Entschleunigen in Puerto del Carmen

Was für ein Hallo! Um 8:30 mischen vier verrückte Ladies die Anlage auf. Aber die anderen Gäste nehmen unsere Wiedersehen Freude gelassen. Schnell sind die Betten und Schränke zugeordnet, die Anlage inspiziert und die ersten Dinge ausgepackt. Jetzt heißt es umziehen und den Hunger stillen, der uns alle erfasst hat.

Gemeinsam gehen wir zur Promenade, halten einen kleinen Quatsch mit dem Werber des Fischrestaurants auf halbem Weg und schlendern von Bar zu Restaurant zu Bar… Priorität für heute ist zwar satt werden, aber eigentlich auch auf spanische Art. Der freundlich Engländer hat keine Chance uns sein Angebot zu verkaufen. Aber er landet auf der List „Frühstück möglich“.

Auf eine schöne Woche

Wir schlagen das „Las Vegas“ aus, ignorieren den verlockenden Inder, ziehen Terri fort vom Japaner und landen bei einem eher unscheinbaren Spanier. Auf leicht erhöhtem Niveau erhaschen wir sogar einen Blick auf das Meer, welches sich auf diesem Abschnitt meist hinter der Bebauung versteckt. Die Karte bietet allerlei Köstlichkeiten und neben Tapas, Fisch und Fleisch auch Pizza und Pasta. Hier sollte also jeder etwas finden. Ausgehungert stürzen wir uns auf ein paar geteilte Tapas und für ein Foto der Köstlichkeiten reagiere ich zu spät. Alle 5 Schälchen sind ratzeputz leer. Fleischbällchen in Tomatensoße, Gambas in Knoblauch Öl, Chorizo in Weinsosse, Fischkroketten und Knoblauchbrot mit Käse versprechen einen gigantisch leckeren Hauptgang. Nur das Entscheiden fällt schwer. Terri und ich werden teilen, so gibt es s mehr zum probieren – die Paella ist perfekt, die Muscheln in Marinade köstlich und auch die Canary Potatos sind lecker. Die typischen Soßen dazu begeistern mich, Eves Geschmack treffen sie nicht ganz, aber ihr Tunfisch-Steak überzeugt voll und ganz. Auch Clare’s Salat des Hauses (Meeresfrüchte und frischer Fisch) ist nicht nur umfangreich, sondern lecker.

Köstlicher Hauptgang

Satt und zufrieden genießen wir das Abendleben um uns und beruhigen unseren bald platzenden Magen mit einem Carajillo (1 geteilt durch 3 reicht völlig). Ein köstlicher und preislich überzeugender Auftakt bei El Drago, den ich wärmstens empfehlen kann. Zurück im Club Maritima genehmigen wir uns noch einen Absacker und ein ausgedehntes Schwätzchen.

Blick auf den Hafen und Markt

Unser Frühstück ist durch und durch Englisch, wir halten unsere Zusage ein und gehen zu Shauna’s Bar. Hier bekommen wir auch ein paar Tips zur Tagesplanung. Der Begrüßungstreff im Club bereichert unser Wissen es steht fest, wir werden keine Langeweile haben. Ein Taxi bringt uns im Anschluss zum Hafen ganz im Süden des Orts. Hier ist heute Markt und wir stöbern ein wenig. Leider ist alles sehr auf Tourismus ausgerichtet und ich schaue umsonst nach typischen Marktständen mit Gewürzen oder anderen Köstlichkeiten. Immerhin entdecke ich eine kleine Lederwerkstatt, in der typische dreibeinige Hocker geschlagen werden (zu groß für mein Gepäck) und finde einen Verkäufer für die Keramik-Kacheln, die hier überall zur Beschriftung eingesetzt werden. In Ermanglung einer eigenen Finca die ausgeschildert werden muss, entscheide ich mich meinen ersten Magneten dieser Kunst zu widmen. Überflüssig zu erwähnen, dass wir jetzt alle Schuhe im Partnerlook haben 😂

Blick auf die Bucht

Kulinarische Meile oberhalb des HafensLangsam erklimmen wir die Klippe im Norden und quälen Terri mit schwierigem Gelände, aber der Blick unterwegs und oben ist es wert und wir genießen (etwas überteuert) einen Cocktail mit Aussicht (Restaurant Puerto Bahia). Die uns umgebenden Fischrestaurants bieten eine verlockende Fülle an Gerichten, für die gerade der fangfrische Fisch angeliefert wird. Ich hoffe hierher führt es uns noch einmal mit leerem Magen! Ein bisschen schlendern wir noch, dann reicht es für heute und ein Taxi bringt uns zurück.

Cocktails mit Aussicht

On the road

Pool time und Sonnenbaden runden unseren ersten Tag ab und wir entscheiden uns heute hier zu essen. Steaks für die Corby Ladies und Fisch für mich. Leider beschert mir die Happy Hour am späten Nachmittag nicht nur einen köstlichen Pastis, sondern auch einen heftigen Herzstolperer, so dass ich mich unmittelbar nach dem Essen verabschiede und 12 Stunden Schlaf an diesen Tag Anhänge….

Pool Time

Happy Hour

So lässt es sich leben
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Britische Gegensätze

Rockingham Castle - Corby 2018

Nachdem mein Sohnemann das Osterwochenende seinem Studium gewidmet hat, habe ich mir einen riesen Berg Büroarbeit vornehmen wollen. Aber irgendwie kam es dann ganz anders. Mittwoch Nachmittag habe ich nervös zuhause gesessen und gewartet: Meine Freundin liegt unter dem Messer mit einer ziemlich einschüchternden Erwartung der Ärzte. 4 Stunden OP und danach dauert es weitere Stunden bis endlich die erlösende Nachricht kommt, dass sie aufwacht. Mindestens ein dutzend Mal wünsche ich mir, ich wäre einmal unvernünftig gewesen und hätte mich am Morgen in den Flieger gesetzt um vor Ort zu sein.
Wen wundert es da, dass ich nicht nein sagen kann, als plötzlich das Angebot auftaucht, doch mal für 3 Tage über Ostern hinzufahren… ein Tag bleibt meinem Schreibtisch und der Wohnung vorbehalten, aber in der Nacht auf Samstag geht es los nach Corby.

General Hospital - Northampton 2018

General Hospital – Northampton 2018

Alleine Terris Gesicht, als wir plötzlich in ihrem Zimmer stehen, ist den ganzen Aufwand wert! Es fühlt sich toll an, jemanden glücklich zu machen, der sich immer bedingungslos für andere einsetzt.
Allerdings war es auch ein kleiner Schock. Auch wenn es nach meinem letzten Post wie ein Sprung in einer Schallplatte klingt: wir können einfach mal dankbar sein! Das „Zimmer“ ist quasi ein Durchgang, in dem 12 Patientinnen liegen! Kein Fenster, eine Toilette, permanent klingelt jemand und es herrscht dicke Luft. Jetzt verstehe ich, dass Terri trotz Schmerzen schon nach 3 Tagen unbedingt hier weg muss und ich verkneife mir jede Bemerkung über das Risiko.

General Hospital - Northampton 2018

General Hospital – Northampton 2018

General Hospital - Northampton 2018

General Hospital – Northampton 2018

Immerhin kommen wir so in den Genuss, sie länger zu sehen als erwartet. Statt einem „Stündchen zu Besuch“, warten wir deutlich länger bis alles geregelt ist und ich kann meinen Medizin neugierigen Blick ein wenig hinter die Kulissen schweifen lassen. Schließlich landen wir am späten Nachmittag wieder in Corby und nach einem schnellen Abendessen im Samuel Lloyd auch bald im Bett, da wir in den letzten 36 Stunden gerade mal ein knappes Stündchen am Straßenrand stehend geschlafen haben.

Ostersonntag gehen wir gemütlich an und cruisen ein wenig durch die Gegend. Wieder einmal stellen wir fest, dass es hier noch viel zu sehen gibt und treffen schließlich in Gretton auf Clare und ihren Geburtstag-Trunkenen Bruder Harry, der eigentlich gerade ein Fußball-Spiel bestreiten sollte… der Besuch bei Terri ist heute wirklich auf ein gutes Stündchen beschränkt, da sie sehr von Schmerzen und Müdigkeit geplagt wird. Aber diese Stunde genießen wir. Uwe kann ein wenig mit Mick plaudern, wir Mädels von unserem Urlaub im Herbst träumen und nebenbei ein wenig über Cricket lernen. Ich glaube einen neuen Freund haben wir auch – Piper, der herzensgute und riesige Hund der Familie. Clare füttert uns noch ein wenig mit Informationen zum Rockingham Castle und schließlich machen wir uns auf, um diese Jahre alte Lücke zu schließen.

Bisher war Rockingham Castle nicht zugänglich wenn wir in Corby waren, aber heute endlich hat es gepasst. Und sich gelohnt! Hier haben wir nun den absoluten Gegensatz zu unserem Krankenhaus Erlebnis.

Rockingham Castle - Corby 2018

Rockingham Castle – Corby 2018

Rockingham Castle - Corby 2018

Rockingham Castle – Corby 2018

Das Schloss ist noch von der Familie bewohnt und somit sind etliche Bereiche nicht zugänglich. Fotografieren ist Innen leider auch nicht erlaubt. Gerne hätte ich ein paar Details geteilt. Wenn man zB das Haus am Eaton Place gesehen hat, so kommen etliche „Aha“ Gedanken hoch, wenn man die verkabelte Klingel-Anlage sieht, oder den Chief Butler Raum. Die Küche ist mit Liebe zu Details eingerichtet und die Vorstellung, dass es hier gleich ein Festessen gibt fällt leicht. Neben dem üblichen Gemälde und Antiquitäten Sammelsurium finden sich immer wieder Fotos der aktuellen Bewohner, was der ganzen Sache einen interessanten Touch gibt.
In jedem Raum steht jemand, der gerne Fragen beantwortet. Und eigentlich brauchen wir gar keine stellen, jeder kommt zu uns, um uns auf die Besonderheiten aufmerksam zu machen. Irgendwie fällt man hier als Deutscher auf. So kennen wir am Ende einige Geschichten und Zusammenhänge, die uns sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

Zum Abschluss schauen wir uns die Gärten an – leider ist es zu dieser Jahreszeit nur zu erahnen, welche Rosenpracht sich hier entfaltet, noch schmücken nur ein paar Osterglocken und Primeln die Anlage. Ganz klar, hier muss ich nochmal zu einer günstigeren Jahreszeit hin! Nicht, dass ich wirklich neue Gründe bräuchte um nach Corby zu fahren, aber diesen füge ich glatt hinzu 😉

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About Friendship

Friendship is not about living close and seeing us each day. It’s about being there when it’s needed the most. Not physically maybe but in mind or by sending messages that make your day.

I’m a lucky person as I have such a friend – a best friend! I don’t want to say my life is dark at this time (to many good people around me that make it grey at least!). But in that grey times she did send me a bright light, something I can look out to. Something that gives me the feeling of 2018 will have a special touch that’s not combined with „first time without Mum“ (not that Mum always have been involved but at least I always shared it with her – this is so new in my life that I never shared it)

You will read about it, when it’s time for her special light in my tunnel. For today I just want to say thank you for such a friend and: to each of us – look out that you never forget about looking into the real signs of friendship instead of being blinded by people that easily say „yes“ to make you believe they are friends. Look into the truth that might be uncomfortable but helpful! Be kind to everybody but warm-hearted to the people that make you go a step forward in the best direction. That sometimes do not agree to what you did but gave you hints how to make it better. This is what friendship is about- help the person you love to develop!

Heimat und ihre Menschen

title 2017

Meine Heimat ist Velbert. Nicht, weil die Stadt eine besonders geile Einkaufsmeile ist, oder weil es hier hippe Lokations gibt. Sondern weil es hier die Menschen gibt, die mir ein Zuhause Gefühl geben, ein Gefühl von Geborgenheit. Es ist die Stadt, der Ort, an dem ich auch an schlechten Tagen auf jemanden treffe, der den Tag aufhellt. Es sind die Menschen, die Bewohner, die etwas aus der Stadt machen.
Es gibt über meine Heimatstadt viele Meinungen. Und wenn ich mich auf Facebook umsehe, dann gibt es viele sehr negative und böse. Aber letztlich ist Heimat das, was wir daraus machen! Eine Heimat kann nicht besser sein, als die Menschen, die dort leben! Also selbst wenn ich unschöne Ecken und Mängel sehe, so ist es doch an mir und den Menschen in meinem Umfeld, etwas Gutes oder zumindest Besseres daraus zu machen. Gott sei dank kenne ich viele Menschen, die das genauso sehen!

Die letzten Monate waren nicht unbedingt die Besten meines Lebens, ungeschönt kann man sagen, es war eines der miesesten Jahr – das mieseste Jahr. Aber es ist auch eines der Jahre, die mir zeigen, worauf es ankommt. Ein Jahr vieler besonders wertvoller Momente! Momente der Menschen, die Mut und Hoffnung geben. Momente die mir zeigen wo mein Zuhause ist.
Einige diese Menschen haben mit meiner Heimatstadt herzlich wenig zu tun. Es sind diejenigen, die mir das Schicksal über den Weg geschickt hat, um mir zu zeigen, dass das Leben überall lebenswert ist. Anette in Hamburg, die mir immer wieder zeigt, dass es wichtig ist ein Schicksal anzunehmen und dann auszutricksen. Kristina, die mir zeigt, dass ein eigentlich wild fremder Mensch in der nächsten Minute zum Held deiner Erfahrung werden kann und plötzlich in deinem Herzen nistet, auch wenn er in der Pfalz lebt und dir an der Ostsee über den Weg läuft. Anja, die immer in der Nähe in Heiligenhaus ist, die ich ewig nicht sehe, die aber im richtigen Moment einfach für mich da ist und deren Familie auch meine ist. Terri, die für mich immer passende Worte hat und in Corby so viel bewegt für unsere englischen Freunde, dass ich mich sehr oft frage, wo sie das alles her nimmt. Und so viele mehr…

Zuhause ist zunächst in mir selber! Es ist da, wo ich mich wohl fühle – und mal ganz ehrlich, solange ich mich mit mir selber nicht gut fühle, kann der Rest nicht funktionieren!

Und Heimat wiederum ist da, wo ich in diesem Gefühl angenommen bin. Wo ich auf Menschen treffe, die mir meine Macken verzeihen und ich ihnen ihre. Heimat ist da, wo ich über die Zeit in Hochs und Tiefs ich selber bleiben kann. Es ist der Ort, wo ich an jedem Tag einen Menschen finde, der genau diesen besonderen Moment noch ein wenig besser macht. Heimat ist nicht eine Landschaft, eine Einkaufsmeile oder ein Freizeit Equipment! Es sind die Gefühle und Menschen, die das Leben ausmachen:

  • eine Laien-Schauspielgruppe suchen, die bei einem städtischen Projekt mitmacht und meine beste Freundin aus Kindertagen wiederfinden
  • in Zeitnöten stecken und schwups stehen ein paar Helfer aus dem Verein auf der Matte, die nicht nur das direkte Problem lösen, sondern direkt weiter mit anpacken, obwohl sie genug andere Arbeit haben
  • eine Dankes Party schmeißen um alle die zu verwöhnen, die dir zur Seite standen und statt alle zum umsorgen, selber umsorgt werden – Hilfe beim Einkauf, Aufbau und Aufräumen zu haben
  • Nachrichten mit einem Freund tauschen, weil er längere Zeit hier ist und nicht in seiner aktuellen Wahlheimat Ecuador, der es mir trotzdem nicht übel nimmt, dass ich selten Kontakt zu ihm habe, weil er versteht, dass es so viele Anforderungen im Leben gibt
  • mit dem Prinzenpaar unterwegs sein und unvermittelt unter Menschen zu stehen, die mit mir über meine wunderbare Mama reden, weil sie Seiten von ihr kennen, die ich als Tochter so nie mitbekommen habe
  • eine Theater-Freundin treffen, die ohne viele Worte genau weiß, welche Gefühle mich gerade bewegen und mir vermittelt, was ich nicht so eng sehen sollte, weil unsere Kinder zusammen zur Schule gegangen sind und sie daher weiß wie diese Gruppe so tickt
  • in der Innenstadt stehen und beim Feuerwerk an Mama denken, und kaum rollt die erste Träne habe ich einen Arm um die Schulter und spüre die nächsten Minuten stummen, rückhaltlosen Beistand
  • einen Absacker trinken gehen und ohne großes Bestellen dein Getränk vor die finden und aus einem Getränk wird eine tolle Party, weil Wirt und Gäste Sirtaki tanzen und dann die ganze Kneipe rocken
  • zu einem Segelfliegertag fahren um zwei Leute zu treffen und mit ungezählt vielen tollen Begegnungen und Gesprächen im Gepäck wieder nachhause zu fahren
  • eine Wohnung auflösen und am Ende das gute Gefühl haben, nichts sinnlos wegwerfen zu müssen, weil jeder wen kennt, der dieses oder jenes braucht oder der noch jemanden kennt, der gerade gar nichts hat und alles braucht
  • tausend gute Tipps bekommen, damit die Stubentiger wieder gesund werden und meine Gäste (auch bekennende Katzen sind doof Menschen) um den Finger wickeln können
  • jedes Wochenende Termine zu haben, damit man nicht in Trübsal versinkt, aber keiner nimmt es einem übel, wenn man dann doch lieber früh geht, nicht kommt oder ein wenig melancholisch ist
  • eine Woche mit dem schlimmsten Geburtstag von Mama beginnen und sie mit dem besten Freundschafts-Gefühl beenden

Das sind einige wenige Beispiele, der letzten 2 Monate, die mein Heimat Gefühl ausmachen. Eine solche Heimat entsteht nicht über Nacht und sie entsteht vor allem nicht, wenn man eine Erwartungshaltung hat, die aussagt: „ich habe das verdient und erwarte das ‚xyz‘ mir ‚abc‘ anbietet“ – eine solche Heimat entsteht dadurch, dass ich selber anderen Heimat biete ohne etwas zurück zu erwarten. Indem ich mich einsetzte ohne zuerst zu fragen, was habe ich davon. Nur wenn ich selber etwas gebe, kann es zu mir zurück kommen, wenn ich es brauche.
Manchmal macht es mich traurig, wenn es nicht genauso klappt wie ich es denke. Manchmal macht es mich wütend, wenn ich lese oder höre was manche Menschen erwarten/fordern, aber meistens macht es mich einfach stolz und froh da zu sein wo ich bin und so zu sein, wie ich bin.

Ich kann sicher nicht allen so danken, wie sie es verdient haben und vielleicht hat der ein oder andere das Gefühl ich verteile die Art des Danke sagen falsch, wenn ich für die eine Gruppe Freunde dieses und die andere jenes mache. Aber ich kann nicht all die tollen Menschen in meinem Leben in einen Sack oder auf ein Party vereinen. Und noch einmal beweißt mir meine Heimat, dass ich sie gut ausgewählt habe – bisher habe ich auf diese Art des mehrfach und verschieden Danke sagen viele tolle Stunden gehabt, die sich über Monate verteilen.

Heute und hier einmal Danke an ALLE! Danke für die Liebe, Freundschaft, Unterstützung. Danke für Ablenkung oder das Teilen meiner Trauer. Danke für Parties, Arbeit und Gespräche.
Danke, dass ihr meine Heimat bildet, die eher zufällig in Velbert liegt, die ich aber tief im Herzen verankert habe und die auch über die ganze Welt verteilt ihre Wurzeln hat!

Hamburg – Meine Perle

Die letzten Tage waren mehr als ich mir jemals erträumt hätte. Nicht nur in meiner Einstellung zum „ich fahre wohin“, wie ihr gelesen habt, hat sich vieles bewegt. Dieser Urlaub war voll von Begegnungen, die mich begeistert haben.

Die Wiederentdeckung der Musik, das erste Treffen mit Dorit und Billy Elliot. Die Ruhe und Entspannung hier am See, das Schlendern durch verschiedenste Ecken in Hamburg… genauso die Keule von Zuhause, dass alles sofort und unerwartet vorbei sein könnte! Aber er lebt und kämpft!

Ich habe die Elbphilharmonie besucht, die Hafen City, Speicherstadt, Blankenese, bin im Hafen geschippter, war im Hard Rock Café, auf der Reeperbahn und auf dem Duckstein Festival… und nebenbei habe ich ganz in meinem Rhythmus gelebt. Wer mich kennt, weiß, dass der dem normalen Arbeits-8-Stunden-Tag entgegen steht. Früher habe ich das hin bekommen und meinen Schlafmangel alle 14 Tage ausgeglichen. Seit mein Herz nicht mehr so mitmacht, bin ich der Erholung immer hinterher gelaufen. Also war alleine das erleben „ich gehe spät ins Bett, stehe spät auf, ohne das mich der Wecker stört“ Gold wert. Verbunden mit der Tatsache, dass ich trotzdem ein Erlebnis an das andere hänge und neben phantastischen Stunden in Hamburg noch mehr Lust auf Hamburg (und Umgebung mit Menschen) entwickel, war es nicht nur Urlaub sondern Offenbarung!

Gestern und heute habe ich dem Ganzen die Stadtrand-Krone aufgesetzt. Zumindest Quasi – ein Treffen mit Anette ist immer eine Sache, die ich einerseits ins unendliche ziehen könnte, die aber auch den Respekt vor der Last der anderen in sich trägt. Freunde, mehr als nur irgendeine Bekannte, können sich alles sagen, sich selten sehen und es verkraften, wenn der andere sagt „jetzt geht es nicht“. Also freue ich mich über die 24 Stunden, die wir haben, genieße die Zeit mit ihr und ihrer Familie und bin dankbar, als sie mir sagt, jetzt geht es nicht mehr… heißt das doch für mich „dir kann ich das sagen und du verstehst es“. Genauso kann sie mir sagen „warum du das tust, versteh ich nicht“ und ich bin ihr dankbar dafür. Ob ich das umgekehrt schon getan habe weiß ich nicht – nicht weil ich mich nicht traue, sondern weil ich den Grund nicht hatte. Das kann nur sie beantworten. Wie oft habe ich das vermisst – jemand der sich hinstellt und mir sagt, was ich vielleicht nicht sehen konnte oder wollte. Natürlich habe ich solche Freunde auch in etwas greifbarer Nähe zu Velbert, aber die wirklich ehrlichen sind oft nicht genug….

Das war aber nur Teil 1 dieser Stadtrandkrone – dieser Urlaub beschenkt mich wirklich reichlich – noch habe ich den letzten Abend vor mir… als dieser Urlaub begonnen hat, da habe ich während der Fahrt angefangen Worte zu sammeln und bin nach meiner Ankunft zum Ausgleich spazieren gegangen…. habe die Gaststätte am Ort gefunden und mich auf einen Barhocker im Freien geschwungen, mein iPad „gezückt“ und geschrieben. Vielleicht hat der ein oder andere noch den Satz im Kopf “ …. an der Elbe spazieren gegangen und habe in der Dorfkneipe eigentlich nur ein ortstypisches Bier trinken wollen“ … nun gut das ortstypische Bier gibt es nicht mehr, aber freundliche Gäste, die mir einen trockenen Rotwein empfehlen. Und einen genauso freundlichen Mitarbeiter, der mir diesen bringt, neben der Karte, da ich zwar heute nicht mehr essen, aber sicher wiederkommen möchte…. etwas mehr als eine Woche ist das her und es ist hängen geblieben. Sowohl der freundliche Gast am Nebentisch, der durchaus verstanden hat, dass ich nicht reden wollte sondern schreiben, als auch der liebenswerte Anton – für mich die Seele der Kneipe – ich bekam meinen Wein, die Karte zum mal rein sehen und meine Ruhe zum schreiben. Als ich damit fertig war habe ich mich doch noch der Gaststätte zugewendet (und dem Gast).. und gewusst ich komme wirklich wieder. Das war wie mein Stammlokal als Prinzessin hoch x… Christian hat das Velberter Brauhaus schon zu etwas ganz besonderem gemacht, was immer schwer an „Zuviel“ gegrenzt hat. Hier war ich im 7. Himmel des „urig Zuviel“ , die Karte sowieso einladend und nachdem ich meine Gedanken aus dem Kopf hatte, die Gesellschaft einfach nur toll. Mit am Ende mindestens einem Wein mehr, als ich normal vertrage, hatte ich das Gefühl hier bist du richtig. Egal ob der Handlungsreisende, der am Anfang vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen hat, aber nach meiner Schreibwut ein toller Gesprächspartner war oder der liebevolle Anton… ich habe mich wohl gefühlt. Und so war es am Ende des ersten Abend gar keine Frage ob ich wiederkomme – der letzte Abend war gebucht. Und genau das war heute die finale Krone – im „Zum Eichbaum“ angekommen (Regen ohne Ende und kein draußen sitzen) hat Anton mich eingesammelt und an einen freien Tisch gebracht. „Mein Handlungsreisender“ (sorry falls du das liest, aber so habe ich dich betitelt in den letzten Tagen) saß neben an, mit Gesellschaft. Okay, dachte ich mir – dabei wird Anton sich was gedacht haben… und ja, das hat er – ein kleines Wörtchen zu den Herren am Nebentisch, ein Grinsen von Andreas und ziemlich ohne Umwege sitze ich mit drei dieser (ich glaube die heißen wirklich so) Handlungsreisenden am Tisch. Neben einem wirklich unglaublich geilem Essen (anders kann ich es nicht bezeichnen) hatte ich einen genauso geilen Abend! Andreas hatte mich wohl schon vorher erwähnt, aber zur Begrüßung lässt keiner wirklich etwas durchblicken und so haben wir schon viel Spaß bei der Vorstellung. Der ganze Abend ist nur gelungen und ich hätte nicht im Ansatz etwas dagegen, den dreien morgen wieder zu begegnen… ähnlich wie vor einer Woche, wird aus einem Wein ein wenig mehr und insgesamt ein wunderschöner Abend. Heute mit Musik aus Marcos Handy-Musikbox und Gesangseinlagen von Peter und Anton. Auch der Rest der Gäste trägt immer wieder zum Spaß bei. Etwas abgerissener als letzte Woche fallen die Gespräche mit „meinem“ Handlungsreisenden Nummer 1 aus, aber das ist so einem spaßigen Abend dann auch gerne geschuldet. Irgendwann muss Anton einfach in den wohlverdienten Feierabend und ich mich von diesem wunderbaren Abend losreißen. Dank Anton muss auch keiner durch den Regen um mich zu meinem Heim neben der Polizei zu bringen, angeboten wurde es mir mehr als einmal. Aber letztlich kann ich zum ersten Mal in meinem Leben sogar den Chauffeur-Dienst des besten Kneipiers genießen und fast trocken ein letztes Mal in meiner Unterkunft ankommen.

Eine wirkliche Urlaubszeit geht jetzt dem Ende zu – ich habe vieles Begriffen, einiges Erlebt und etliche neue Pläne! Diese 9 Nächte haben wirklich einen Unterschied gemacht!

Die letzten zwei Tage waren schon sehr entspannend. Ich genieße das Hamburger Stadtrand-Leben in meiner kleinen WG und bin froh, dass ich diese Erfahrung mache. Auf diese Art in Urlaub zu fahren gibt ganz neue Einblicke ins Leben. Du siehst was Du selber vielleicht besser machen könntest, was Du erreicht hast und wie ‚kompatibel‘ du bist. Airbnb ist für mich auf jeden Fall ein Gewinn!

Gestern habe ich mich treiben lassen und ein wenig an meinen Handerbeitserfahrungen gearbeitet…. Häkeln war nie meine große Leidenschaft, aber es gibt ein paar Dinge, die ich schön finde und so geht kein Weg drum herum… ein kleiner Kurs über Stäbchen, Kettmaschen und ähnliche Dinge führen mich zu der Möglichkeit mein Fischernetz um Seepferdchen und Korallen zu bereichern… noch ist ein wenig Phantasie nötig aber es wird. Nachmittags habe ich mich dann mit zwei Bekannten aus der letzten Reha getroffen. Ein toller Nachmittag angefüllt mit schönen Gesprächen und viel gegenseitigem Verständnis. Jede von uns hat ihr Päckchen zu tragen und manchmal ist es eben leichter, wenn man das teilen – mitteilen kann.

Heute war ich wieder in der Hamburger Innenstadt und habe mich treiben lassen. So bin ich am Chilehaus vorbei zur Speicherstadt geschlendert und habe einfach genossen, dass ich das alles erleben kann. Welches Glück das ist und wie kostbar jeder Tag ist, wird mir nur wenige Minuten nachdem ich ein paar Bilder auf Facebook geteilt habe klar. Eine knappe What’s App teilt mir mit, dass ein mir sehr lieber Freund plötzlich um sein Leben kämpft zuhause. Irgendwie wird alles so unwirklich- ich stehe hier in Hamburg und genieße den Augenblick und zuhause ist auf einmal eine Zukunft in Frage gestellt…. von Genuss ist in den nächsten Stunden nicht wirklich die Rede, in mir kämpft die Freundin, die sich sofort auf den Heimweg machen möchte, mit der Kranken, die unbedingt etwas Abstand gewinnen muss. Letztlich gehe ich den geplanten Weg weiter, da ich sowieso nichts ändern kann. Die Farben haben sich für mich veränder und alles was ich jetzt sehe wird ein Stück kostbarer. Gerade wenn es so deutlich wird, wie schnell alles vorbei sein könnte, ist das Auskosten der Erlebnisse intensiver. Meine Blicke auf die Sehenswürdigkeiten werden jetzt ergänzt durch Stoßgebete für den Freund. Neben den alten Fassaden sehe ich Abläufe, die sich mit Erfahrungswerten nähren… was bedeutet es bei dem Krankheitsbild, wenn….
Ich kürze meine Runde ein wenig ab, telefoniere mit zuhause und bin ein wenig beruhigter, da meine gedanklichen Abläufe sich mit dem, was gerade passiert decken. Trotzdem bleibt mein Blick ab jetzt immer halb auf dem Handy und giert nach Entwarnung. So gelange ich schließlich an die Binnenalster und treffe meinen Sohn zum Abendessen. Wir haben uns viel zu erzählen und ein paar Stunden sind im Handumdrehen vorbei. Umso schöner, dass wir uns am Sonntag wohl Wiedersehen. Dafür bin ich jetzt doppelt dankbar, da ich diesem Treffen nicht wirklich gerecht werden kann, so wie es gerade in mir aussieht. Kurz nachdem wir uns trennen kommt auch die erste beruhigende Nachricht von Zuhause – bisher läuft alles gut.
Ich setzte mich in den Zug und fahre zurück an den Stadtrand und verkrieche mich in mein Zimmer. Beschäftige mich mit Dingen, die meinen Kopf leer werden lassen und versuche runterzufahren. Kurz vor Tagesende kommt die Nachricht „OP überstanden, jetzt müssen wir die Nacht abwarten“ und ich wünschte ich könnte meine Freundin jetzt in den Schlaf wiegen und ihr all meine Kraft geben, da ich mir kaum ausmalen kann, was dieser Nachmittag sie gekostet hat. Beruhigt es mich, dass sie sowieso jeden abgewehrt hat und alleine sein wollte? Nicht wirklich – aber alles was ich jetzt tun kann, ist weiter dafür zu beten, dass es gut ausgeht und die Beiden noch viele gemeinsame Tage verbringen. Also werde ich jetzt mein Häkelzeug in Angriff nehmen bis ich den ‚ins Bett fall Punkt‘ erreicht habe und auf weitere gute Nachrichten morgen hoffen.

Corby Carnival 

Samstag morgen ist es wieder schön warm und ich bin dankbar, dass ich mich für eine luftige Kostümierung entschieden habe. Bis 10 Uhr gibt es Frühstück und in diesem Zusammenhang eine freudige Überraschung, da das Buffet aufgewertet wurde und sich neben frischem Obst auch Käse in der Auswahl befindet. Ein nicht zu verachtendes Plus, da das typische englische Frühstück hier etwas fade ist. Nach und nach trudeln alle ein und es ist wieder ein farbenfrohes Grüppchen beieinander.

Der Carnival hier in Corby hat jedes Jahr ein Motto und jeder kann sich hierzu etwas einfallen lassen. Manche von uns nehmen diese Gelegenheit wahr, aber viele tragen die traditionellen deutschen Ornate und Garden-Kostüme. Das diesjährige Motto „Stars aus Fernsehserien“ hat mich dazu animiert eine der Frauen aus meiner Lieblingsserie „Friends“ zu wählen – immerhin habe ich mit dieser Serie mein Englisch trainiert. Das Outfit des Corby Court entspringt einer älteren Serie und ihre Kleider sind den damaligen Tanzkleidern nachempfunden.
Statt im Rosenmontagszug sind wir hier mit einer Parade unterwegs. Wie bei uns gibt es Fußgruppen und Wagen, die liebevoll dekoriert wurden. Wir versammeln uns zunächst am Grampian Club – mehrerer Räume können hier angemietet werden und es gibt Pub… in dem Wissen, dass während Parade und anschließender Open Air Veranstaltung eine Durststrecke vor uns liegt, genießen wir den kühlen Innenraum bei Cola, Lager, Cider oder Wasser. Unser Bus wird am Ende der Parade mitfahren und wir müssen uns vom Kinderprinzenpaar trennen. Wir gehen mit Stadtteil Prinzessinen, Müttern und einigen Gast-Courts auf einen Wagen (float), wogegen das Prinzenpaar mit dem Corby Court in der Kutsche fahren wird. Entgegen der letzten Jahre hat unser Auflieger kein Dach und wir können uns auf pralle Sonne freuen.

Hoheiten in der Kutsche
Das Kinderprinzenpaar in der Kutsche
Unterwegs mit dem Auflieger

Es ruckelt auf unserem Wagen

Queens und Princesses von Corby

Das Corby Court

Vom Club geht es in die Zugaufstellung wo Marcel, Marie-Lena und ich erst eine kniffelige Aufgabe lösen müssen, bevor wir an feiern denken dürfen. Mittlerweile ist es Tradition, das das Prinzenpaar gemeinsam mit mir und meist einem weiteren Jury Mitglied die besuchenden Courts bewerten. In diesem Jahr gibt es 7 angekündigte Courts, aber 2 sind bis zum Start der Parade nicht da. Mit Stift und Auswerte-Unterlagen machen wir uns daran die „Queen of Queens“ zu finden. Hier sollen wir darauf achten,  wie sie ihren Prinzessinnen zur Seite steht, von sich aus die Konversation mit unserem Prinzenpaar führt und weiter Kleinigkeiten, die eben eine Queen ausmachen. Außerdem gibt es die Kategorien „Princess of the day“, „Court of Courts“ und „best float“ – letzteres ist dieses Jahr leicht, da leider nur 2 Courts eine Kutsche haben. Aber bei all den Prinzessinnen, Queens und Bewertungsmaßstäben ist es nicht einfach zu einer Meinung zu kommen. Schließlich ist es geschafft und wir können die Listen abliefern und uns anderen Dingen zu wenden.
Ich werde aus allen Ecken begrüßt, über die Jahre habe ich viele Bekanntschaften in Corby entwickelt. Die Wartezeit vergeht dieses Jahr wie im Flug und schon bald stehe ich mit auf unserem Wagen. Der niedrigere Aufbau macht einiges leichter und ich finde die bessere Augenhöhe zu den Zuschauern gut. Allerdings mangelt es doch sehr an Fixpunkten, so dass ein sicherer Stand das A und O während der Parade ist. Der Auflieger lässt sich wunderschön in Schwung bringen und mehr als einmal hüpft es heftig… die Parade beginnt unerwartet pünktlich und wir rollen im ersten Teil des Zuges mit.

Am Wegrand stehen Leute vor ihren Häusern, winken und machen Bilder. Üblicherweise wird in England nichts geworfen, aber in diesem Jahr gibt es doch zwei Teams, die kleine Süßigkeiten-Tüten unter das Volk bringen. Die Zuschauer sind durchweg nicht verkleidet, es herrscht kein dichtes Gedränge, wie man es bei uns kennt, aber die Menschen, die am Rand stehen, sind wirklich da um die bunte Menge zu sehen und den Carnival zu erleben. Mit der Parade laufen einige Geldsammler: in Eimern werden Spenden von den Zuschauern gesammelt, mit denen unter anderem die Parade unterstützt wird. Es ist eine angenehme Abwechslung nicht um Süßigkeiten angebettelt zu werden und dabei zu erkennen, dass der eigentliche Brauch nicht verstanden/geachtet wurde. Kein Gemurre über die Wurfmaterialien, weil sie zu weich, hart, klein, alt oder was auch immer sind…. auf unserem Wagen wird gesungen, getanzt und gewunken. Ab und zu werfen wir auch ein Helau in die Reihen und haben unseren Spaß vom Wagen aus einen kleinen Einblick in die englischen Vorgärten zu erhaschen. In den Spaß mit und für alle mischt sich für mich die Freude, dass unser mitreisender Nichtkarnevalist voll dabei ist – so wie er Stimmung aufnimmt und verbreitet, kann mancher von uns noch etwas lernen.

Zum Ende der Parade bin ich um einen spaßigen Umzug und einen Sonnenbrand reicher – nach 7 Jahren überdachtem Float war mein Kostüm ein nicht ausreichender Sonnenschutz auf dem offenen Tieflader. Aber es tut der Stimmung keinen Abbruch, als wir am Westgleb Park ankommen. Hier ist ein kleiner Fun Park aufgebaut, in dessen Zentrum der Bus von Corby Radio steht. In Liveübertragung werden hier Teilnehmer geehrte, Trophäen überreicht und Tanzdarbietungen musikalisch und mit viel Kommentaren von Chuck in den Äther übertragen. Gemeinsam mit den anwesenden Courts werden auch wir in die Arena gebeten und vorgestellt, bevor wir uns ein wenig die Zeit vertreiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss geht es mit dem Bus zurück ins Grampian zum Queens Tea  – neben Sandwiches und Sweets gibt es Tee und Limonaden. Angenehm ist die Tür zum angrenzenden Pub, so dass wir uns auch ein Cider oder Lager gönnen können. Nach gut 5 Stunden Alkohol freier Zone wegen anwesender Kinder in öffentlichen Bereichen gleitet so eine Erfrischung wohltuend durch die Kehle, das muss ich zugeben. Während die Veranstalter letzte Vorbereitungen treffen, entwickeln sich einige Gespräche und ich bedaure bei einigen, dass ich sie nicht weiterführen konnte (wer sich mit mit mir unterhalten hat, bitte melden ich habe da noch 1-100 Fragen). Aber schließlich kommen wir noch zu einem offiziellen Teil, den ich nicht verpassen darf. Übersetzen muss ich allerdings in diesem Jahr gar nicht mehr! Ich kann einen großen Teil einfach nur genießen.

Die Carnival Queen Rosalind startet mit einer Dankesrede und dann werden Queens, Floats etc. geehrt – ein Blick in die Gesichter zeigt mir, dass unsere Arbeit in der Zugaufstellung sich gelohnt hat. Schließlich kommt der Teil wo unsere Tradition sich in die englische eingewoben hat und auch unser Prinzenpaar hat noch einen offiziellen Auftritt, verleiht Orden und bedankt sich für diese tolle, neue Erfahrung. Aus Velbert gibt es ergänzend eine Ehrung für die unermüdliche Terri, neue Court-Orden und einen neuen Freundschaftsorden. Am Ende wird viel gebützt, geherzt und gelacht. Ich bin einmal mehr froh, dass wir die Jugend für Corby begeistern konnten.

 

      

 

 

 

 

 

Der offizielle Karneval ist nun vorbei, aber unsere schöne Zeit noch nicht – für eine kurze Umziehpause geht es ins Hotel und dann zurück ins Grampian. Jetzt ist zwanglose Party angesagt, Nick von Corby Radio versorgt uns mit Musik, schottische Tanzdarbietungen werden gefolgt vom deutschen Kinderprinzenpaar Tanz und diversen Partytänzen. Mit einer Tombola/Raffle wird ein wenig finanzielle Unterstützung generiert und am Rand hat jeder die Möglichkeit Spaß-Fotos zu machen. Die Zeit bis zur „Last Order“ vergeht wie im Flug. Einige von uns nehmen noch eine Einladung wahr, der Rest wird ins Hotel gebracht.
Ich selber bin mit dabei noch etwas weiter zu ziehen und der privaten Einladung von Tracy und Doughi zu folgen. Schlaf technisch sicher ein Fehler, da es nun eine sehr kurze Nacht werden wird, aber für den Spaßfaktor ein großer Gewinn. Und schließlich endet dieser Tag eher früh am nächsten Morgen in unserem Hotel.

 

 

Karneval ganz anders

Freitag um 3:40 schiebe ich gesammelte Koffer Richtung Fahrstuhl, winke den Katzen ein schnelles Tschüss zu und mache mich auf den Weg nach England. Freudig überrascht sehe ich unten vor der Tür unseren Bus und die Ersten, die über die Straße kommen um mir dabei zu helfen Ornate, Fasanenfedern und Karnevalskostüme zum Bus zu schieben. Und es regnet nicht, wir alle stehen da im T-Shirt… für mich mittlerweile fester Bestandteil meines karnevalistischen Daseins, ist es doch immer wieder ein interessantes Gefühl sich im Sommer mit diesem, in Deutschland eher winterlichem Brauch auseinander zusetzen.

Schnell sind Koffer, Kleidersäcke, Getränke und Geschenke verladen und um 3:58 schließen sich die Bustüren. Eben durchzählen, keiner zuviel , keiner zuwenig im Bus und 3 Minuten später rollen wir. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so pünktlich (und so früh) losgefahren zu sein. Etliche Stunden, Kilometer, Länder, eine Fährfahrt später treffen wir uns mit unseren Freunden in Corby. Unsere Partnerstadt in Großbritannien pflegt den selben Brauch, wie wir hier in Velbert. Also zumindest dem Namen nach. Wir fahren zum Carnival ….

Das frühe Abfahren hat sich gelohnt, ohne nennenswerte Verzögerungen erreichen wir Calais. Selbst in Antwerpen hält uns kein Stau auf. Die Grenzkontrolle haben wir zügig hinter uns. Dank ‚oberlehrerhafter‘ Planung sind Papiere da, jeder Jugendliche steht bei den zugeteilten Erwachsenen, die für diese Fahrt die Verantwortung von den Erziehungsberechtigten erteilt bekommen haben, mein leicht gluckenhafter Blick hinter den Beamten ist völlig überflüssig, alle kommen in ihren Grüppchen sehr gut zurecht. Langsam gewöhne ich mich daran, dass ich nicht mehr übersetzen muss und gemeinsam amüsieren wir uns über die Fragen und Gesichter der Grenzer – was wollt ihr denn ausgerechnet in Corby? Ihr feiert da Karneval?? Auch der Ärmelkanal ist auf unserer Seite und wir genießen die Überfahrt bei ruhiger See, Sonne und genug Sitzplatz auf dem Oberdeck. Eine besonders zutrauliche Möwe begeistert ihre Zuschauer und gefühlt im Handumdrehen erreichen wir die Steilküste und Dover.

Leider wird es jetzt doch ein bisschen zäh und wir kämpfen uns im Stop and Go über die nächsten Meilen bis wir die Autobahn Richtung London erreichen. Zwischen ‚wir wollen schnell an London vorbei‘ und ‚ich muss mal, aber das Chemie-Klo ist überfordert‘ hin und her gerissen stehen wir im nächsten zähflüssigen Verkehr und passieren Dartfort Crossing und damit eines der größten Nadelöhre. Der nächste Rastplatz ist unser und alle fliegen aus dem Bus raus mit der Order zügig Pipi zu machen und zu rauchen, damit wir keine unnötige Zeit verlieren. Und wieder sind alle Zack Zack fertig und zurück im Bus sobald die vorgeschriebene Pause beendet ist. Wenn das dieses Wochenende so bleibt, habe ich tatsächlich auch Urlaub – toll!

An den erwarteten Stellen staut es immer mal wieder, aber wir fressen kontinuierlich Kilometer oder eben Miles. Trotzdem zieht sich das ganze in gefühlte endlose Länge. Aber wir kommen in Corby an, nach so vielen Jahren kenne ich den Weg und schiele nur zur Sicherheit auf die aktuelle Karte, schließlich weiß man nie ob unsere Partnerstadt genauso viele Baustellen einrichtet, wie sie zuhause zu finden sind.

Wir sind am Hotel, Hurra! Und werden von einem leuchtenden roten Spalier begrüßt. Das Corby Carnival Court ist geschlossen zu unserer Begrüßung da. 6 mal Jugend zwischen ca 11 und 19 Jahren in Sommerkleidern, mit Tiara und Schärpe sehen uns entgegen und ich kann kaum schnell genug aus dem Bus kommen um sie in die Arme zu nehmen. Immerhin fiebern wir diesem Wochende seit März entgegen.

Anders als bei uns, werden hier Wahlen abgehalten, da es immer mehr Bewerberinnen als Hoheiten gibt. Im März sind sie angetreten, haben eine Rede gehalten, gezeigt ob sie uns in die Augen sehen können und stolperfrei eine Treppe herauf und wieder herunter gehen können. Was für viele vielleicht einfach klingt, ist eine echte Herausforderung- Selbstsicherheit, klarer Blick und Ausprache zählen mehr als das gängige Schönheitsideal. Nicht für ein paar Wochen, sondern für ein ganzes Jahr werden die Queens und Princesses ihre Stadt vertreten. Hier in England gibt es nicht die eine 5. Jahreszeit, sondern in diversen Städten unterschiedlich Carnivals, zu denen man sich gegenseitig besucht und repräsentiert. Das Corby Court setzt sich dabei aus einer Queen mit zwei Prinzessinen (älter als 14) und einer Junior-Queen mit zwei Prinzessinnen (zwischen 11 und 14) zusammen. Neben den vergnüglichen Besuchen übernehmen die Mädels eine Menge Pflichten, da sie ein Jahr lang verschiedene Spendenveranstaltungen unterstützen werden. Von Einkaufstaschen packen bis zu Fallschirmsprüngen war in den Jahren, die ich diesen Brauch teile schon alles dabei. Dabei ist es Aufgabe der Queen, ihr Team zusammenzuhalten, bei Problemen zu helfen, Streit im Stillen zu schlichten und Sorge zu tragen, dass Corby stolz sein kann, wann immer dieses Court für die Stadt eintritt.

Dieses Jahr habe ich es geschafft im März bei der Wahl und Krönung dabei zu sein und die Mädchen mit ihrem Caperon in den ersten Stunden zu begleiten. Der Caperon, liebevoll auch Queen Mum genannt, ist Taxifahrer, Freundin, Lehrer, Projektplaner, Geldsammler, Seelentröster, Werbemanager, Elternbändiger und so vieles mehr. Hier in Corby ist dies Terri’s größtes Hobby – ein Ehrenamt mit viel Verantwortung, welches sie, nicht nur in meinen Augen, wunderbar wahrnimmt. Oft genug war ich Zeuge, wie ihr Rat von anderen gefragt war und ‚ihre‘ Mädchen Preise einsammeln. Die Details gehören zum nächsten Tag…

Jetzt gerade vermisse ich genau diese Seele des Corby Carnival. Zwar stehen die Mädchen nicht alleine zum Empfang bereit, aber Terri ist noch unterwegs um unsere Flieger einzusammeln. Neben den 21 Gästen im Bus haben sich 8 weitere Velberter mit dem Flieger auf den Weg gemacht – leider fehlen da Urlaubstage um die ganze Zeit dabei zu sein. In jedem Fall ist der Empfang herzlich und quirlig. Koffer werden ausgepackt, Zimmer zugewiesen und neben den Mädchen werden Dave und Graeme begrüßt. Noch während ich sortiere, Listen prüfe, Zimmerkarten austeile und alle Anwesenden versorge, kommen auch die Autos aus Birmingham an. In dieser Stunde weiß ich gar nicht ob ich noch wirklich auf dieser Welt bin – Schlafmangel mischt sich mit Freude, Sorge und einer Fülle von Liebe. Schließlich ist alles geklärt, die ersten gehen schon zum gemütlichen Teil des Abends über, ich habe Terri und Stan begrüßt und endlich auch mein eigenes Gepäck auf dem Zimmer.

Wenn wir in Velbert Karnevalisten zählen kommen wir auf eine dreistellige Zahl in verschiedensten Vereinen. Hier in Corby liegt alles das auf den Schultern einer kleinen Gruppe, die in den letzten Jahren zwischen 6 und 8 Personen geschwankt hat. Bis wir das traditionelle Fish and Chips Dinner verputzt haben, haben sich alle aktuellen Committee Mitglieder eingefunden. Außerdem amtierende und ehemalige Bürgermeister, Familienmitglieder und andere Freunde. Ein Gespräch reicher Abend nimmt seinen Lauf und Pläne werden ausgetauscht. Nach und nach leert sich das Hotel und der nebenan liegende Pub, schließlich liegt nach einem langen Tag DER Karneval vor uns. Ich bin beileibe nicht die letzte, die auf ihr Zimmer geht und müde in die Kissen sinkt. Leider tobt, wie so oft, der Sturm des Tages durch meine Gedanken. An einschlafen ist nicht zu denken. Also schnappe ich mir mein iPad und bringe zuende, was ich im Bus begonnen habe. Keine Ahnung ob ich morgen dazu komme das Erlebte weiter zu berichten, aber selbst, wenn ich auf der Rückfahrt ’nachliefer‘ gibt es noch einiges zu berichten von dieser ganz anderen Tradition, die sich dann doch so mit unserem Karneval verwoben hat, dass es immer mehr Freunde dieser gelebten Städtepartnerschaft gibt. Für unseren und den Corby Carnival, für die Verbundenheit mit Corby im Allgemeinen und vieles mehr wünsche ich mir, dass wir Schule machen und an die Jahre anknüpfen, als sich auf allen Seiten darum gerissen wurde Teil dieses Austausch zu sein.

BBSW meets Abraham

Ein wunderbarer Urlaub liegt hinter mit – ein bisschen Erholung, viel Trubel, eine Prise Abenteuer und Spannung und eine verschwenderische Fülle von Liebe, Fürsorge und Versorgt werden. Nebenbei durfte ich den, von so vielen gefürchteten 50. Geburtstag feiern… und wie ich es mir gedacht habe, es tat gar nicht weh 😉

Schon das morgendliche Briefing war toll – letztes Wochenende stand ich noch als ehemalige Opern(Chor)-Diva auf der Bühne und 6 Tage später schmettert mir die BBSW Familie einen Kanon entgegen, angeleitet von unserem Teilnehmer 1F – Benedikt – der im wahren Leben auf den Brettern der Oper zuhause ist.

Auch wenn ich mich über jeden der an diesem Tag an mich gedacht hat sehr gefreut habe, gelingt es in dem ganzen Wettbewerbsgeschehen, einem mir eine besondere Überraschung und Freude zu bereiten. Noch während unsere Teilnehmer auf den Start warten, werde ich vom Turm geholt und stehe plötzlich meinem Bruder gegenüber. Er hat sich aufs Motorrad geschwungen und ist mal vorbei gekommen. Eigentlich mag man das für normal halten, aber wir haben uns zu diesem Zeitpunkt seit geschätzt 5 Jahren nicht gesehen! Ich hätte ihn kaum erkannt, wenn ich nicht von meiner Freundin „vorgewarnt“ gewesen wäre… dankbar nehme ich zur Kenntnis, dass es mit dem Start noch eine Weile dauern wird und genieße den Plausch mit ihm. Da er selber jahrelang Teilnehmer der BBSW war, werden wir ab und an durch großes Hallo unterbrochen und kurz bevor es losgeht mit den Starts, schnappt sich Üli den Besucher und bringt ihn an den Start, damit auch die Piloten ihn begrüßen können.
Nicht allzu lange nach der Startphase muss er dann auch wieder fahren und ich wende mich wieder ganz dem Wettbewerb zu

Der Tag verläuft mit viel in den Arm nehmen, drücken und herzen. Aber auch, wie es sich gehört mit einem spannenden Segelflug-Wettbewerb. Neben der Berichterstattung im Internet (http://bbsw.moenchsheide.de) schreibe ich Starts und unterstütze den armen Auswerter Andreas, der mit gebrochenem Handgelenk etwas langsamer machen muss. Und pünktlich zum letzten freigegebenen Abflug trudeln leider auch die ersten Landemeldungen ein. Nun ersetzt mein Handy die Startlisten und ich organisiere Rückschlepps und bin dankbar für jeden der meldet „Flugzeug und Pilot okay“. Insgesamt telefoniere ich viel zu viel an diesem Tag und kann lediglich meine Mama und meinen Sohn als „Geburtstagstelefonat“ verzeichnen.

Während alle langsam zurück kommen, mit Rückschlepps oder auch per Rückholtour, ist laut unserem Meteorologen die Thermik beendet… auf dem Campingplatz laufen die Vorbereitungen für „die lange Tafel“ – meine Geburtstags-Party. Ich selber bin noch im Dienst, da wir noch einen Flieger vermissen. Langsam werden wir nervös… mindestens 60 Minuten nach Thermikende haben wir keine Landemeldung und keinen Funkkontakt zur 1F … Bernd telefoniert schließlich mit umliegenden Polizei-Dienststellen, die auf dem Kurs liegen, aber auch eine Bruchlandung ist nirgends vermeldet… Gott sei Dank!

Irgendwer meint die 1F im Funk gehört zu haben, kann es aber nicht beschwören. Endlich, fast 90 Minuten nach der letzten Landung, klingelt mein Telefon und ein argloser Benedikt meldet seine Landung im Rheintal… kurz vor dem Platz hat es an Höhe nicht mehr gereicht und er ist am Fuß unseres Hügels gelandet, in wenigen Minuten wird er bei uns sein, da ihn ein Anwohner zur Mönchsheide bringt und er sich dann selber Zurück holt… Erleichterung stellt sich ein und auch Unglaube… Wie sagt Bernd später so schön: wie kann er es wagen nach Thermik-Ende noch mit Hangflug weiterzukommen, da muss man doch verzweifeln. Benedikt hat schlicht und ergreifend mit viel Geschick, Können und vielleicht auch ein wenig Glück des Ortsfremden den Tag bis ultimo ausgenutzt, und das in einer Höhe, nein eher Tiefe, die der Funkverbindung zu uns im Wege stand. Schnell geben wir auch Entwarnung an die vorher kontaktierten Stellen und erleichtert beschließe ich, mich jetzt ganz der Tafel zu widmen und mein Handy im Turm zum wohlverdienten Laden und Ausruhen zu lassen.

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So kann ich mich ganz auf den Abend und die vielen Freunde konzentrieren. Eine bessere Party hätte ich nie planen können. Das Lagerfeuer brutzelt, die lange Tafel musste sogar geteilt werden, es gibt eine kleine Cocktail Bar dank Doris und Karin, jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und so gibt es unzählige kulinarische Erfahrungen, ich schmeiße eine Runde bzw. einige Kästen Bier und genieße Gespräche mit alten und neuen Freunden. Die Zeit vergeht wie im Flug und schließlich endet auch dieser Geburtstag  – mit der Vorfreude auf die kommenden Wettbewerbstage!

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Während ich diesen Rückblick schreibe, genieße ich zum ersten Mal eine Pause auf meinem Balkon. Zwischen Schränke einräumen, planen was noch gebraucht wird und aufräumen, was sich so an Verpackungsmüll sammelt, habe ich entschieden, dass ich eh nicht so bald fertig bin und auch mal die Füße hochlegen darf. Also stelle ich meinen neuen Relax-Stuhl – ein Geburtstagsgeschenk von PG und TW – in Position zwischen die schon anwesenden Pflanzen, blicke auf die Kräuter und essbaren Blumen, die ich von S7 bekommen habe und lasse die neuen Geräusche und ein wenig Sonne auf mich einwirken….

Die Katzen haben die neuen Pflanzen zum fressen gern

Sorry but there are many ways to Corby

For my beloved friends all over the world and specially in the UK:
It took several hours to make a descion about the language I use for my blog. As you might have noticed it is German and I’m sorry for this. I hope you understand that it’s more fun and spontanious to use my mother tounge – and the risk of mistakes is lower 😉
I hope you find good translation programs that helps you to get an idea of what I do here.

Anyway I think of you specially at the moment on our way to Corby – it’s not the shortest you can choose but a very great one!! We enjoy to visit the roots of many of your families.
At least you can enjoy the pics xxxx