Ostsee mit Eis

Winter ist ja nicht immer der Blues – heute habe ich eine meiner liebsten Winter-Erinnerungen hervor gekramt.
2011 war ich im Januar/Februar zur Reha in Damp und habe es so sehr genossen, dass ich eigentlich jetzt gerne wieder da wäre. Aber leider hat die Defi-OP alles verzögert und ich muss mit dem Antrag warten, bis ich wieder in der Lage bin ein optimales Ergebnis zu erzielen. Damit verpasse ich diese Zeit der Ruhe, des beißend-belebenden Wind und der langen einsamen Spaziergänge.

Die Ostsee im Winter hat ihren eigenen Zauber und in Anlehnung an den heute frisch gefallenen Schnee hier mal ein paar Eindrück dieses Eiszaubers 2011

 

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Winterblues ade?

Zurück in ein vitales, fittes Leben!

Das ist mein größter Vorsatz für dieses Jahr… noch lässt es sich sehr langsam an. Die Operation Ende November hallt immer noch nach – mein Herz überschlägt sich viel zu oft, ich fühle mich permanent wie in der Startphase einer Erkältung und wenn ich es mal vor die Tür schaffe kommt viel zu schnell die Erschöpfung und das Gefühl, mein Kreislauf fühlt sich im Keller am wohlsten.

Es gibt doch soviel Tipps auf dieser Welt, die einem helfen besser zu schlafen, mehr Energie zu tanken und generell gesünder zu Leben… was sind Eure Rezepte?

Seit einer Woche fahre ich wieder 5x die Woche Rad – zugegeben mit dem Heimtrainer am Schreibtisch, aber es ist Bewegung drin und ich kämpfe mich von 20 Minuten zurück auf eine Stunde…

Wochenende Ration Smoothies - Heidelbeere und Banane als Abend Drink, mit Grünkohl und Avocado aufgefüllt für den Start in den Tag

Smoothie Vorrat

Ich nutze Lavendel Duft, Baldrian und Kräutertees um regelmäßig vor ein Uhr Nachts einzuschlafen (noch ist das aber Zukunftsmusik)

Fastfood war noch nie großgeschrieben auf meiner Speisekarte, ich bemühe mich lieber mit gesunden Gewürzen und frischen Zutaten zu kochen. Seit ich meine Smoothies selber mache, gibt es auch keine Reste an Obst und Gemüse mehr – mein Bauch dankt es – selbst mein Kindheitstrauma „Grünkohl“ findet so Zugang auf meine Speisekarte…

Das mit dem Naschen… ganz abgewöhnen kann und möchte ich es mir nicht… eine Handvoll Weingummi, Lakritz oder mal ein Keks, das muss doch drin sein… dafür habe ich auch mein selbstgemachtes , ungezuckertes Trockenobst, Trockengemüse oder ungesalzene Nüsse…

Und ich lese natürlich auch die ganzen tollen Artikel in den unzähligen Frauenzeitschriften, aber jetzt mal ehrlich – die meisten verlangen einen Zeiteinsatz, den ich mit Job einfach nicht leisten kann… selbst wenn ich noch gesund wäre…

Also was macht ihr gegen den Winterblues oder andere Downs? Ich würde mich riesig über Tipps und Ideen freuen…. Kommentare sehr willkommen 💕

Traditionen

Vorsätze werden zu Beginn eines Jahres gefasst und manchmal am Ende auch überprüft… das ich mich an meinen Vorsatz für 2018 recht regelmäßig gehalten habe, sieht man an meinem Blog leider nicht 😦
Viel schreiben wollte ich, aufschreiben in meinem Kalender, in guten Geschichten… aber tatsächlich war es sehr still hier im Blog, mehr als 10 angefangene Beiträge liegen hier im Backend und mindestens doppelt soviel habe ich verworfen. Aber ich habe es geschrieben! Was ist also schief gelaufen?
Ganz einfach- ich! Meist fand ich den Tenor zu düster, das Thema zu persönlich für jemandem aus meinem Umfeld, den Feinschliff unmöglich, den Zeitpunkt verkehrt….

Es ist mal wieder Sylvester, Nebel wabbelt um die Türme von Velbert und es ist zum im Bett bleiben. Eine meiner häufigsten Beschäftigungen in diesem Monat. Aber nicht heute, heute ist Raclette- und Spieleabend, gemütlich und familiär. Vielleicht ein bisschen mehr Jahreswechsel Gefühl als Weihnachtsgefühl wäre toll… damit wäre ich zurück bei den Vorsätzen – ich möchte es wiederfinden !
2019 möchte ich Leichtigkeit für die Reiseberichte und meine Ordnung wiederfinden. Ich glaube damit kann ich auch die Freude an soviel Dingen beleben.

2018 war ein aufregendes Jahr und ich habe viel Spaß gehabt! Aber irgendwie im Nebel des Neusortieren. Es gab so viele Bräuche und Rituale in meinem Leben, von denen ich gar nichts wusste. Erst seit sie nicht mehr funktionieren machen sie sich bemerkbar. Klar der Familien-Weihnachtsbrauch oder die Sylvestertradition stechen hervor, aber neben diesen war mein ganzer Alltag voll mit geliebten kleinen Standards die mit meiner Mama verschwunden sind. Auf der Suche nach einem neuen Gerüst stolpert man über so viele Fragen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, dass es sehr verwirrend und frustrierend werden kann, und das hat mein 2018 wohl sehr geprägt.

Einen Brauch werde ich aber mit Sicherheit auch in diesem Jahr fortführen! Seit ich 16 Jahre alt bin, hasse ich die Knallerei! Im Ursprung ist dies zwei Beinah-Katastrophen geschuldet, die sich in den ersten 4 Jahren ereignet haben, in denen ich das häusliche Nest zum Feiern verlassen habe. Also gab es bei mir nie diesen immer größer werdenden Hype nach „lauter, heftiger und Hauptsache mehr als der Nachbar“. Als mein Sohn im entsprechenden Alter wat, war ein Päckchen Kinderknallfrösche das höchste der Gefühle. Statt ein Vermögen für Böller-Batterien und Glitzerraketen auszugeben, die dann meist im Nebel verschwinden, habe ich mir einen Spenden-Zweck ausgeguckt. In diesem Jahr geht mein Beitrag an One Earth – One Ocean

Vielleicht sollten wir alle unser Verhalten runterfahren! Meine Katzen, sowie Millionen andere Tiere würden uns danken. Über den positiven Effekt, wenn jeder nur die Hälfte der Ausgaben spenden würde, muss ich wohl nicht viele Worte verlieren.
Und wenn unsere Städte dann noch die gesparten Gelder für Straßenreinigung und Feuerwehreinsätze in ein paar kontrollierte, kleine Stadtteil-Feuerwerke investieren würden, wäre sogar eine schöne, neue Tradition geschaffen, die unsere Nachbarschaften stärken kann…

Vernebelt

Schlimmer geht immer„. Einer der Sprüche, die ich gerne bemühe, wenn es ans Jammern geht. Egal ob jemand mit mir mitfühlt oder sich selber bedauert, weil es ja „ach so schlecht steht“ um ihn/uns (hier in Deutschland? In dieser Zeit?…)
Vielleicht muss ich da mal ein riesen großes Schild dran machen, welches dem Universum mitteilt „das heißt nicht ich möchte noch eine Schippe mehr“ … obwohl Stopp, Verneinung versteht’s Universum ja nicht. Nun vielleicht fällt mir die passende Formulierung ein – oder habt ihr eine Idee?

2018-10-storchschnabel

Detail Liebe

Die letzten Monate waren eigentlich Gute – ab und an ein bisschen Schwindel, mal ein wenig Herz rasen, leichte Sehstörungen ab und an…. und die üblichen Knackpunkt unseres Alters. Ja okay die etwas ausgeprägt lästigen Schlafstörungen darf ich nicht vergessen… Für Ende November steht der Austausch meines ICD an. Also alles klar – eigentlich.
Hätte so schön sein können, aber dann kommt es doch wieder anders. Meine Sehstörungen verschärfen sich – wir können mittlerweile meine Medikamente als Ursache ausschließen – und ich fange doch mal an, mir Sorgen zu machen. Dafür für sind nicht nur die Nebelschleier, die sich vor die Bilder meines linken Auges schieben, sondern auch die stechenden Schmerzen rund um dieses, so wie der Gedanken tötende Brumm-Schädel verantwortlich. In kurzer Zeit verliere ich die Fähigkeit Menschen auf der Straße zu erkennen, irgendwann fliegen bei mir immer 2 Flugzeuge vorbei, wo andere eines sehen. Ich ziehe mich zurück in meine Wohnung, sperre die heiß geliebte Sonne aus, weil ich merke in der Dämmerung geht es besser mit dem Gucken. Ich werde unhöflich und laufe egal wo mit Sonnenbrille rum. Noch klappt es mit dem nah-sehen wunderbar, dann allerdings wird das logische Denken schwierig, mein Kopf nebelt einfach zu und ich muss auch im Büro das Handtuch schmeißen.

Seit Mittwoch schließlich bin ich in der Uniklinik Bonn und bete, dass sich eine Ursache

2018-10-lampenputzer

Detail Liebe

findet. Im Idealfall auch noch eine, die behandelbar ist und womöglich sogar heilbar. Mein Auge selber scheint es nicht zu sein und die Sarkoidose hat keine Anzeichen gesendet, dass sie die Finger im Spiel hat. Im Ausschlußverfahren hoffen wir eine Lösung zu finden. Dienstag ist ein Kardiologe da, der nach 8 Jahren endlich das Kontroll-MRT überwachen wird – aber ob ich möchte, dass die ominösen Schatten, die man damals gesehen hat, mehr geworden und die Ursache sind?
Diverse andere Untersuchungen stehen an und mir bleibt nichts als abzuwarten, mir einige meiner Mitpatienten anzusehen und mal wieder daran zu denken, wie gut es mir doch geht.

In diesem Sinne, liebes Universum „Besser geht auch und bitte mit der Fähigkeit, dass klar und scharf zu erkennen“

Entschleunigen in Puerto del Carmen

Was für ein Hallo! Um 8:30 mischen vier verrückte Ladies die Anlage auf. Aber die anderen Gäste nehmen unsere Wiedersehen Freude gelassen. Schnell sind die Betten und Schränke zugeordnet, die Anlage inspiziert und die ersten Dinge ausgepackt. Jetzt heißt es umziehen und den Hunger stillen, der uns alle erfasst hat.

Gemeinsam gehen wir zur Promenade, halten einen kleinen Quatsch mit dem Werber des Fischrestaurants auf halbem Weg und schlendern von Bar zu Restaurant zu Bar… Priorität für heute ist zwar satt werden, aber eigentlich auch auf spanische Art. Der freundlich Engländer hat keine Chance uns sein Angebot zu verkaufen. Aber er landet auf der List „Frühstück möglich“.

Auf eine schöne Woche

Wir schlagen das „Las Vegas“ aus, ignorieren den verlockenden Inder, ziehen Terri fort vom Japaner und landen bei einem eher unscheinbaren Spanier. Auf leicht erhöhtem Niveau erhaschen wir sogar einen Blick auf das Meer, welches sich auf diesem Abschnitt meist hinter der Bebauung versteckt. Die Karte bietet allerlei Köstlichkeiten und neben Tapas, Fisch und Fleisch auch Pizza und Pasta. Hier sollte also jeder etwas finden. Ausgehungert stürzen wir uns auf ein paar geteilte Tapas und für ein Foto der Köstlichkeiten reagiere ich zu spät. Alle 5 Schälchen sind ratzeputz leer. Fleischbällchen in Tomatensoße, Gambas in Knoblauch Öl, Chorizo in Weinsosse, Fischkroketten und Knoblauchbrot mit Käse versprechen einen gigantisch leckeren Hauptgang. Nur das Entscheiden fällt schwer. Terri und ich werden teilen, so gibt es s mehr zum probieren – die Paella ist perfekt, die Muscheln in Marinade köstlich und auch die Canary Potatos sind lecker. Die typischen Soßen dazu begeistern mich, Eves Geschmack treffen sie nicht ganz, aber ihr Tunfisch-Steak überzeugt voll und ganz. Auch Clare’s Salat des Hauses (Meeresfrüchte und frischer Fisch) ist nicht nur umfangreich, sondern lecker.

Köstlicher Hauptgang

Satt und zufrieden genießen wir das Abendleben um uns und beruhigen unseren bald platzenden Magen mit einem Carajillo (1 geteilt durch 3 reicht völlig). Ein köstlicher und preislich überzeugender Auftakt bei El Drago, den ich wärmstens empfehlen kann. Zurück im Club Maritima genehmigen wir uns noch einen Absacker und ein ausgedehntes Schwätzchen.

Blick auf den Hafen und Markt

Unser Frühstück ist durch und durch Englisch, wir halten unsere Zusage ein und gehen zu Shauna’s Bar. Hier bekommen wir auch ein paar Tips zur Tagesplanung. Der Begrüßungstreff im Club bereichert unser Wissen es steht fest, wir werden keine Langeweile haben. Ein Taxi bringt uns im Anschluss zum Hafen ganz im Süden des Orts. Hier ist heute Markt und wir stöbern ein wenig. Leider ist alles sehr auf Tourismus ausgerichtet und ich schaue umsonst nach typischen Marktständen mit Gewürzen oder anderen Köstlichkeiten. Immerhin entdecke ich eine kleine Lederwerkstatt, in der typische dreibeinige Hocker geschlagen werden (zu groß für mein Gepäck) und finde einen Verkäufer für die Keramik-Kacheln, die hier überall zur Beschriftung eingesetzt werden. In Ermanglung einer eigenen Finca die ausgeschildert werden muss, entscheide ich mich meinen ersten Magneten dieser Kunst zu widmen. Überflüssig zu erwähnen, dass wir jetzt alle Schuhe im Partnerlook haben 😂

Blick auf die Bucht

Kulinarische Meile oberhalb des HafensLangsam erklimmen wir die Klippe im Norden und quälen Terri mit schwierigem Gelände, aber der Blick unterwegs und oben ist es wert und wir genießen (etwas überteuert) einen Cocktail mit Aussicht (Restaurant Puerto Bahia). Die uns umgebenden Fischrestaurants bieten eine verlockende Fülle an Gerichten, für die gerade der fangfrische Fisch angeliefert wird. Ich hoffe hierher führt es uns noch einmal mit leerem Magen! Ein bisschen schlendern wir noch, dann reicht es für heute und ein Taxi bringt uns zurück.

Cocktails mit Aussicht

On the road

Pool time und Sonnenbaden runden unseren ersten Tag ab und wir entscheiden uns heute hier zu essen. Steaks für die Corby Ladies und Fisch für mich. Leider beschert mir die Happy Hour am späten Nachmittag nicht nur einen köstlichen Pastis, sondern auch einen heftigen Herzstolperer, so dass ich mich unmittelbar nach dem Essen verabschiede und 12 Stunden Schlaf an diesen Tag Anhänge….

Pool Time

Happy Hour

So lässt es sich leben

Angekommen auf Lanzarote

Düsseldorf – Madrid – Arrecife -> unmöglich einen direkten Flug zu bekommen, es sei denn ich fahre nach Weeze. Schlussendlich entscheide ich mich für Iberia und den Zwischenstopp. Und mit Koffer ist Ryanair auch nicht günstiger. Die Sitzreihen-Aufteilung im Iberia Flieger dagegen auch nicht bequemer.

Der kleine, eigentlich vielleicht niedliche Hund in der Transport-Box, der vor Nervosität mehr sabbert als in sein Fell passt, macht es leider auch nicht besser. Ob der durchdringende Geruch von ihm oder seinem Herrchen (mit der Box auf dem Schoß) neben mir kommt, wage ich nicht zu ergründen. Immerhin kläfft er mich nur bei der Landung an. Ich bin einfach nur dankbar, als ich nach 2 Stunden dem Flieger entrinne! Irgendwie kann es mich nicht mal mehr aufregen, dass mein Koffer auf einer Seite aufklafft. Kein guter Start!

Glücklicherweise endet hier die holperige Geschichte und Urlaubsstimmung macht sich breit. Terri hat meinen Shuttle nach Puerto del Carmen perfekt vorbereitet- ein Minibus (First minute travel) bringt mich zu unsere Appartement Anlage (Club Maritima), ich kann sofort Einchecken und bin ehrlich gesagt sehr positiv überrascht vom gesamten Umfeld. Der gefürchtete Pferdefuß beim Tombola Gewinn zeigt sich nicht! Unser Appartement bietet ausreichend Platz, eine gut ausgestattete Küche, viel Stauraum und eine wunderbare Terrasse. Das ich quasi englisches Territorium betrete war klar und irgendwie habe ich das Gefühl, die englische Managerin freut sich über die deutsche Exotin.

Mein eigener Durst weckt meine Einkauf-Lust und ich mache mich auf zur ersten Erkundung, damit ich kalte Getränke anbieten kann, wenn die 3 Corby-Girls kommen. Gerade mal 7 Minuten brauche ich zur Strandpromenade (mit einmal falsch abbiegen). Geschäft wechselt mit Bar oder Restaurant, Minigolf, Casino…. nach gut 500 Metern von 7 km Avenue de las Playas weiß ich, dass wir in jede Himmelsrichtung essen können (Japanisch, Indisch, Italienisch, Mexikanisch …), ich verliebe mich in eine kurze Hose und ein Strand-Outfit, finde den günstigsten Tax free Shop für Zigaretten und Alkohol, werfe einen Blick auf kleine Sandbuchten, stolper über Apotheken und gefühlt 1000 Souvenir-Shops. Der kleine Selbstversorger-Supermarkt liegt gerade mal 3 Minuten entfernt vom Appartement.

Der gesamte Ort ist zwar rein touristisch angelegt, aber es finden sich nur weiße, maximal 2 geschossige Häuser mit den traditionellen grünen Fenstern. Die Ficus Bäume am Straßenrand sind unglaublich, die Bougainvillea blühen in allen Farben. Am Horizont zeigen sich die für Lanzarote typischen kargen Berge. Und ich weiß nicht, wie oft ich mir an den Straßenecken wünsche unsere Namensschilder mögen nur halb so nett aussehen… noch eine Stunde verbringe ich alleine an der Pool-Bar, bevor eine wunderbare Girlswoche beginnt.

Girls Tour English style

Wieder unterwegs – dabei habe ich noch einige Beiträge aus dem Sommerurlaub hier liegen, zu denen ich noch Bilder sortieren möchte und ein wenig am Feinschliff arbeiten. Nun das muss jetzt warten. Heute mache ich mich auf den Weg nach Lanzarote.

Für mich nicht nur eine unbekannte Insel, sondern auch eine ganz neue Art Urlaub zu machen. Auf der Insel treffe ich Terri, Clare und Eve: ein Mädels-Urlaub auf Englisch. Eine Woche mit meiner Freundin und ihren Pavitt Girls: ohne Karneval, ohne Pflichten und Aussicht auf viel Ruhe und Erholung! Keinen Plan, keine Ahnung wo oder wie genau wir wohnen, ein Appartement in Puerto del Carmen, mehr weiß ich nicht. Die Bilder im Netz sehen gut aus und der Reiseführer verspricht eine ganz besondere Welt. Ich bin gespannt!

Noch sitze ich in Düsseldorf und warte auf meinen Flug – einmal Umsteigen in Madrid und dann heute Mittag auf den Kanaren. Pause vom Alltag, die Katzen gut versorgt und Aussicht auf lange Gespräche – herrlich!

Auch wenn ich nicht die Absicht habe weite Wanderungen zu unternehmen, möchte ich doch die Worte des Jakobweg Wanderers nutzen: Ich bin dann mal weg !

Angriff auf mein Karma

An manchen Tagen bin ich so sehr im falschen Film, dass es in wenige Worte passt. Da braucht es keine vielen Worte oder besondere Geschichten. Der Tag ist einfach gefüllt von einer Abfolge von Dingen, die Alarmsignale sind….

Vielleicht kennt ihr das, weil es mir echt schwerfällt es zu beschreiben: Ich stehe vor der Tür und mein bestelltest Taxi kommt nicht, der dringend benötigte Kaffee fällt aus, da die Kaffeemaschine beschließt kaputt zu gehen, jemand wartet dringend auf Daten und mein Rechner läuft heiß und streikt bevor ich ein Ergebnis habe….

An solchen Tagen wartest du förmlich auf das nächste Unglück. Seit Wochen, nein eigentlich Monaten habe ich diese Abfolgen. Dabei bin ich eh schon so müde und energielos. Nur selten nimmt der Tag unerwartet eine positive Wende.

Aus all diesen Gründen habe ich etliche Blog Beiträge begonnen und dann wegen der Mutlosigkeit gelöscht. Aber es hilft ja nichts, irgendwann muss es doch aufhören und ich aus meinem Loch wieder heraus krabbeln.

Und wer weiß, vielleicht ist es heute so weit – wenige Tage vor dem Sommerurlaub hoffe ich auf Besserung!

Gestern ist Jo bei mir eingezogen… meine Katzen können ihn (noch) nicht leiden… schließlich ist Jo heute 2 Stunden durch die Wohnung geflitzt- für sie ohne ersichtlichen Sinn. Für mich war es belebend zuzusehen. Jo ist mein neuer Hausfreund und übernimmt ab sofort die Bodenpflege. Und hat schon damit angefangen mich umzuerziehen. Was kann in meiner Wohnung noch vom Boden an die Wand, wo kann ich klarere Linien schaffen. Was sollte ich noch entsorgen. Immerhin kam er zusammen Peter, der mir zur Hilfe dabei geht, all die größeren Gegenstände zum entsorgen Richtung Auto zu transportieren. Oder meine größeren Einkäufe in die Wohnung. Ohne Lärm, ohne Schleppen und ohne Angst, dass etwas runter fällt. Jetzt fehlt nur noch ein stabiler Kreislauf und ich kann endlich weiter an einer aufgeräumten und liebenswerten Wohnung arbeiten. Vielleicht wendet sich dann ja auch das Karma zu einer Abfolge schöner Geschichten.

Es gibt Hoffnung: Wenn es nächste Woche nach Corby, London und Cornwall geht, ist eine solide Basis für schöne Berichte geben.

Jo bei der Arbeit (Peter, der Bollerwagen, steht nach der ersten Führe in der Garage)

in meiner Haut

Grundsätzlich wünsche ich niemandem etwa schlechtes! Und wenn ich mir gerade wünsche, dass eine Handvoll Mitarbeiter meiner Krankenkasse, sowie der ein oder andere medizinisch tätige Velberter mal für 3-4 Monate in meiner Haut stecken mögen, so ist dass zumindest in deren Augen ja auch nichts schlechtes. Aber mein Gewissen verbietet es mir trotzdem. Und zu deren Glück Geht es ja auch gar nicht.

Ein Erkrankung taugt nie etwas. Mehrere auf einmal schon gar nicht! Wenn dann noch eine dazwischen ist, die kaum einer kennt,wird es kompliziert und man verschwendet Stunden darauf irgendjemandem klar zu machen, wie es ist….
Eigentlich möchte ich doch nur dafür sorgen, dass ich meine restliche Arbeitsfähigkeit nicht verliere! Warum es jetzt plötzlich wieder Schwierigkeiten gibt, verstehe ich selber nicht so genau, aber irgendwas hat sich im Hintergrund geändert und ich soll plötzlich ohne Physiotherapie klar kommen. Also der Arzt meint, das Abrechnungssystem muss geändert werden, die Krankenkasse lehnt das ab – ich gehöre nicht in eines der Standardschemata, die es dafür gibt.
Nicht wirklich überraschend! Ich gehöre in die Schiene „außerhalb des Regelfalls“ – bis hierhin kann ich das nachvollziehen.

Heute stehe ich also bei meinem Arzt und bitte um ein entsprechendes Rezept.. umsonst! Der Arzthelferin sagt, ihr sind die Hände gebunden wegen der Krankenkasse, die Krankenkasse bestätigt mir ein weiteres Mal am Telefon, dass der Arzt dieses Rezept ausstellen kann, wenn ich es brauche… es ist halt sein Budget, das mir helfen soll. Und die freundliche Sachbearbeiterin (selbst als ich ziemlich unfreundlich verzweifelt losheule) erklärt mir, wie ich doch noch einem Standardfall gleichgestellt werden kann. Dauert halt nur ein paar Wochen und eine gute Portion von der Energie, die mir in den letzten Wochen so oft fehlt, aber da kann ich anfangen:

  • Mein Arzt muss den Bericht verbessern. Jetzt dem geht noch nicht einmal hervor, dass ich schon mitten in einer Schmerztherapie stecke – ist das ausgereizt? Natürlich könnte ich noch mehr nehmen, aber dann habe ich eine Konzentrationsphase eines Augenaufschlags -> arbeiten einstellen.
  • Kann ich neben meinem Ergometer Training, der Darmmobilistion oder der täglichen Gymnastik Einheit noch ins Fitnessstudio oder zum Rehasport -> sicher wenn ich 2 Stunden weniger Arbeite bzw. an Tagen, wo ich nicht Auto fahren darf 3 Stunden
  • Kann ich die Bandscheiben nicht dauerhaft operieren lassen -> wenn ich mein krankes Herz los werde, dann ist das zumindest normalen Risikobereich und könnte vielleicht helfen, in allen vieren??
  • Kortison wieder hoch um die diversen Gelenkschmerzen und Ausfälle zu reduzieren? Hilft vielleicht an einigen Punkten und treibt im Gegenzug dafür die Diabetes wieder hoch, ganz abgesehen von dem Gewicht, welches dann erfahrungsgemäß zusätzlich bewegt werden muss

Eigentlich möchte ich mich seit Wochen nur noch in die Ecke legen und schlafen. Aber ich mag meinen Job und möchte ihn behalten. Ich mag meine Freunde und möchte ab und zu mit ihnen zusammen sein. Ich möchte noch lange in meiner Haut stecken und viele Erinnerungen sammeln. Also nutze ich jede erdenkliche zusätzliche Hilfe um Nebenwirkungen abzuschwächen, Schmerzen zu reduzieren, mehr Energie zu bekommen…. und dann kommt als „schönes Wochenende“-Versprechen die Ansage, dass ich mal wieder etliche Stunden in Arztbesuche und den Kampf um Verständnis stecken muss…

Das frustriert, macht mutlos und verführt mich dazu es einfach sein zu lassen.

Statt dessen sitze ich schon während ich mit der Krankenkasse telefoniere im Auto nach Bonn zum ICD und Sarkoidose Check… vielleicht kommen wir ja heute weiter in der Frage warum ich vermehrt Sehstörungen, Kopfschmerzen und Schwindelanfälle habe. Wird ja wohl nicht am Knochenbau liegen….

Auch in meiner Haut ist das Leben viel zu schön, als das Aufgeben eine Option wäre!

Sarkoidose mit Herzbeteiligung

Manchmal werde ich gefragt, warum ich trotz meiner Erkrankung positiv denke…
Weil ich zum Beispiel nicht dieses Schicksal teile:
Mein Herz hat sich wieder erholt und ich musste nur sehr kurz darüber nachdenken das ich von einem Spenderherz abhängig sein könnte!
Bitte nehmt Euch die Zeit und schaut einmal was Sarkoidose „kann“ – Leider passiert es immer noch viel zu häufig, dass die Ärzte sie als ein Lungenerkrankung ansehen und somit als Ursache ausschließen und das sie verharmlost wird (falls sie überhaupt mal in Film und Fernsehn auftaucht)