Ein Meilenstein, den ich nicht missen möchte

Heute Abend singt (oder brummt) mir keiner ein Lied, ich schaue nicht mal eben noch über die Schulter unseres Meteorologen auf die Wetterkarte, sammle Geld an der Schälchen-Zentrale und muss auch nicht meinen Wecker auf unchristliche Zeiten stellen. Und was soll ich sagen, kaum bin ich zuhause, vermisse ich es schon. Für mich war es eine tolle Zeit während der DM auf der Mönchsheide.
Wenn man eine Familie hat, dann gehört es dazu, dass man sich mal fremd-schämen muss, jemanden im Affekt anblafft oder sich weit weg wünscht. Das ich eine solche Flieger-Familie habe, weiß ich schon seit Jahren oder besser Jahrzehnten zu schätzen. In den letzten 14 Tagen ist diese Familie an einigen Stellen gewachsen, an anderen weiter gefestigt worden, das ein oder andere Familien-Mitglied hat gefehlt, dafür habe ich viele nach Jahren endlich wieder gesehen. Danke an Euch alle, dass ich dazu gehöre!
Auch wenn ich seit Ewigkeiten nicht mehr selber fliege, empfinde ich mich als Teil dieser Gemeinschaft und wünsche mir, dass meine Verbindungen sich weiter intensivieren, egal ob als Rückholer, Internet-Verantwortliche oder Mädchen für (fast) alles.
Ich habe oft erlebt, dass es für viele nicht nachvollziehbar ist, was dieses Hobby ausmacht. Ich selber liebe diese Zeit, wo alle auf die Wetterkarten schauen, auf den richtigen Zeitpunkt warten, in der schließlich Schleppseile angezogen werden, ein Pilot nach dem anderen den Boden verlässt und alle ihr Möglichstes geben aus diesem Tag das Maximum heraus zu holen. Genauso bin ich dankbar für jede Landung, die heil abläuft, fieber mit wenn es um Anflüge, oder das“ wieder Höhe gewinnen“ und andere Momente geht. Und auch wenn es die nicht so rühmlichen Zeiten sind, gehören auch alternative „neutralisiert“ Momente dazu.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass die DM-Clubklasse Meisterschaft 2017 einer der schönen Meilensteine meines Lebens ist.

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Die Füße hochgelegt

Morgens hat mein Herz mal wieder entschieden eine kleine Pause einzulegen und hat einmal neu gestartet…. von meinen Ärzten habe ich die klare Anweisung nach einer solchen Attacke keine größeren Aktivitäten anzugehen und wenn möglich die Füße hochzulegen.
Das Wetter lädt dazu eine in einer schattigen Ecke zu lümmeln, die Deutsche Meisterschaft hingegen lockt mich mit schönen Motiven/netten Gesprächen und ich beteilige mich lieber wie immer in der Startaufstellung. Hier geht es eh ruhig zu und wir hängen alle im Schatten ab. Das schöne, warme Wetter hat für uns leider den Nebeneffekt, dass es länger dauert bis die Thermik einsetzt. Auf diese Weise vergehen knapp 2 Stunden bis entschieden wird, dass wir keinen Wertungstag bekommen werden – es ist neutralisiert. Folglich bleibt es ruhig und gemütlich, bis mich ein Anruf erreicht….
Meist bin ich ja am Flight Office zu finden um Bilder zu posten, T-Shirts zu verkaufen oder sonst irgendwas zu organisieren, manchmal sogar einfach faul quatschend. Aber da es hier gerade freie Dusch-Kapazitäten gibt, stehe ich gerade mit tropfenden Haaren neben der Dusche als mich mein Lieblings-Pilot fragt ob ich Lust habe eine Runde zu Fliegen.
Hat was von Puck - die StubenfliegeWas für eine Frage, klar habe ich die! Ich muss mich nicht anstrengen dabei und meine Füße habe ich dann auch hochgelegt 😉
Schnell erledige ich die letzten Aufgaben und mache mich Flugtauglich – sprich festes Schuhwerk an, Sonnenbrille auf und Notfall-Papiere in die Hosentasche. Noch ein kleines Briefing mit dem Piloten, ich denke es ist nur fair, wenn er weiß, dass mein Herz heute nicht rund läuft. Und schon sitze ich im Flugzeug.
Hurra es geht in die Luft! Endlich wieder – über ein Jahr habe ich darauf gewartet, abgesehen von der Bus-Fahrerei im Airliner.

Beim Start überwiegt die Freude und ich kann meine übliche Start-/Landeangst fast vergessen. A sitze ich neben dem Piloten meines Vertrauens und B läuft der Motor des Fliegers deutlich runder als mein eigener. Und erstaunlicherweise wird mein Herzschlag ruhiger und gleichmäßiger nachdem wir das Wäldchen hinter uns gelassen haben. Ich genieße nur noch – die Landschaft aus der Luft, die Technik um mich herum und das was man eben so liebt als Flieger. Einzig die Tatsache, das mein Headset nicht mit dem des Piloten kommuniziert trübt die Sache etwas. Wobei ich glaube es ist sein Glück, sonst hätte ich ihm womöglich Löcher in den Bauch gefragt ob all der Dinge, die mich neugierig machen. Statt dessen beschäftige ich mich jetzt mit dem, was ich schon immer am liebsten gemacht habe, der Navigation… Ich identifiziere Autobahnen, Flugplätze und Gebäude – sehe Bergheim aus der Luft, den Rhein Bogen, an dem mein Arbeitsplatz zu finden ist und schließlich am Horizont mein Zuhause – nicht nur ein bisschen spazieren fliegen – es ist als hätte ich Geburtstag!
23-08-03
Eine Runde drehen wir über dem Kopf meiner Mama (später erzählt sie, dass sie uns tatsächlich gesehen hat, weil sie auf dem Balkon war), dann geht es weiter bis Radevormwald bevor wir wieder nach Süden abbiegen. Irgendwann habe ich die Karte in die Hand gedrückt bekommen und bin nach gut 90 Minuten glücklich, dass ich es noch drauf habe. Ich wusste immer wo wir waren und was ich wo zu erwarten habe. Jetzt muss ich eigentlich nur noch mal einen Segelflug ausprobieren und dann einen Piloten mit Doppelsitzer finden 🙂
Mein Herz? Das hat tatsächlich seinen Rhythmus für den Tag wieder gefunden und ich bin rundum happy nach der Landung. Am liebsten würde ich nur noch rum hüpfen und tanzen – aber das wäre ja dann wieder anstrengend. Immerhin beweise ich auch direkt, dass ich noch in der Lage bin ein Flugzeug zu waschen, wenn es vielleicht auch etwas länger dauert als früher.
Liebe Krankenkasse, hiermit stelle ich den Antrag auf therapeutisches Füße hochlegen in mindestens 1800 Fuß Höhe

Kamera und Segelflieger

Heute ist es irgendwie besonders trubbelig hier auf dem Flugplatz – ist zumindest mein Eindruck! Neben der normalen Vorbereitung eines Wertungstages mit all seinen kleinen und großen Stolperfallen, der Optimierung diverser Abläufe, Briefing, Versorgung des Teams und einer nicht ordentlich gelaufenen Spülmaschine (sehr nett ausgedrückt) haben wir auch noch Besuch vom Fernsehen.
Also wird vieles erst besprochen und dann gemacht, manches wiederholt und etliches im Detail erklärt. Mittlerweile ist die Wettbewerbsleitung wieder komplett im Team-Zwirn, damit wir als solche zu erkennen sind und die Maske ist eh etwas, was auf dem Flugplatz völlig überbewertet wird – somit bleibt uns wenigstens die Puderdose erspart. Ich freue mich auf jeden Fall, dass es heute hoffentlich mehr zu berichten gibt als gestern und leite Euch zum weiterlesen / verfolgen auf den DM-Clubklasse Blog: http://dm2017.moenchsheide.de/2017/08/16/486/

Es kann losgehen

Ich habe fertig! Und ein bisschen bin ich es auch. Warum fällt mir eigentlich nichts intelligenteres ein, als im Urlaub das zu machen, was ich auch sonst immer tue? Am Computer sitzen und auf IT und Internet schimpfen….
Sonntag 16:10, noch knapp 3 Stunden bis zur Eröffnung und hier rotieren alle. Neben der Aufbereitung unserer Webseite springe ich überall ein, wo die Kollegen Hilfe brauchen und ersetze damit perfekt meine morgendliche Fahrrad-Runde durch duzende Wege.
Auch wenn das ausgewählte Design der Homepage immer noch nicht mein Freund ist, so habe ich doch alles halbwegs so hinbekommen, wie wir es uns vorgestellt haben. Für das Feintunning hoffe ich auf Hilfe des Blog-Schöpfers in den nächsten Tagen. Auf jeden Fall habe ich mein Gerüst für die Berichterstattung fertig und ihr könnt der Deutschen Meisterschaft folgen 🙂
http://dm2017.moenchsheide.de

Auf zur DM

Ich darf mich ja gar nicht beklagen, schließlich hatte ich gerade erst meine ureigenste Auszeit in Hamburg, aber trotzdem fühle ich mich echt Urlaubsreif – die Nachwehen vom Umzug schlagen immer noch heftigst zu, mein Herz schlägt leider immer noch Kapriolen und ansonsten tobe ich durch Projekte in der Firma und Zuhause, die gut geplant sein wollen, da sie etliche Monate Einfluss auf meine Zeit haben werden. Neben bei darf ich drei verschiedene Koffer packen (Flugplatz, Ostsee, Meeting in Belgien folgen dicht aufeinander) und den normalen Alltag meistern…
Jammern auf hohem Niveau!
Hauptsache mein Count Down läuft – noch 2 Tage und ich bin wieder bei meiner Fliegerfamilie. Etwas anders zusammen gesetzt, da es nicht zur BBSW auf die Mönchsheide geht, sondern zur deutschen Meisterschaft der Clubklasse. Aber eben Flugplatz, „mein“ Turm, viele Freunde und „mein“ Internet.
Wenn am Freitag hier zuhause alles geregelt ist, die Schlüssel übergeben und das Bett frisch bezogen für den „Sitter“, geht es los. Mit einem kleinen Umweg zwar, aber ich versuche das ganz gelassen zu nehmen und gar nicht darüber nachzudenken, das in Bonn in der Kardiologie irgendwas wagt nicht nach meinem Plan zu verlaufen. Auch wenn mir mein Herz in letzter Zeit häufig bis zum Hals klopft, kann das ja auch mal andere als die bösen biologischen Ursachen haben, oder? Vielleicht kann der ein oder andere an dieser Stelle einfach mal ein „Daumen drücken“ einwerfen 😉
Am Wochenende wird es noch etwas ruhiger sein, ich kann meinen DM-Blog übernehmen und schon angereiste Teilnehmer können die Gegend erkunden um zum Wettbewerb mit dem Gelände vertraut zu sein. Nur das Wetter muss natürlich stimmen, aber ich vertraue da ganz auf die Anti-Regentänze. Falls die richtig gut wirken, es viel geflogen wird und ich nicht dazu komme, den offiziellen Blog und meinen eigenen mit Leben zu füllen, dann kann man bald hier mehr/weiter lesen:
http://dm2017.moenchsheide.de/

 

BBSW meets Abraham

Ein wunderbarer Urlaub liegt hinter mit – ein bisschen Erholung, viel Trubel, eine Prise Abenteuer und Spannung und eine verschwenderische Fülle von Liebe, Fürsorge und Versorgt werden. Nebenbei durfte ich den, von so vielen gefürchteten 50. Geburtstag feiern… und wie ich es mir gedacht habe, es tat gar nicht weh 😉

Schon das morgendliche Briefing war toll – letztes Wochenende stand ich noch als ehemalige Opern(Chor)-Diva auf der Bühne und 6 Tage später schmettert mir die BBSW Familie einen Kanon entgegen, angeleitet von unserem Teilnehmer 1F – Benedikt – der im wahren Leben auf den Brettern der Oper zuhause ist.

Auch wenn ich mich über jeden der an diesem Tag an mich gedacht hat sehr gefreut habe, gelingt es in dem ganzen Wettbewerbsgeschehen, einem mir eine besondere Überraschung und Freude zu bereiten. Noch während unsere Teilnehmer auf den Start warten, werde ich vom Turm geholt und stehe plötzlich meinem Bruder gegenüber. Er hat sich aufs Motorrad geschwungen und ist mal vorbei gekommen. Eigentlich mag man das für normal halten, aber wir haben uns zu diesem Zeitpunkt seit geschätzt 5 Jahren nicht gesehen! Ich hätte ihn kaum erkannt, wenn ich nicht von meiner Freundin „vorgewarnt“ gewesen wäre… dankbar nehme ich zur Kenntnis, dass es mit dem Start noch eine Weile dauern wird und genieße den Plausch mit ihm. Da er selber jahrelang Teilnehmer der BBSW war, werden wir ab und an durch großes Hallo unterbrochen und kurz bevor es losgeht mit den Starts, schnappt sich Üli den Besucher und bringt ihn an den Start, damit auch die Piloten ihn begrüßen können.
Nicht allzu lange nach der Startphase muss er dann auch wieder fahren und ich wende mich wieder ganz dem Wettbewerb zu

Der Tag verläuft mit viel in den Arm nehmen, drücken und herzen. Aber auch, wie es sich gehört mit einem spannenden Segelflug-Wettbewerb. Neben der Berichterstattung im Internet (http://bbsw.moenchsheide.de) schreibe ich Starts und unterstütze den armen Auswerter Andreas, der mit gebrochenem Handgelenk etwas langsamer machen muss. Und pünktlich zum letzten freigegebenen Abflug trudeln leider auch die ersten Landemeldungen ein. Nun ersetzt mein Handy die Startlisten und ich organisiere Rückschlepps und bin dankbar für jeden der meldet „Flugzeug und Pilot okay“. Insgesamt telefoniere ich viel zu viel an diesem Tag und kann lediglich meine Mama und meinen Sohn als „Geburtstagstelefonat“ verzeichnen.

Während alle langsam zurück kommen, mit Rückschlepps oder auch per Rückholtour, ist laut unserem Meteorologen die Thermik beendet… auf dem Campingplatz laufen die Vorbereitungen für „die lange Tafel“ – meine Geburtstags-Party. Ich selber bin noch im Dienst, da wir noch einen Flieger vermissen. Langsam werden wir nervös… mindestens 60 Minuten nach Thermikende haben wir keine Landemeldung und keinen Funkkontakt zur 1F … Bernd telefoniert schließlich mit umliegenden Polizei-Dienststellen, die auf dem Kurs liegen, aber auch eine Bruchlandung ist nirgends vermeldet… Gott sei Dank!

Irgendwer meint die 1F im Funk gehört zu haben, kann es aber nicht beschwören. Endlich, fast 90 Minuten nach der letzten Landung, klingelt mein Telefon und ein argloser Benedikt meldet seine Landung im Rheintal… kurz vor dem Platz hat es an Höhe nicht mehr gereicht und er ist am Fuß unseres Hügels gelandet, in wenigen Minuten wird er bei uns sein, da ihn ein Anwohner zur Mönchsheide bringt und er sich dann selber Zurück holt… Erleichterung stellt sich ein und auch Unglaube… Wie sagt Bernd später so schön: wie kann er es wagen nach Thermik-Ende noch mit Hangflug weiterzukommen, da muss man doch verzweifeln. Benedikt hat schlicht und ergreifend mit viel Geschick, Können und vielleicht auch ein wenig Glück des Ortsfremden den Tag bis ultimo ausgenutzt, und das in einer Höhe, nein eher Tiefe, die der Funkverbindung zu uns im Wege stand. Schnell geben wir auch Entwarnung an die vorher kontaktierten Stellen und erleichtert beschließe ich, mich jetzt ganz der Tafel zu widmen und mein Handy im Turm zum wohlverdienten Laden und Ausruhen zu lassen.

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So kann ich mich ganz auf den Abend und die vielen Freunde konzentrieren. Eine bessere Party hätte ich nie planen können. Das Lagerfeuer brutzelt, die lange Tafel musste sogar geteilt werden, es gibt eine kleine Cocktail Bar dank Doris und Karin, jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und so gibt es unzählige kulinarische Erfahrungen, ich schmeiße eine Runde bzw. einige Kästen Bier und genieße Gespräche mit alten und neuen Freunden. Die Zeit vergeht wie im Flug und schließlich endet auch dieser Geburtstag  – mit der Vorfreude auf die kommenden Wettbewerbstage!

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Während ich diesen Rückblick schreibe, genieße ich zum ersten Mal eine Pause auf meinem Balkon. Zwischen Schränke einräumen, planen was noch gebraucht wird und aufräumen, was sich so an Verpackungsmüll sammelt, habe ich entschieden, dass ich eh nicht so bald fertig bin und auch mal die Füße hochlegen darf. Also stelle ich meinen neuen Relax-Stuhl – ein Geburtstagsgeschenk von PG und TW – in Position zwischen die schon anwesenden Pflanzen, blicke auf die Kräuter und essbaren Blumen, die ich von S7 bekommen habe und lasse die neuen Geräusche und ein wenig Sonne auf mich einwirken….

Die Katzen haben die neuen Pflanzen zum fressen gern

Ein Ereignis kommt selten allein

Wie so oft passieren arbeitsintensive Dinge immer dann, wenn es am wenigsten passt. Also läuft die Zeit weg, man ist unzufrieden mit der Leistung oder kommt einfach nicht dazu etwas zu genießen…. Geschweige denn, den guten Vorsätzen zu folgen.

Ich hatte ganz fest im Plan in diesem Jahr nicht nur ein Wochenende auf der Bühne zu stehen, sondern auch über Proben, Aufbau und Spiel-Wochenende hier zu berichten. Nun ist es schon wieder vorbei und kein Wort ist erschienen. Vielleicht schaffe ich es wenigstens einen kleinen Rückblick zu schreiben und Euch so an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen.

Was kam dazwischen? Ein sehr arbeitsreicher Umzug, der völlig ungeplant die letzten Wochen meine Aufmerksamkeit und Kraft gekostet hat. Aber das Gröbste ist geschafft, getreu meinem Motto: Es passiert nichts weil Du es „verdient“ hast, sondern weil geprüft wirst, ob Du es schaffst! Ein kleiner Unterschied in der Sichtweise, der ganz wichtig ist um nicht zu verzweifeln. Noch warten unzählige Kisten auf mich zuhause, fehlen Schränke, in die ich einräumen kann und müssen Keller, Garage und Garten „bewegt“ werden, aber ich kann arbeiten, schlafen, kochen und zumindest halbwegs bequem duschen 😉

Statt Urlaubs-Vorfreude gab es also viele kleine Baustellen die bearbeitet werden sollten. Aber auch ohne diese bin ich jetzt auf der Mönchsheide angekommen. Die 31. BBSW beginnt heute und ich finde ein wenig Zeit um zu mir zu kommen.
Ich freue mich darauf meine Fliegerfamilie zu genießen, meine Berichte ins Netz zu stellen (http://bbsw.moenchsheide.de/) und vielleicht auch ein kleines bisschen hier nachzuholen

On Air 

Nun sind wir unterwegs…. 

Diese Reise beinhaltet eine Menge „Ertses Mal“, und ist sicher nicht nur wegen des paradiesischen Zieles eine der Superlativen 🙂

Es beginnt mit dem A380, da hat man ja schon einige Erwartungen.

  • Lange Schlange beim Check In, bei soviel Passagieren ->  falsch! Wir sind ratz fatz durch mit allem und haben Zeit einen ersten Blick auf unseren Flieger zu werfen, unser Urlaubsritual zu genießen und ganz entspannt noch einige paar Schuhe zu begutachten vor dem Boarden – und nochmal falsch gedacht, die Schuhe wären für Uwe’s Schuhschrank gewesen 😉
  • Der A380 ist riesig -> ein klares Jein! Die Tragflächen sind viel kleiner als man es sich vielleicht vorstellt und überhaupt habe ich mir den Eindruck mächtiger vorgestellt. Nun muss ich aber sagen, wir haben die Kiste nur von vorne gesehen und nicht in der Länge… Außerdem wird er beim Blick auf Details größer. Das ist natürlich Quatsch, aber sobald ein Fahrzeug, Mensch oder anderes Flugzeug mit in den Blick gerät ist er eben doch groß. Ist man erstmal drin, dann ist es ein normales Flugzeug, dass jemand über dir sitzt siehst Du ja nicht… Von da wo ich jetzt aktuell sitze sieht es genauso aus, wie vor 2 Jahren im Flieger nach Barbados und das war ein xx – gerade keine Erinnerung…
  • Emirates hebt den Standard im Fliegen -> ja ich denke doch, obwohl ich gestehen muss, das ich vom Service etwas enttäuscht bin… Wir haben recht viel Platz in unserer Dreier-Reihe, das Entertainment ist reichhaltig und der Monitor angenehm groß. Mega finde ich die drei Kameras mit denen wir den Flug sehen können. Uwe schaut über den Rumpf, ich wähle bis zum Abheben die Cockpit Aussicht und dann die Kamera unterm Bauch…. Das ist echt klasse nur leider beim Anflug auf Dubai nutzlos, da es zu dunkel sein wird. Das Essen ist super, nur mit den Getränken finde ich hapert es… Da,muss ich wirklich sagen, ist ordentlich Luft nach oben. Und damit meine ich jetzt nicht, dass es wenig Auswahl gibt, es wird zu selten angeboten! Das kenne ich bisher besser!
  • Online in der Luft (ohne exorbitante Tarife) -> ausbaufähig! Ja ich habe eine Message mit Mama geteilt und Uwe hat was auf FB gepostet, mein Sitznachbar fleißig gewhat’s appt (ich liebe diese Unworte), aber das war es auch… Irgendwie hat immer jemand das Internet geklaut 😂 ich sehe den Werbeslogan  vor mir „eben einen Beitrag im Blog Posten- kein Problem“ – tja…. Geschrieben ist er gleich (noch 30 Minuten bis zur Landung sagt das Bordsystem), aber die Verbindung zum Blog muss ich dann am Boden finden…

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Nacht und freue mich auf die Fortsetzung, die ungeplant schnell folgt:

Es gibt allerdings Superlativen, auf die man gerne verzichtet. Nachdem wir schneller als gedacht im Luftraum von Dubai waren, hat es leider einen Stau gegeben…. Also wurden wir geparkt – und geparkt – und …. so lange, bis wir nicht mehr sehr viel Reserve im Tank hatten… Leider scheint das aber nicht nur uns so zu gehen -> meine Logik sagt mir, dass wir ja hohe Priorität zum Landen haben und wir unverzüglich runter geholt werden … Aber nein, statt dessen stehen wir jetzt auf dem Startfeld von DWC – Dubai am anderen Ende – und warten auf unseren Tankwagen. Und wie es scheint nicht nur wir: Vor einer knappen Stunde hieß es, wir würden in 20 Minuten wieder in der Luft sein… Von DWC nach DXB quasi einmal die 45 km über Dubai drüber hüpfen.

Nun ja, man kann sich ja auch ganz klasse die Beine im Flugzeug-Gang vertreten und mal ehrlich, shoppen in Dubai am Flughafen wird doch sicher überbewertet. Mal sehen, was von unseren 4,5 Stunden Aufenthalt am Ende übrig ist… Hoffentlich genug damit wir unseren Anschluss bekommen 😳 sonst haben wir am Ende deutlich mehr Zeit als uns lieb ist

Hm… Also 2 Stunden später sind wir wieder in der Luft… Ganz ehrlich? Das ist total irre. Wir sind ja quasi mit dem A380 in der Platzrunde ausengelandet! Und wer ist schon Mal Kurzstrecke mit dem Bomber geflogen? Unser Steigflug endet bevor er begonnen hat bei 4065 Fuß 😳 wir haben die Reisehöhe erreicht und verlassen Sie 5 Minuten später schon wieder.

Wenn wir jetzt zügig landen haben wir eine Chance unseren Anschluss zu bekommen. Ob unser Gepäck das auch schaffen kann werden wir sehen. Die Kollegen quer in der Reihe vor uns haben es da schon schlechter, der Flug geht in 30 Minuten. Prepared for landing – schnell ausmachen