Entschleunigen in Puerto del Carmen

Was für ein Hallo! Um 8:30 mischen vier verrückte Ladies die Anlage auf. Aber die anderen Gäste nehmen unsere Wiedersehen Freude gelassen. Schnell sind die Betten und Schränke zugeordnet, die Anlage inspiziert und die ersten Dinge ausgepackt. Jetzt heißt es umziehen und den Hunger stillen, der uns alle erfasst hat.

Gemeinsam gehen wir zur Promenade, halten einen kleinen Quatsch mit dem Werber des Fischrestaurants auf halbem Weg und schlendern von Bar zu Restaurant zu Bar… Priorität für heute ist zwar satt werden, aber eigentlich auch auf spanische Art. Der freundlich Engländer hat keine Chance uns sein Angebot zu verkaufen. Aber er landet auf der List „Frühstück möglich“.

Auf eine schöne Woche

Wir schlagen das „Las Vegas“ aus, ignorieren den verlockenden Inder, ziehen Terri fort vom Japaner und landen bei einem eher unscheinbaren Spanier. Auf leicht erhöhtem Niveau erhaschen wir sogar einen Blick auf das Meer, welches sich auf diesem Abschnitt meist hinter der Bebauung versteckt. Die Karte bietet allerlei Köstlichkeiten und neben Tapas, Fisch und Fleisch auch Pizza und Pasta. Hier sollte also jeder etwas finden. Ausgehungert stürzen wir uns auf ein paar geteilte Tapas und für ein Foto der Köstlichkeiten reagiere ich zu spät. Alle 5 Schälchen sind ratzeputz leer. Fleischbällchen in Tomatensoße, Gambas in Knoblauch Öl, Chorizo in Weinsosse, Fischkroketten und Knoblauchbrot mit Käse versprechen einen gigantisch leckeren Hauptgang. Nur das Entscheiden fällt schwer. Terri und ich werden teilen, so gibt es s mehr zum probieren – die Paella ist perfekt, die Muscheln in Marinade köstlich und auch die Canary Potatos sind lecker. Die typischen Soßen dazu begeistern mich, Eves Geschmack treffen sie nicht ganz, aber ihr Tunfisch-Steak überzeugt voll und ganz. Auch Clare’s Salat des Hauses (Meeresfrüchte und frischer Fisch) ist nicht nur umfangreich, sondern lecker.

Köstlicher Hauptgang

Satt und zufrieden genießen wir das Abendleben um uns und beruhigen unseren bald platzenden Magen mit einem Carajillo (1 geteilt durch 3 reicht völlig). Ein köstlicher und preislich überzeugender Auftakt bei El Drago, den ich wärmstens empfehlen kann. Zurück im Club Maritima genehmigen wir uns noch einen Absacker und ein ausgedehntes Schwätzchen.

Blick auf den Hafen und Markt

Unser Frühstück ist durch und durch Englisch, wir halten unsere Zusage ein und gehen zu Shauna’s Bar. Hier bekommen wir auch ein paar Tips zur Tagesplanung. Der Begrüßungstreff im Club bereichert unser Wissen es steht fest, wir werden keine Langeweile haben. Ein Taxi bringt uns im Anschluss zum Hafen ganz im Süden des Orts. Hier ist heute Markt und wir stöbern ein wenig. Leider ist alles sehr auf Tourismus ausgerichtet und ich schaue umsonst nach typischen Marktständen mit Gewürzen oder anderen Köstlichkeiten. Immerhin entdecke ich eine kleine Lederwerkstatt, in der typische dreibeinige Hocker geschlagen werden (zu groß für mein Gepäck) und finde einen Verkäufer für die Keramik-Kacheln, die hier überall zur Beschriftung eingesetzt werden. In Ermanglung einer eigenen Finca die ausgeschildert werden muss, entscheide ich mich meinen ersten Magneten dieser Kunst zu widmen. Überflüssig zu erwähnen, dass wir jetzt alle Schuhe im Partnerlook haben 😂

Blick auf die Bucht

Kulinarische Meile oberhalb des HafensLangsam erklimmen wir die Klippe im Norden und quälen Terri mit schwierigem Gelände, aber der Blick unterwegs und oben ist es wert und wir genießen (etwas überteuert) einen Cocktail mit Aussicht (Restaurant Puerto Bahia). Die uns umgebenden Fischrestaurants bieten eine verlockende Fülle an Gerichten, für die gerade der fangfrische Fisch angeliefert wird. Ich hoffe hierher führt es uns noch einmal mit leerem Magen! Ein bisschen schlendern wir noch, dann reicht es für heute und ein Taxi bringt uns zurück.

Cocktails mit Aussicht

On the road

Pool time und Sonnenbaden runden unseren ersten Tag ab und wir entscheiden uns heute hier zu essen. Steaks für die Corby Ladies und Fisch für mich. Leider beschert mir die Happy Hour am späten Nachmittag nicht nur einen köstlichen Pastis, sondern auch einen heftigen Herzstolperer, so dass ich mich unmittelbar nach dem Essen verabschiede und 12 Stunden Schlaf an diesen Tag Anhänge….

Pool Time

Happy Hour

So lässt es sich leben
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Einfach mal dankbar sein

Ein paar ruhige Tage liegen hinter mir. Nicht gerade die Besten, aber sicherlich nicht die Schlimmsten. Irgendetwas hat mich umgehauen und viel Zeit im Bett verbringen lassen. Also auch viel Zeit zum Surfen im Netz, Pläne machen, Träume ausschmücken und dankbar sein.
Dankbar dafür wo ich lebe, wann ich lebe und wie ich lebe. Ich glaube manchmal vergessen wir das. Natürlich geht es immer Besser und ich bin kein Verfechter von ‚Klappe halten‘ oder ’nicht aufmucken und wehren‘. Aber ich denke wir sollten uns auch bewusst sein, dass die meisten von uns auf recht hohem Niveau jammern.

Das Leben hat mir mit meinen Erkrankungen einiges mit auf den Weg gegeben, aber neben den manchmal wirklich hassenswerten Begleiterscheinungen, habe ich auch die Erkenntnis im Gepäck, dass ich im richtigen Land und in der richtigen Zeit damit lebe. In einem anderen Land oder zu einer anderen Zeit hätten mich Herz, Diabetes oder Sarkoidose schon längst töten können. Also habe ich Grund für jeden Tag dankbar zu sein und die Verpflichtung aus jedem das Beste zu machen!
Und wenn es mal nicht so gut läuft, dann habe ich alles an der Hand um Seelenpflege zu betreiben. Zum Beispiel mit Handarbeiten (ein neuer Pullover geht in Arbeit), mit guten Gesprächen, durch mitfreuen wenn Freunde einen glücklichen Tag haben oder mit leckerem Essen. Diese Liste kann jeder von uns aufstellen und es lohnt sich als Hilfe in grauen Tagen.

Wahl-Familie

Ab und an vermisse ich so etwas wie eine große Verwandtschaft … aber nur ab und an, weil eigentlich habe ich nicht nur eine, sondern mehrere Familien/Verwandtschaften und die sind riesig! Zum beispiel meine Fliegerfamilie, dann gibt es da die Familie rund um meine beste Freundin, die mich adoptiert hat und mir ein wunderbares Patenkind geschenkt hat. Meine Theaterfamilie, meine „immer wieder Samstag“ Familie, meine Corby-Familie…. und meine Karneval-Familie, die natürlich entsprechend der Jahreszeit besonders häufig um mich ist.
Wenn ich meine Bildergalerie ansehe, so finde ich sie alle wieder. Und zu allen gibt es Geschichten, die eine Familie eben ausmachen. Nicht immer sind wir einer Meinung, es wird diskutiert und auch gestritten, wir sagen uns auch mal unbequeme Dinge, aber am Ende, so wie es in Familien meistens ist, wird sich zusammengerauft, vertragen und an einem Strang gezogen.

Zu meinen 2018 Vorsätzen gehört ja, jeden Tag etwas aufzuschreiben, was meinen Tag zu einem Besseren, einem Guten gemacht hat. Nun ist das Jahr noch recht jung, aber trotzdem möchte ich eine Tendenz auslesen – es gibt genau einen Tag, zudem mir nichts positives zum Vermerken eingefallen ist. Und ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass ich krank im Bett lag. Es gibt dagegen keinen Tag, den ich mit „das war aber Mist“ kennzeichnen würde!
Und wenn ich mir dann noch ansehe, was ich aufgeschrieben hab, dann muss ich feststellen: meine Familien sind die Geilsten (Olé). Da finde ich mal etwas, was in der Firma geschehen ist, mal durch die Samstags-Runde, die Flieger… vieles aus der Karnevals-Familie! Egal ob ihr Euch meldet um unsere Freunde aus Corby zu fahren oder zu bewirten, ob es in der Prinzenpaar-Begleitung etwas unschlagbar Schönes gibt, oder ich einfach nur schaffe zwei Runden hintereinander mit Euch zu tanzen… all das macht meinen Tag zu einem Guten. Ich kann nur hoffen, dass ich es schaffe für den ein oder anderen auch so ein „guter Tag“ Baustein zu sein, wie zB die Süße, die heute da stand und gesagt hat: „eigentlich hätte ich auf die Sache keine Lust, aber wenn das nötig ist, damit Du dabei bist, dann auch das“ … Gänsehaut, Pippi in den Augen und ganz viel Wärme!
Ein Beispiel aus 14 Tagen, welches mir zeigt wie schön das Leben ist, wenn wir hinsehen, uns rein fühlen! Wie in der Familie, die mit Blutsverwandtschaft entsteht, so gilt auch hier: wir sind manchmal nicht zusammen, aber trotzdem seit ihr immer dabei! Ich hab Euch lieb und wenn einer von Euch in Not ist, bin ich hoffentlich immer in der Lage, auch Eure Tage besser zu machen!

Heimat und ihre Menschen

title 2017

Meine Heimat ist Velbert. Nicht, weil die Stadt eine besonders geile Einkaufsmeile ist, oder weil es hier hippe Lokations gibt. Sondern weil es hier die Menschen gibt, die mir ein Zuhause Gefühl geben, ein Gefühl von Geborgenheit. Es ist die Stadt, der Ort, an dem ich auch an schlechten Tagen auf jemanden treffe, der den Tag aufhellt. Es sind die Menschen, die Bewohner, die etwas aus der Stadt machen.
Es gibt über meine Heimatstadt viele Meinungen. Und wenn ich mich auf Facebook umsehe, dann gibt es viele sehr negative und böse. Aber letztlich ist Heimat das, was wir daraus machen! Eine Heimat kann nicht besser sein, als die Menschen, die dort leben! Also selbst wenn ich unschöne Ecken und Mängel sehe, so ist es doch an mir und den Menschen in meinem Umfeld, etwas Gutes oder zumindest Besseres daraus zu machen. Gott sei dank kenne ich viele Menschen, die das genauso sehen!

Die letzten Monate waren nicht unbedingt die Besten meines Lebens, ungeschönt kann man sagen, es war eines der miesesten Jahr – das mieseste Jahr. Aber es ist auch eines der Jahre, die mir zeigen, worauf es ankommt. Ein Jahr vieler besonders wertvoller Momente! Momente der Menschen, die Mut und Hoffnung geben. Momente die mir zeigen wo mein Zuhause ist.
Einige diese Menschen haben mit meiner Heimatstadt herzlich wenig zu tun. Es sind diejenigen, die mir das Schicksal über den Weg geschickt hat, um mir zu zeigen, dass das Leben überall lebenswert ist. Anette in Hamburg, die mir immer wieder zeigt, dass es wichtig ist ein Schicksal anzunehmen und dann auszutricksen. Kristina, die mir zeigt, dass ein eigentlich wild fremder Mensch in der nächsten Minute zum Held deiner Erfahrung werden kann und plötzlich in deinem Herzen nistet, auch wenn er in der Pfalz lebt und dir an der Ostsee über den Weg läuft. Anja, die immer in der Nähe in Heiligenhaus ist, die ich ewig nicht sehe, die aber im richtigen Moment einfach für mich da ist und deren Familie auch meine ist. Terri, die für mich immer passende Worte hat und in Corby so viel bewegt für unsere englischen Freunde, dass ich mich sehr oft frage, wo sie das alles her nimmt. Und so viele mehr…

Zuhause ist zunächst in mir selber! Es ist da, wo ich mich wohl fühle – und mal ganz ehrlich, solange ich mich mit mir selber nicht gut fühle, kann der Rest nicht funktionieren!

Und Heimat wiederum ist da, wo ich in diesem Gefühl angenommen bin. Wo ich auf Menschen treffe, die mir meine Macken verzeihen und ich ihnen ihre. Heimat ist da, wo ich über die Zeit in Hochs und Tiefs ich selber bleiben kann. Es ist der Ort, wo ich an jedem Tag einen Menschen finde, der genau diesen besonderen Moment noch ein wenig besser macht. Heimat ist nicht eine Landschaft, eine Einkaufsmeile oder ein Freizeit Equipment! Es sind die Gefühle und Menschen, die das Leben ausmachen:

  • eine Laien-Schauspielgruppe suchen, die bei einem städtischen Projekt mitmacht und meine beste Freundin aus Kindertagen wiederfinden
  • in Zeitnöten stecken und schwups stehen ein paar Helfer aus dem Verein auf der Matte, die nicht nur das direkte Problem lösen, sondern direkt weiter mit anpacken, obwohl sie genug andere Arbeit haben
  • eine Dankes Party schmeißen um alle die zu verwöhnen, die dir zur Seite standen und statt alle zum umsorgen, selber umsorgt werden – Hilfe beim Einkauf, Aufbau und Aufräumen zu haben
  • Nachrichten mit einem Freund tauschen, weil er längere Zeit hier ist und nicht in seiner aktuellen Wahlheimat Ecuador, der es mir trotzdem nicht übel nimmt, dass ich selten Kontakt zu ihm habe, weil er versteht, dass es so viele Anforderungen im Leben gibt
  • mit dem Prinzenpaar unterwegs sein und unvermittelt unter Menschen zu stehen, die mit mir über meine wunderbare Mama reden, weil sie Seiten von ihr kennen, die ich als Tochter so nie mitbekommen habe
  • eine Theater-Freundin treffen, die ohne viele Worte genau weiß, welche Gefühle mich gerade bewegen und mir vermittelt, was ich nicht so eng sehen sollte, weil unsere Kinder zusammen zur Schule gegangen sind und sie daher weiß wie diese Gruppe so tickt
  • in der Innenstadt stehen und beim Feuerwerk an Mama denken, und kaum rollt die erste Träne habe ich einen Arm um die Schulter und spüre die nächsten Minuten stummen, rückhaltlosen Beistand
  • einen Absacker trinken gehen und ohne großes Bestellen dein Getränk vor die finden und aus einem Getränk wird eine tolle Party, weil Wirt und Gäste Sirtaki tanzen und dann die ganze Kneipe rocken
  • zu einem Segelfliegertag fahren um zwei Leute zu treffen und mit ungezählt vielen tollen Begegnungen und Gesprächen im Gepäck wieder nachhause zu fahren
  • eine Wohnung auflösen und am Ende das gute Gefühl haben, nichts sinnlos wegwerfen zu müssen, weil jeder wen kennt, der dieses oder jenes braucht oder der noch jemanden kennt, der gerade gar nichts hat und alles braucht
  • tausend gute Tipps bekommen, damit die Stubentiger wieder gesund werden und meine Gäste (auch bekennende Katzen sind doof Menschen) um den Finger wickeln können
  • jedes Wochenende Termine zu haben, damit man nicht in Trübsal versinkt, aber keiner nimmt es einem übel, wenn man dann doch lieber früh geht, nicht kommt oder ein wenig melancholisch ist
  • eine Woche mit dem schlimmsten Geburtstag von Mama beginnen und sie mit dem besten Freundschafts-Gefühl beenden

Das sind einige wenige Beispiele, der letzten 2 Monate, die mein Heimat Gefühl ausmachen. Eine solche Heimat entsteht nicht über Nacht und sie entsteht vor allem nicht, wenn man eine Erwartungshaltung hat, die aussagt: „ich habe das verdient und erwarte das ‚xyz‘ mir ‚abc‘ anbietet“ – eine solche Heimat entsteht dadurch, dass ich selber anderen Heimat biete ohne etwas zurück zu erwarten. Indem ich mich einsetzte ohne zuerst zu fragen, was habe ich davon. Nur wenn ich selber etwas gebe, kann es zu mir zurück kommen, wenn ich es brauche.
Manchmal macht es mich traurig, wenn es nicht genauso klappt wie ich es denke. Manchmal macht es mich wütend, wenn ich lese oder höre was manche Menschen erwarten/fordern, aber meistens macht es mich einfach stolz und froh da zu sein wo ich bin und so zu sein, wie ich bin.

Ich kann sicher nicht allen so danken, wie sie es verdient haben und vielleicht hat der ein oder andere das Gefühl ich verteile die Art des Danke sagen falsch, wenn ich für die eine Gruppe Freunde dieses und die andere jenes mache. Aber ich kann nicht all die tollen Menschen in meinem Leben in einen Sack oder auf ein Party vereinen. Und noch einmal beweißt mir meine Heimat, dass ich sie gut ausgewählt habe – bisher habe ich auf diese Art des mehrfach und verschieden Danke sagen viele tolle Stunden gehabt, die sich über Monate verteilen.

Heute und hier einmal Danke an ALLE! Danke für die Liebe, Freundschaft, Unterstützung. Danke für Ablenkung oder das Teilen meiner Trauer. Danke für Parties, Arbeit und Gespräche.
Danke, dass ihr meine Heimat bildet, die eher zufällig in Velbert liegt, die ich aber tief im Herzen verankert habe und die auch über die ganze Welt verteilt ihre Wurzeln hat!

Eine Geste

Kleine Gesten können vielleicht nicht das Leben ändern, aber zumindest einen Tag.

An unserem zweiten Tag in Hohwacht haben wir versucht mit Rollator an den Strand zu kommen. Direkt vor unserem Hotel gab es einen Weg mit langer Treppe, der aber halbwegs überschaubar war. Einen wirklich funktionierenden Weg für den Rollstuhl konnte man uns im Hotel leider nicht zeigen – nur einen, bei dem der Rollstuhl umkippt…. (haben wir später versucht, war Sch….)  Also haben wir entschieden: runter mit Rollator zufuss und ich trage ihn über die Stufen, zurück hole ich das Auto um Mama und Gefährt zurück zu bringen.

Ich hatte 10 von 40 Stufen getragen und dabei Mama beobachtet, dass sie auch wirklich zufuss klar kam…. in der selben Zeit wurden wir von dem ein oder anderen überholt… Vertieft in Gespräche, Telefonate oder sonstige wichtige Dinge… bei Stufe 11 kam ein Mann mit Fahrrad auf der Schulter, sieht uns, lässt sein Fahrrad ab und weiß gar nicht so recht wo hin zuerst – mir den Rollator abnehmen oder Mama die Treppe runter stützen….

Das sind sie! Die kleinen Gesten, die einen guten Tag machen!

Beim anschließenden, umwerfend leckeren Eis (der leicht böse Blick gilt dem Mangel an Hunger um aufzuessen!) haben Mama und ich darüber geredet, wie schön es sein kann, wenn die Leute hinschauen!

Es sind nur Kleinigkeiten! Dinge, die gar nicht viel Zeit kosten und schon gar kein Geld…. ein Lächeln, eine helfende Hand, eine nette Bemerkung oder eine kleine Idee – und der Tag eines anderen Menschen ist ein Guter! Ich wünsche mir, dass wir das nie vergessen und mit kleinen, netten Gesten anderer Leute Leben besser machen! Irgendwo kommt dann sicher auch die kleine Geste, die den eigenen Tag zu einem Guten machen.

Ein Meilenstein, den ich nicht missen möchte

Heute Abend singt (oder brummt) mir keiner ein Lied, ich schaue nicht mal eben noch über die Schulter unseres Meteorologen auf die Wetterkarte, sammle Geld an der Schälchen-Zentrale und muss auch nicht meinen Wecker auf unchristliche Zeiten stellen. Und was soll ich sagen, kaum bin ich zuhause, vermisse ich es schon. Für mich war es eine tolle Zeit während der DM auf der Mönchsheide.
Wenn man eine Familie hat, dann gehört es dazu, dass man sich mal fremd-schämen muss, jemanden im Affekt anblafft oder sich weit weg wünscht. Das ich eine solche Flieger-Familie habe, weiß ich schon seit Jahren oder besser Jahrzehnten zu schätzen. In den letzten 14 Tagen ist diese Familie an einigen Stellen gewachsen, an anderen weiter gefestigt worden, das ein oder andere Familien-Mitglied hat gefehlt, dafür habe ich viele nach Jahren endlich wieder gesehen. Danke an Euch alle, dass ich dazu gehöre!
Auch wenn ich seit Ewigkeiten nicht mehr selber fliege, empfinde ich mich als Teil dieser Gemeinschaft und wünsche mir, dass meine Verbindungen sich weiter intensivieren, egal ob als Rückholer, Internet-Verantwortliche oder Mädchen für (fast) alles.
Ich habe oft erlebt, dass es für viele nicht nachvollziehbar ist, was dieses Hobby ausmacht. Ich selber liebe diese Zeit, wo alle auf die Wetterkarten schauen, auf den richtigen Zeitpunkt warten, in der schließlich Schleppseile angezogen werden, ein Pilot nach dem anderen den Boden verlässt und alle ihr Möglichstes geben aus diesem Tag das Maximum heraus zu holen. Genauso bin ich dankbar für jede Landung, die heil abläuft, fieber mit wenn es um Anflüge, oder das“ wieder Höhe gewinnen“ und andere Momente geht. Und auch wenn es die nicht so rühmlichen Zeiten sind, gehören auch alternative „neutralisiert“ Momente dazu.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass die DM-Clubklasse Meisterschaft 2017 einer der schönen Meilensteine meines Lebens ist.

Auf ein gutes neues Jahr!

2017 – Wie eigentlich immer, gibt es gute Vorsätze – ausgesprochen oder auch nur im Stillen gedacht – Hoffnungen die das Jahr erfüllen soll. Wünsche, Erwartungen…. natürlich auch bei mir. Ich wünsche uns allen, dass wir näher kommen an den ‚Weltfrieden‘, den persönlichen Erfolg und das eher undefinierbare Glück. Aber ich wünsche uns auch, dass wir anerkennen, dass es schon ein gutes Jahr ist, wenn wir am Ende neue Vorsätze fassen können. Ich habe im letzten Jahr zu viele Bekannte, Freunde und Verwandte verloren, als das ich ein erlebtes Jahr als selbstverständlich nehmen könnte. Ja -ich habe auch selber zuviel Päckchen zu tragen, als das ich immer sicher wäre es noch einmal zu schaffen. Also wenn wir in den nächsten Tagen unsere Freunde, Verwandten oder Kollegen begrüßen und ‚ein gutes neues Jahr‘ wünschen – lasst uns immer daran denken, welches Glück wir haben, dieses überhaupt mit gutem Essen, Feuerwerk und Sekt zu begrüßen!