Pizza-Knödel

Rezept ist vielleicht hochtrabend, aber eine Idee.
Kennt Ihr das: Heißhunger auf Pizza, aber der Rand bleibt liegen, weil nicht so doll belegt und/oder zuviel?
Mit geht das jedes Mal so, nur da ich zu dieser Spezies gehöre, die unbedingt soviel wie möglich verwerten möchte, ärgert mich das jedes Mal.
Jetzt nicht mehr!!
Diesmal habe ich den Rand sogar etwas großzügiger entfernt – ruhig mit Käse und Tomatensoße (es ist halt nur nicht so lange haltbar)- ihn in kleinere Stücke geschnitten und zwei Tage trocknen lassen.
In dem Wissen, morgen muss was schnelles auf den Tisch, habe ich dann Abends eine Mischung aus Milch und Ei drüber gegeben, mit Suppengrün, Muskat, Pfeffer und Salz gewürzt und eine Hand voll Schinkenwürfel dazu gemischt. Oh und die Krümmelreste der Käsestangen, die ich Abends verputzt habe, kamen auch mit rein…
Am nächsten Tag nochmal ordentlich durchgerührt, das Ganze in eine Silikon-Muffinsform gegeben und ab für 3 Minuten in die Mikrowelle (volle Leistung) – dann gute 5 Minuten ziehen lassen und nochmal eine Minute richtig heiß machen -> fertig (waren 3 ordentliche Knödel) und lecker!
Das nächste Mal werde ich die Pizza-Reste mal mit Pizza-Gewürzen zu Knödeln verarbeiten und ein bisschen Käse dazu packen, ist sicher auch lecker 🙂

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Sitzungskarneval

In Velbert gibt es einige Karnevals-Vereine und jeder diese Vereine bereichert unser Leben auf besondere Art. Wir alle pflegen gemeinsam das Brauchtum und geben unsere Note dazu. Das 10. Gebot unseres amtierenden Prinzenpaar lautet:
Den Kindern unserer Stadt ist das Brauchtum Karneval wieder ans Herz zu legen, hierzu sind alle Erwachsenen und aktive Karnevalisten aufgefordert Aufklärung zu leisten, damit das Brauchtum Karneval nicht untergeht.
Und der Appell am Ende der Rede unserer Prinzessin „lasst uns das Brauchtum Karneval erhalten“ spricht allen Karnevalisten, die ich kenne, aus der Seele!
Das Schöne ist, dass wir trotzdem alle anders sind dabei. Wir sind bunt, vielfältig und teilweise eigen. Aber genau das macht es aus und findet sich auch im diesjährigen Motto wieder: In Velbert, ganz klar ist Karneval für alle da.

Im Gefolge von Manuel I. Und Sandra I. hatte ich in dieser Woche das Vergnügen, gleich zwei der großen Velberter Sitzungen zu besuchen und sehr unterschiedliche Ansätze von zwei Vereinen erleben zu können.
2018-01-giesser-tanzAm Donnerstag waren wir auf der Sitzung der Nordstadtgießer Velbert e.V. und haben ein sehr exklusives Programm erlebt, welches viele Größen zB. aus Köln zu uns nach Velbert gebracht hat. Ein buntes Programm mit erstklassigen Komödianten – fachlich richtig Büttenrednern – Garden und Musikern, aber auch kurzweiliger Unterhaltung made in Velbert! Das es ein völlig unerwartetes Ende gab, hat dem Vergnügen nicht wirklich geschadet, aber eine kleine Abkürzung geschaffen, die neben dem eigentlichen Genuß in der Presse Beachtung fand.
Am Samstagabend dann stand die Kostümsitzung der KG Grün-Weiß Langenhorst e.V. auf unserem Programm – der Heimatverein der Prinzenpaare und somit mit etwas mehr Zeit in dem vollen Terminplan berücksichtigt.
Für diesen Verein ist es Tradition viele Teile mit „Eigengewächsen“ zu gestalten und dem Publikum Freude durch tolle, rasante, bunte und abwechslungsreiche Tanzdarbietungen zu bereiten. Kurz möchte ich einschieben, dass hier meine Ursprünge im aktiven Karneval liegen und ich als Kind Teil dieser Familie war. Nie werde ich meine Zeit als Schlumpf oder den Song „ich hab noch einen Koffer in Berlin“ vergessen. Einige meiner damaligen Garde und Showtanz Kollegen sehe ich heute auf der Bühne und ich bin beeindruckt von der Kraft und dem Ausdruck, die in jedem Schritt stecken.

Ein großes Anliegen für uns alle war es am Samstag die Eröffnungsshow zu sehen. Offiziell war das Prinzenpaar noch nicht einmarschiert, also haben wir im „Gepäcknetz“ – der Empore – gestanden und die wiedereinmal packende Vorstellung verfolgt.
Von langer Hand geplant, mit dem Thema „Helden der Kindheit“ hat der Präsident seine Worte an das Publikum gerichtet… im Kostüm von Grisu… der kleine Drache, der unbedingt Feuerwehrmann werden möchte! An sich schon grandios, hatte es natürlich eine besondere Note für alle unter uns, die wenige Tage zuvor das Ende des Gießer-Ball erlebt haben, der ja genau diese Berufsgruppe auf den Plan gerufen hat.
197x-pippiIn Folge wurde dies aber übertroffen von so vielen Helden und Vorbildern, die in den letzten Generationen prägend waren! Es gibt einfach nicht die richtigen Wort für mich um dies ansatzweise zu beschreiben…. es war grandios!
Und zu meinem persönlichen Glück war meine Heldin dabei! Sommersprossen, ein wenig frech und rote Harre – nicht nur eine, sondern eine vielfache, mitreißende Pippi Langstrumpf tanzte über die Bühne.2018-01-gwl-pippi
Wie es Tradition ist, waren alle Generationen dabei und es tanzten Sportler, Feen, das A-Team, Nannys und mehr über die Bühne. So begeisternd und mitreißend, dass ich es nicht alles erfassen konnte und nur bruchstückhaft wiedergeben kann. Eigentlich kann ich nur allen ans Herz legen, beim nächsten Mal dabei zu sein!
2018-01-gwl-alleWährend ich meine ehemaligen Vereinsmitglieder tanzen sehe, schleicht sich zu der Begeisterung auch ein bisschen Wehmut in mein Herz und ich bin dankbar, dass ich nur im verborgenen eine Träne aus dem Augenwinkel wischen muss, weil ich, selbst wenn ich wollte, nicht mehr Teil dieser kollektiven Leistung sein kann. Und mein Herz fliegt der ehemaligen „Kollegin“ zu, die in den letzten Monaten zurück treten musste und jetzt genauso wie ich „nur“ zuschauen kann. Um so mehr freut es mich, dass die Vereins-Familie im Anschluss genau hier Herzen verleiht und die Tänzer, die ausgefallen sind ehrt.
Bevor es für uns auf die Bühne geht genieße ich, dass ich sehen kann, wie im Saal begeistert gefeiert wird. Egal welcher Verein hier in Velbert, welcher Karnevalist oder Gast aus dem Norden und Süden – alle bejubeln diese Höchstleistungen und den kollektiven Geist Traditionen in die Zukunft zu tragen.

Was grandios und in einem Feuerwerk von Ideen und Farben begonnen hat, begleitet von einem Publikum in fantasievollen Kostümen, endet später am Abend in diesem „wir alle sind eins: Karnevalisten“-Gedanken … am Donnerstag hat ein Feueralarm das Ende einer wunderbaren Sitzung unterbrochen -> am Samstag lädt der Elferrat von Grün-Weiß Langenhorst e.V. die anwesenden Nordstadtgießer ein, sich zu Ihnen zu gesellen. Und so gipfelt der Abend in Musik, Stimmung und einem gemeinsamen finalen Ausmarsch.

Die fünfte Jahreszeit

Für manche ist Karneval unerträglich, der Rosenmontagszug die Gelegenheit wo man Süßigkeiten abgreift, Parties bei denen alles erlaubt ist oder man gesellschaftsfähig viel trinken kann….
Für mich ist Karneval ein Lebensgefühl, eine Aufgabe, eine Familie und seit ich Herzkrank bin eine Herausforderung. Und gerade stecke ich mittendrin.

2010-giesser-mamaVor 8 Jahren hatte ich die Ehre, meine Stadt als karnevalistisches Oberhaupt zu vertreten. Eine tolle und unvergessliche Zeit mit vielen Pflichten und unvergleichlichen Freuden. Unzählige Menschen haben ihr Vertrauen und Geld investiert, damit ich meine Heimatstadt vertrete und Frohsinn, sowie eine positive Botschaft verbreite. Es hat viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich am Ende die Rückmeldung bekam, dass ich meinen Job gut gemacht habe, auch wenn ich mitten drin gemerkt habe, dass es mich einen gesundheitlichen, bösen Tribut kostet.

In diesem Jahr darf ich das Velberter Stadtprinzenpaar begleiten – ein ebenfalls unvergleichliches Erlebnis. Abgesehen davon, das ich von einem super Team umgeben bin, begegnen wir so vielen liebenswerten Menschen – Garden, Prinzenpaaren, Hofdamen, Adjutanten, Hofmarschällen, Tanzmariechen… besonders wichtig, nervenstarken Fahrern! Und dazu Narren in jeder Form! Altenheim-Bewohnern, Kindern im Kindergarten oder der Schule, Pfarrgemeinden, Bürgervereinen oder eben Karnevalisten…. und wir erfüllen die Aufgabe, diesen Menschen Freude zu bringen.

In der ersten Reihe steht unser Prinzenpaar Manuel I. & Sandra I.
Beide auf 2018-rathaus-essen-msunterschiedliche Art mit dem Karneval verbunden, aber bereit, diese Herausforderung gemeinsam anzunehmen.

Die erste große Aufgabe ist es meistens Sponsoren zu gewinnen, die bei der Finanzierung helfen und damit ihren Namen mit unserer Tradition verbinden. Die nächste oder parallele Aufgabe ist es einen Hofstaat zu finden, der ohne wenn und aber in der zweiten Reihe steht und das Prinzenpaar begleitet. Scherzhaft heißt es unter uns Frauen manchmal „ich war erste Klofrau“… ich erinnere mich, dass ich eine Weile lernen musste, bis ich alleine mit dem prachtvollen Ornat am stillen Örtchen zurecht kam. Also hatte ich immer eine der Hofdamen an meiner Seite, so wie Sandra jetzt auch. Dazu kommen Dinge wie der Pin-Verkauf (kleine Anstecker, die den Orden widerspiegeln und einen Teil der Kosten decken sollen), Blumen der Prinzessin (Hofdame) halten, Zepter des Prinzen tragen und Federn richtig platzieren (Adjutant), das Prinzenpaar anmelden sowie das Team im Zeitplan halten (Hofmarschall) – nur um einige Beispiele zu benennen, was die enorm wichtige Rolle des Fahrers angeht, versteht sich die Aufgabe wohl von selbst.

Die finale Herausforderung ist es, das Publikum glücklich und Stadt und Sponsoren stolz zu machen. In dieser Phase stecken wir gerade. Wir bewegen uns in der 5. Jahreszeit, auf die sich viele Karnevalisten das ganze Jahr vorbereiten – Tanztraining, Reden schreiben, Termine planen, die schon erwähnten Sponsoren finden, Sicherheitsauflagen (zB für den Rosenmontagszug) erfüllen und vieles mehr.

Mit dem Prinzenpaar begegnen wir an einem Wochenende (nur ein Beispiel aus 3 Tagen, bevor es richtig los geht) vielen weiteren Narren-Oberhäuptern in einem Karnevalsmuseum, besuchen zwei Altenheime (unbeschreiblich, welche Freude sich hier in den Gesichtern spiegelt), treten auf einer Sitzung auf, für die hunderte Karnevalisten Eintritt bezahlen (und das Geschehen bejubeln), fahren in den übernächsten Ort um die traditionelle Veranstaltung eines befreundeten Vereins mit Ansprache und Tanz zu bereichern ( klingt vielleicht überheblich, aber tatsächlich haben wir Karnevalisten gewonnen, die in Zukunft mit einer Gruppe unserer Begleitung tanzen möchten), besuchen Sponsoren die uns mit Begeisterung empfangen und werden in den Pausen oder zum Ende wunderbar bewirtet in Stammquartier (Langenhorster Stube), Bierquartier (Central) und Ganzjahres-Treffpunkt des Festausschuss (Café Clärchen)

Natürlich wollen wir alle unseren Spaß haben, während wir diese Aufgabe erfüllen, schlussendlich sind wir am erfolgreichsten, wenn wir neben dem eigenen Spaß die Botschaft nie vergessen: als Team zusammen arbeiten und Traditionen weiter reichen während wir sie gleichzeitig dem Zeitgeist anpassen.

Ich bin mir sicher, dass meine Karnevals-Familie nur zu gut mit allem Vertraut ist, was ich hier beschrieben habe. Aber ich hoffe, dass der ein oder andere „Nicht-Karnevalist“ in Zukunft ein bisschen mehr sieht, als eine Horde fragwürdiger, ausgelassener Narren bei denen man am Rosenmontagszug Süßigkeiten abgreifen kann.

Wahl-Familie

Ab und an vermisse ich so etwas wie eine große Verwandtschaft … aber nur ab und an, weil eigentlich habe ich nicht nur eine, sondern mehrere Familien/Verwandtschaften und die sind riesig! Zum beispiel meine Fliegerfamilie, dann gibt es da die Familie rund um meine beste Freundin, die mich adoptiert hat und mir ein wunderbares Patenkind geschenkt hat. Meine Theaterfamilie, meine „immer wieder Samstag“ Familie, meine Corby-Familie…. und meine Karneval-Familie, die natürlich entsprechend der Jahreszeit besonders häufig um mich ist.
Wenn ich meine Bildergalerie ansehe, so finde ich sie alle wieder. Und zu allen gibt es Geschichten, die eine Familie eben ausmachen. Nicht immer sind wir einer Meinung, es wird diskutiert und auch gestritten, wir sagen uns auch mal unbequeme Dinge, aber am Ende, so wie es in Familien meistens ist, wird sich zusammengerauft, vertragen und an einem Strang gezogen.

Zu meinen 2018 Vorsätzen gehört ja, jeden Tag etwas aufzuschreiben, was meinen Tag zu einem Besseren, einem Guten gemacht hat. Nun ist das Jahr noch recht jung, aber trotzdem möchte ich eine Tendenz auslesen – es gibt genau einen Tag, zudem mir nichts positives zum Vermerken eingefallen ist. Und ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass ich krank im Bett lag. Es gibt dagegen keinen Tag, den ich mit „das war aber Mist“ kennzeichnen würde!
Und wenn ich mir dann noch ansehe, was ich aufgeschrieben hab, dann muss ich feststellen: meine Familien sind die Geilsten (Olé). Da finde ich mal etwas, was in der Firma geschehen ist, mal durch die Samstags-Runde, die Flieger… vieles aus der Karnevals-Familie! Egal ob ihr Euch meldet um unsere Freunde aus Corby zu fahren oder zu bewirten, ob es in der Prinzenpaar-Begleitung etwas unschlagbar Schönes gibt, oder ich einfach nur schaffe zwei Runden hintereinander mit Euch zu tanzen… all das macht meinen Tag zu einem Guten. Ich kann nur hoffen, dass ich es schaffe für den ein oder anderen auch so ein „guter Tag“ Baustein zu sein, wie zB die Süße, die heute da stand und gesagt hat: „eigentlich hätte ich auf die Sache keine Lust, aber wenn das nötig ist, damit Du dabei bist, dann auch das“ … Gänsehaut, Pippi in den Augen und ganz viel Wärme!
Ein Beispiel aus 14 Tagen, welches mir zeigt wie schön das Leben ist, wenn wir hinsehen, uns rein fühlen! Wie in der Familie, die mit Blutsverwandtschaft entsteht, so gilt auch hier: wir sind manchmal nicht zusammen, aber trotzdem seit ihr immer dabei! Ich hab Euch lieb und wenn einer von Euch in Not ist, bin ich hoffentlich immer in der Lage, auch Eure Tage besser zu machen!

Jetzt geht’s los

Nachdem ich meine Zeit ab dem 27. Dezember überwiegend im Bett verbracht habe kann es jetzt gerne richtig los gehen…
Los gehen mit 2018, mit dem neuen Leben, mit guten Vorsätzen und natürlich mit Karneval! Also noch bin ich etwas angeschlagen, aber ich kann wieder fast normal gucken, ich huste mich nicht mehr blöd und ich habe mal richtig meine Batterien aufgetankt. Zurückblickend habe ich wohl seit der Diagnose meiner Herzerkrankung in Kiel nicht mehr so viel Ruhe, Zeit für mich und Zeit im Bett verbracht. Und das war 2010! Alles was danach kam war geprägt von ‚du musst aber trotzdem‘, ‚du kannst nicht einfach…‘ und ähnlichen Zwängen, die mich immer wieder hochgetrieben haben. Nicht zuletzt geprägt von meiner Angst, dass mein Herz wieder schwächer wird, wenn ich Zuviel raste.

Zu Beginn meiner Pause jetzt war es auch Depression, die mich im Bett gehalten hat. Weihnachten ohne meinen Lieblings-Menschen gepaart mit Fieber ließ sich nicht so einfach ausgleichen. Trotz der lieben Einladungen zum Mitfeiern bei Freunden war alles grau und mein Bett mein Rückzugsort.
Dann war mein Körper wirklich am Ende, wollte nicht mehr und ich habe mich entschieden endlich mal alles andere auszublenden und ihm nachzugeben. Ich habe so viel fern gesehen, wie sonst wohl in 6 Monaten, habe in meinem Lieblingsspiel das Weihnachtsspecial gleich zwei Mal geschafft und mit den Katzen einen Kuschelmarathon veranstaltet. Wenn ich dann mal eingeschlafen bin, habe ich ohne Wecker tatsächlich regelmäßig die empfohlenen 8 Stunden zusammen bekommen, ohne Albträume zu haben.

Dank all der lieben Nachrichten und Einladungen hat sich mit jedem Tag ein bisschen mehr Farbe zurück in mein Grau geschlichen und ich konnte Silvester auf Mamas Bilder schauen fast ohne zu weinen und ihr versprechen, dass ich 2018 zu einem guten Jahr machen werde!
Mein Notizbuch hat die ersten Einträge – es gibt zum Beispiel die Kategorie „was hat meinen Tag zu einem Guten gemacht“ und jeder Tag hat dazu eine Notiz! Die Tage bekommen Termine und die Wochen Vorsätze! Und Alles in Allem habe ich gestern am Telefon aus ganzem Herzen sagen könne, ja ich bin bereit und mache 2018 zu etwas Gutem.
Morgen geht es los – ich werde wieder arbeiten und mit meinen wirklich tollen Kollegen Projekte vorwärtsbringen. Ich werde mit einem super Team durch die Karnevalszeit gehen, alte Bekannte treffen, neue Bekanntschaften machen und dabei regelmäßig das Glas erheben auf all unsere Lieben, die uns ‚von da oben‘ begleiten. Ich plane Auszeiten und freue mich auf viele schöne Momente mit meinen Freunden hier in Velbert und überall auf der Welt.
Natürlich werde ich auch auf Probleme treffen, auf kleine und mittlere Katastrophen, aber ich fühle mich gestärkt und geliebt genug, auch diese zu meistern und am Ende mehr „was hat meinen Tag zu einem Guten gemacht“ Eintragungen zu haben als düstere Wolken!

Jetzt geht’s los!

Zum Jahreswechsel

Es gibt eine klaffende Lücke in meinem Leben. An und für sich ist das nichts Neues für alle, die meinem Blog folgen. Heute allerdings habe ich einen ersten Schritt gemacht um den für mich schlimmsten Teil zu überbrücken!
Die schlechte Nachricht für alle, die sich gefreut haben, dass mein Elefantengedächtnis nachgelassen hat: das wird sich hoffentlich wieder bessern 😉

Die doch sehr ruhigen Feiertage in Verbindung mit krank sein haben mir viel Zeit gelassen, darüber nachzudenken, was mir am meisten fehlt. Das Ergebnis-> Mami ist durch nichts zu ersetzen, aber einige Dinge kann man zumindest anders auffangen!
Und deshalb habe ich mir, inspiriert von likes einiger Bekannter auf Facebook, nach langer Zeit mal wieder einen Kalender aus Papier besorgt. So einen Dicken mit viel Platz und Ideen, was man notieren kann… weil genau das ist es, was mir am meisten fehlt: die Freundin, mit der ich mindestens zwei bis drei Mal die Woche über meine Ideen geredet habe. Der Ratgeber, der mir dumme Ideen aufgezeigt hat. Der Zuhörer, dem ich wirklich alles vor die Füße werfen konnte, um es dabei selber zu sortieren und zu bewerten. Der Aufpasser, dass ich mein Geld nicht für Unsinn ausgebe und und und…. Natürlich wird mir das Buch keine Antworten geben, aber zumindest kann ich wieder Gedanken festhalten, Wünsche aufschreiben und ein paar Tage später drüber nachdenken, Ideen festhalten um sie später umzusetzen und Sinniges und Unsinniges sammeln… und wahrscheinlich wird mir Mama mehr als einmal eine Antwort schicken. In jedem Fall habe ich schon mit den ersten Notizen gemerkt, dass es ein guter Weg ist das Jahr 2018 zu beginnen. Es macht Freude und wenn ich mir dazu ein wenig „Mädchen-Spielerei“ gönne mit kleinen Symbolen und Verzierungen, bringt es mir vielleicht ein kleines bisschen Leichtigkeit in die Planung zurück, macht unsere viel genutzten Listen wieder liebenswert und meine Projekte umsetzbarer.

Also ein weiterer Vorsatz für das neue Jahr! Und so ist der erste Satz, den ich tape „Aufgeschrieben ist halb erledigt“. Das erste gesammelte Zitat sollte ich vielleicht generell zum Motto für 2018 machen:
Finde eine Stelle in dir, in der es Freude gibt und diese Freude vertreibt deinen Schmerz (Joseph Campell)

Euch allen einen guten Start ins neue Jahr und viel Erfolg beim Umsetzten Eurer Projekte, Ziele und Wünsch!

Mein Weihnachtswunsch

Bei meiner Mama gab es immer eine ganz feste Regel – am ersten Weihnachtsfeiertag darf nicht gearbeitet und gehandwerkt werden – außer es dient dem unmittelbaren Lebensunterhalt. Schon in ihrer Kindheit hieß es, dass einen diese „Missetat“ das ganze folgende Jahr immer wieder einholt.
Also konnte die neue Wolle unter dem Baum noch so verlocken, gestrickt wurde frühestens am 26.12.
Je älter man wurde, desto mehr hat man das natürlich belächelt, aber ein kleines bisschen haben wir uns immer davon leiten lassen.

Das Jahr 2017 hat mich eine ganz neue Dimension dieses Aberglaubens kennen lernen lassen -> es scheint nicht allein die Arbeit zu sein, die einen Heimsuchen kann, sondern der gesamte Grundtenor des 1. Weihnachtsfeiertages.
Letztes Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag lief einiges schief – letztlich waren Mama und ich uns einig, dass es das bisher schrecklichste Weihnachten unseres gemeinsamen Lebens war. Frust, Wut, Arbeit, Ohnmacht, Angst und Traurigkeit – alles war dabei. Der einzige Lichtblick des Tages war der Zusammenhalt zwischen Mama, Alex und mir, mit der wir einer solchen Situation begegnen.
Heute blicke ich auf das Jahr 2017 zurück und muss feststellen, dass es das bisher schrecklichste Jahr meines Lebens ist – Frust, Wut, Arbeit, Überlastung, Hilflosigkeit, Trauer und Angst bestimmen die eindrücklichsten Situationen über Monate.

Trotzdem war es ein Jahr mit vielen schönen Erinnerungen! Ein Jahr in dem ich Freunde gewonnen habe, alte Freundschaften wiedergefunden oder gefestigt habe. Ein Jahr das mich stärker gemacht hat und welches mich noch ein wenig mehr in mir ruhen lässt.
Ein Jahr in dem ich für vieles dankbar seinen kann und an dessen Ende zumindest ich noch lebe und meiner Mama die drohende Umkehrung der Lebens-Reihenfolge (ich gehe vor ihr) endgültig erspart bleibt. Und ich habe Aussicht auf weitere schöne Jahre, solange ich mit meiner Gesundheit halbwegs vernünftig umgehe.

Ich wünsche mir für 2018, dass ich immer mehr dieser schönen Erinnerungen sammeln kann und damit die Traurigen zwar nicht vermauern aber aufhellen werde. Ich wünsche mir, dass ich nie die Fähigkeit verliere, auch mit Tränen in den Augen das Gute vor mir zu sehen! Ich wünsche mir viele schöne Erinnerungen in das Leben anderer zu bringen!

Dieses Jahr am 1. Weihnachtstag bin ich offen für jede liebe und freundliche Geste, für jede herzliche Begegnung, reiche die Hand um anderen zu helfen und wenn es mich mit Freude erfüllt, dann werde ich basteln, stricken oder sonst etwas tun. Ich werde mit Menschen reden und an viele Menschen denken. Nur für Dinge wie Missgunst, Hass, Neid, Wut und Angst bleibt meine Tür dieses Jahr hoffentlich fest verschlossen.
Wenn mir das gelingt, dann habe ich 2018 noch viel mehr schöne Geschichten zu teilen!

Ich wünsche Euch allen eine gute und gesegnete Weihnachtszeit! Genießt Eure Familien und Freunde! Wendet Euch schönen Erinnerungen zu, macht tolle Pläne für die Zukunft und vor allem habt Euch lieb, damit wir im neuen Jahr viel Wärme und Herzlichkeit um uns haben!

No Funeral For The „Dead“

A great article again that tells about sarcoidosis and its impact. Living with this for more than 20 years now and it did become more difficult with each episode I had. I’m still not ready with acceptance and fear each possible new episode but since my heart got impacted 8 years ago I have at least one piece of disease that is understandable for my environment. A live with chronical disease is still worth living, different livable! Understanding helps but’s not easy to find. As we have to deal with our illness constant, so it need to be understood constantly.
Wieder ein großartiger Artikel, der etwas von der Sarkoidose und ihrem Einfluss erzählt. Ich lebe jetzt seit mehr als 20 Jahren damit und mit jedem Schub wurde es schwieriger. Ich bin immer noch nicht fertig mit dem Akzeptieren und habe Angst vor jedem möglichen neuen Schub. Seit mein Herz vor 8 Jahren beteiligt wurde habe ich wenigstens ein kleines Stück Krankheit, das von meinem Umfeld verstanden wird. Ein Leben mit chronischer Erkrankung ist weiter lebenswert, anders lebenswert! Verständnis hilft, ist aber nicht leicht zu finden. So wie wir andauernd mit unserer Erkrankung leben, so muss sie auch andauernd auf Verständnis treffen.

Sarcoidosis Soldier

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Living with a chronic illness like sarcoidosis changes your life in unimaginable ways. You never think something like this will happen to you…until it does. Life inside an unreliable body forces you to live quite differently than you had once thought you would live. It changes your relationships. It changes your career goals. It makes your thinking foggy, slow and dull. It steals your energy and turns you inward. You are physically unable to do things you once thrived doing. You spend more time alone than you ever thought you would. You no longer recognize yourself. You have to be introduced to this new person and you’re not sure you like her at all.

This is what life with a chronic illness is like, especially in the beginning. Everything changes. It’s as if someone beamed you out of the world you know and put you on a planet you’ve never…

Ursprünglichen Post anzeigen 932 weitere Wörter

Die Kraft einer Serie

Heute möchte ich mich einreihen in die vielen Danksagungen an Albert Espinosa.
Ich war von der ersten Folge an Fan und begeistert davon, dass Krebs, chronische Krankheiten, psychosomatische Erkrankungen, Sterben und ums Leben kämpfen an Unterhaltungswert gewonnen haben. Eine Serie, die erzählt, warum man gerade mit einem solchen Schicksal manchmal intensiver und besser lebt.
Selber seit über 25 Jahre krank, einmal dem Tod extrem nah, habe ich mich in so vielen Situationen bestärkt und verstanden gefühlt. Hab an all die Menschen gedacht, die ich im Laufe des Lebens an den Krebs verloren habe oder die aus anderen Gründen nach menschlichem Ermessen zu früh gehen mussten. Mich an die Zeit erinnert wo keiner verstanden hat, was meine Magersucht und der Kampf dagegen bedeutet hat. An die Tage als meine Mama vor Sorge bald wahnsinnig geworden ist, weil ich gesagt habe „ich lebe lieber noch 5 Jahre intensiv, statt 20 Jahre auf dem Sofa zu vegetieren“. Es waren Gefühle der Befreiung, der Trauer und der Liebe -> Salon fähig gemacht durch den „Club der roten Bänder“.
Ein wenig hat mich auch der Neid befallen. Der Neid gegenüber all denen, die ein Teil dieses Teams sein durften – so gerne wäre ich bei so etwas Großartigem dabei gewesen. Während der 3. Staffel dann habe ich so mit meinen Emotionen gekämpft, dass ich manchmal nicht wusste, ob ich mir mit dem Weiterschauen einen Gefallen tue. Aber schlussendlich habe ich seit Mamas Tod vor drei Monaten sowieso bei jeder unpassenden Gelegenheit (bei passenden natürlich erst recht) Pippi in den Augen. Und aufhören war nicht wirklich eine Option!
Folglich habe auch ich gestern das große Finale angesehen und kollektiv mit der Fangemeinde geweint. Bei mir das liebste Bild von Mama, ab und zu habe ich ihr einen Blick zugeworfen und gesagt, siehst Du Mama so ist es…. als ob sie das nicht wüsste…. Vielleicht wissen jetzt aber Millionen weitere Menschen ein bisschen mehr und behalten eine wenig rotes Band in ihren Herzen, leben ihr Leben bewusster und gehen offener auf die Menschen mit Besonderheiten zu.

Ganz besonders möchte ich mich für die Gedankenreise mit Jonas bedanken! Jonas, der am Ende Leo anschreit, dass er endlich sterben möge…. seit ich im Krankenwagen gebetet habe, hat mein Verstand mit meinen inneren Werten gekämpft. Als ich darum gebeten habe, dass meine Mama sterben möge hat mir mein Verstand gesagt, dass sie nur Leiden würde. Aber wir sind nicht so erzogen und deshalb hat ein Teil von mir immer mit mir gehadert ob dieses Wunsches. Und irgendwie hat es mich mit befreit, als Leo zu Jonas gesagt hat, dass dieser Wunsch okay ist.

Danke Albert Espinosa für so einen beispiellosen Lebensmut! Für das erzählen der Geschichte und für das wahrhaftige Ende!
Danke an das deutsche Team vom Club der roten Bänder, dass ihr die Geschichte so und nicht anders erzählt habt. Für die Einstellungen, die Kameraführung, die Drehorte und und und – und natürlich für die fantastischen Schauspieler!

Hier findet ihr die Seite, zu der dieses Titelbild gehört!

About Friendship

Friendship is not about living close and seeing us each day. It’s about being there when it’s needed the most. Not physically maybe but in mind or by sending messages that make your day.

I’m a lucky person as I have such a friend – a best friend! I don’t want to say my life is dark at this time (to many good people around me that make it grey at least!). But in that grey times she did send me a bright light, something I can look out to. Something that gives me the feeling of 2018 will have a special touch that’s not combined with „first time without Mum“ (not that Mum always have been involved but at least I always shared it with her – this is so new in my life that I never shared it)

You will read about it, when it’s time for her special light in my tunnel. For today I just want to say thank you for such a friend and: to each of us – look out that you never forget about looking into the real signs of friendship instead of being blinded by people that easily say „yes“ to make you believe they are friends. Look into the truth that might be uncomfortable but helpful! Be kind to everybody but warm-hearted to the people that make you go a step forward in the best direction. That sometimes do not agree to what you did but gave you hints how to make it better. This is what friendship is about- help the person you love to develop!