war. Frust, Wut, Arbeit, Ohnmacht, Angst und Traurigkeit – alles war dabei. Der einzige Lichtblick des Tages war der Zusammenhalt zwischen Mama, Alex und mir, mit der wir einer solchen Situation begegnen.
Heute blicke ich auf das Jahr 2017 zurück und muss feststellen, dass es das bisher schrecklichste Jahr meines Lebens ist – Frust, Wut, Arbeit, Überlastung, Hilflosigkeit, Trauer und Angst bestimmen die eindrücklichsten Situationen über Monate.

Trotzdem war es ein Jahr mit vielen schönen Erinnerungen! Ein Jahr in dem ich Freunde gewonnen habe, alte Freundschaften wiedergefunden oder gefestigt habe. Ein Jahr das mich stärker gemacht hat und welches mich noch ein wenig mehr in mir ruhen lässt.
Ein Jahr in dem ich für vieles dankbar seinen kann und an dessen Ende zumindest ich noch lebe und meiner Mama die drohende Umkehrung der Lebens-Reihenfolge (ich gehe vor ihr) endgültig erspart bleibt. Und ich habe Aussicht auf weitere schöne Jahre, solange ich mit meiner Gesundheit halbwegs vernünftig umgehe.

Ich wünsche mir für 2018, dass ich immer mehr dieser schönen Erinnerungen sammeln kann und damit die Traurigen zwar nicht vermauern aber aufhellen werde. Ich wünsche mir, dass ich nie die Fähigkeit verliere, auch mit Tränen in den Augen das Gute vor mir zu sehen! Ich wünsche mir viele schöne Erinnerungen in das Leben anderer zu bringen!

Dieses Jahr am 1. Weihnachtstag bin ich offen für jede liebe und freundliche Geste, für jede herzliche Begegnung, reiche die Hand um anderen zu helfen und wenn es mich mit Freude erfüllt, dann werde ich basteln, stricken oder sonst etwas tun. Ich werde mit Menschen reden und an viele Menschen denken. Nur für Dinge wie Missgunst, Hass, Neid, Wut und Angst bleibt meine Tür dieses Jahr hoffentlich fest verschlossen.
Wenn mir das gelingt, dann habe ich 2018 noch viel mehr schöne Geschichten zu teilen!

Ich wünsche Euch allen eine gute und gesegnete Weihnachtszeit! Genießt Eure Familien und Freunde! Wendet Euch schönen Erinnerungen zu, macht tolle Pläne für die Zukunft und vor allem habt Euch lieb, damit wir im neuen Jahr viel Wärme und Herzlichkeit um uns haben!

About Friendship

Friendship is not about living close and seeing us each day. It’s about being there when it’s needed the most. Not physically maybe but in mind or by sending messages that make your day.

I’m a lucky person as I have such a friend – a best friend! I don’t want to say my life is dark at this time (to many good people around me that make it grey at least!). But in that grey times she did send me a bright light, something I can look out to. Something that gives me the feeling of 2018 will have a special touch that’s not combined with „first time without Mum“ (not that Mum always have been involved but at least I always shared it with her – this is so new in my life that I never shared it)

You will read about it, when it’s time for her special light in my tunnel. For today I just want to say thank you for such a friend and: to each of us – look out that you never forget about looking into the real signs of friendship instead of being blinded by people that easily say „yes“ to make you believe they are friends. Look into the truth that might be uncomfortable but helpful! Be kind to everybody but warm-hearted to the people that make you go a step forward in the best direction. That sometimes do not agree to what you did but gave you hints how to make it better. This is what friendship is about- help the person you love to develop!