Zum Jahreswechsel

Es gibt eine klaffende Lücke in meinem Leben. An und für sich ist das nichts Neues für alle, die meinem Blog folgen. Heute allerdings habe ich einen ersten Schritt gemacht um den für mich schlimmsten Teil zu überbrücken!
Die schlechte Nachricht für alle, die sich gefreut haben, dass mein Elefantengedächtnis nachgelassen hat: das wird sich hoffentlich wieder bessern 😉

Die doch sehr ruhigen Feiertage in Verbindung mit krank sein haben mir viel Zeit gelassen, darüber nachzudenken, was mir am meisten fehlt. Das Ergebnis-> Mami ist durch nichts zu ersetzen, aber einige Dinge kann man zumindest anders auffangen!
Und deshalb habe ich mir, inspiriert von likes einiger Bekannter auf Facebook, nach langer Zeit mal wieder einen Kalender aus Papier besorgt. So einen Dicken mit viel Platz und Ideen, was man notieren kann… weil genau das ist es, was mir am meisten fehlt: die Freundin, mit der ich mindestens zwei bis drei Mal die Woche über meine Ideen geredet habe. Der Ratgeber, der mir dumme Ideen aufgezeigt hat. Der Zuhörer, dem ich wirklich alles vor die Füße werfen konnte, um es dabei selber zu sortieren und zu bewerten. Der Aufpasser, dass ich mein Geld nicht für Unsinn ausgebe und und und…. Natürlich wird mir das Buch keine Antworten geben, aber zumindest kann ich wieder Gedanken festhalten, Wünsche aufschreiben und ein paar Tage später drüber nachdenken, Ideen festhalten um sie später umzusetzen und Sinniges und Unsinniges sammeln… und wahrscheinlich wird mir Mama mehr als einmal eine Antwort schicken. In jedem Fall habe ich schon mit den ersten Notizen gemerkt, dass es ein guter Weg ist das Jahr 2018 zu beginnen. Es macht Freude und wenn ich mir dazu ein wenig „Mädchen-Spielerei“ gönne mit kleinen Symbolen und Verzierungen, bringt es mir vielleicht ein kleines bisschen Leichtigkeit in die Planung zurück, macht unsere viel genutzten Listen wieder liebenswert und meine Projekte umsetzbarer.

Also ein weiterer Vorsatz für das neue Jahr! Und so ist der erste Satz, den ich tape „Aufgeschrieben ist halb erledigt“. Das erste gesammelte Zitat sollte ich vielleicht generell zum Motto für 2018 machen:
Finde eine Stelle in dir, in der es Freude gibt und diese Freude vertreibt deinen Schmerz (Joseph Campell)

Euch allen einen guten Start ins neue Jahr und viel Erfolg beim Umsetzten Eurer Projekte, Ziele und Wünsch!

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Mein Weihnachtswunsch

Bei meiner Mama gab es immer eine ganz feste Regel – am ersten Weihnachtsfeiertag darf nicht gearbeitet und gehandwerkt werden – außer es dient dem unmittelbaren Lebensunterhalt. Schon in ihrer Kindheit hieß es, dass einen diese „Missetat“ das ganze folgende Jahr immer wieder einholt.
Also konnte die neue Wolle unter dem Baum noch so verlocken, gestrickt wurde frühestens am 26.12.
Je älter man wurde, desto mehr hat man das natürlich belächelt, aber ein kleines bisschen haben wir uns immer davon leiten lassen.

Das Jahr 2017 hat mich eine ganz neue Dimension dieses Aberglaubens kennen lernen lassen -> es scheint nicht allein die Arbeit zu sein, die einen Heimsuchen kann, sondern der gesamte Grundtenor des 1. Weihnachtsfeiertages.
Letztes Jahr am ersten Weihnachtsfeiertag lief einiges schief – letztlich waren Mama und ich uns einig, dass es das bisher schrecklichste Weihnachten unseres gemeinsamen Lebens war. Frust, Wut, Arbeit, Ohnmacht, Angst und Traurigkeit – alles war dabei. Der einzige Lichtblick des Tages war der Zusammenhalt zwischen Mama, Alex und mir, mit der wir einer solchen Situation begegnen.
Heute blicke ich auf das Jahr 2017 zurück und muss feststellen, dass es das bisher schrecklichste Jahr meines Lebens ist – Frust, Wut, Arbeit, Überlastung, Hilflosigkeit, Trauer und Angst bestimmen die eindrücklichsten Situationen über Monate.

Trotzdem war es ein Jahr mit vielen schönen Erinnerungen! Ein Jahr in dem ich Freunde gewonnen habe, alte Freundschaften wiedergefunden oder gefestigt habe. Ein Jahr das mich stärker gemacht hat und welches mich noch ein wenig mehr in mir ruhen lässt.
Ein Jahr in dem ich für vieles dankbar seinen kann und an dessen Ende zumindest ich noch lebe und meiner Mama die drohende Umkehrung der Lebens-Reihenfolge (ich gehe vor ihr) endgültig erspart bleibt. Und ich habe Aussicht auf weitere schöne Jahre, solange ich mit meiner Gesundheit halbwegs vernünftig umgehe.

Ich wünsche mir für 2018, dass ich immer mehr dieser schönen Erinnerungen sammeln kann und damit die Traurigen zwar nicht vermauern aber aufhellen werde. Ich wünsche mir, dass ich nie die Fähigkeit verliere, auch mit Tränen in den Augen das Gute vor mir zu sehen! Ich wünsche mir viele schöne Erinnerungen in das Leben anderer zu bringen!

Dieses Jahr am 1. Weihnachtstag bin ich offen für jede liebe und freundliche Geste, für jede herzliche Begegnung, reiche die Hand um anderen zu helfen und wenn es mich mit Freude erfüllt, dann werde ich basteln, stricken oder sonst etwas tun. Ich werde mit Menschen reden und an viele Menschen denken. Nur für Dinge wie Missgunst, Hass, Neid, Wut und Angst bleibt meine Tür dieses Jahr hoffentlich fest verschlossen.
Wenn mir das gelingt, dann habe ich 2018 noch viel mehr schöne Geschichten zu teilen!

Ich wünsche Euch allen eine gute und gesegnete Weihnachtszeit! Genießt Eure Familien und Freunde! Wendet Euch schönen Erinnerungen zu, macht tolle Pläne für die Zukunft und vor allem habt Euch lieb, damit wir im neuen Jahr viel Wärme und Herzlichkeit um uns haben!

No Funeral For The „Dead“

A great article again that tells about sarcoidosis and its impact. Living with this for more than 20 years now and it did become more difficult with each episode I had. I’m still not ready with acceptance and fear each possible new episode but since my heart got impacted 8 years ago I have at least one piece of disease that is understandable for my environment. A live with chronical disease is still worth living, different livable! Understanding helps but’s not easy to find. As we have to deal with our illness constant, so it need to be understood constantly.
Wieder ein großartiger Artikel, der etwas von der Sarkoidose und ihrem Einfluss erzählt. Ich lebe jetzt seit mehr als 20 Jahren damit und mit jedem Schub wurde es schwieriger. Ich bin immer noch nicht fertig mit dem Akzeptieren und habe Angst vor jedem möglichen neuen Schub. Seit mein Herz vor 8 Jahren beteiligt wurde habe ich wenigstens ein kleines Stück Krankheit, das von meinem Umfeld verstanden wird. Ein Leben mit chronischer Erkrankung ist weiter lebenswert, anders lebenswert! Verständnis hilft, ist aber nicht leicht zu finden. So wie wir andauernd mit unserer Erkrankung leben, so muss sie auch andauernd auf Verständnis treffen.

Sarcoidosis Soldier

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Living with a chronic illness like sarcoidosis changes your life in unimaginable ways. You never think something like this will happen to you…until it does. Life inside an unreliable body forces you to live quite differently than you had once thought you would live. It changes your relationships. It changes your career goals. It makes your thinking foggy, slow and dull. It steals your energy and turns you inward. You are physically unable to do things you once thrived doing. You spend more time alone than you ever thought you would. You no longer recognize yourself. You have to be introduced to this new person and you’re not sure you like her at all.

This is what life with a chronic illness is like, especially in the beginning. Everything changes. It’s as if someone beamed you out of the world you know and put you on a planet you’ve never…

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Die Kraft einer Serie

Heute möchte ich mich einreihen in die vielen Danksagungen an Albert Espinosa.
Ich war von der ersten Folge an Fan und begeistert davon, dass Krebs, chronische Krankheiten, psychosomatische Erkrankungen, Sterben und ums Leben kämpfen an Unterhaltungswert gewonnen haben. Eine Serie, die erzählt, warum man gerade mit einem solchen Schicksal manchmal intensiver und besser lebt.
Selber seit über 25 Jahre krank, einmal dem Tod extrem nah, habe ich mich in so vielen Situationen bestärkt und verstanden gefühlt. Hab an all die Menschen gedacht, die ich im Laufe des Lebens an den Krebs verloren habe oder die aus anderen Gründen nach menschlichem Ermessen zu früh gehen mussten. Mich an die Zeit erinnert wo keiner verstanden hat, was meine Magersucht und der Kampf dagegen bedeutet hat. An die Tage als meine Mama vor Sorge bald wahnsinnig geworden ist, weil ich gesagt habe „ich lebe lieber noch 5 Jahre intensiv, statt 20 Jahre auf dem Sofa zu vegetieren“. Es waren Gefühle der Befreiung, der Trauer und der Liebe -> Salon fähig gemacht durch den „Club der roten Bänder“.
Ein wenig hat mich auch der Neid befallen. Der Neid gegenüber all denen, die ein Teil dieses Teams sein durften – so gerne wäre ich bei so etwas Großartigem dabei gewesen. Während der 3. Staffel dann habe ich so mit meinen Emotionen gekämpft, dass ich manchmal nicht wusste, ob ich mir mit dem Weiterschauen einen Gefallen tue. Aber schlussendlich habe ich seit Mamas Tod vor drei Monaten sowieso bei jeder unpassenden Gelegenheit (bei passenden natürlich erst recht) Pippi in den Augen. Und aufhören war nicht wirklich eine Option!
Folglich habe auch ich gestern das große Finale angesehen und kollektiv mit der Fangemeinde geweint. Bei mir das liebste Bild von Mama, ab und zu habe ich ihr einen Blick zugeworfen und gesagt, siehst Du Mama so ist es…. als ob sie das nicht wüsste…. Vielleicht wissen jetzt aber Millionen weitere Menschen ein bisschen mehr und behalten eine wenig rotes Band in ihren Herzen, leben ihr Leben bewusster und gehen offener auf die Menschen mit Besonderheiten zu.

Ganz besonders möchte ich mich für die Gedankenreise mit Jonas bedanken! Jonas, der am Ende Leo anschreit, dass er endlich sterben möge…. seit ich im Krankenwagen gebetet habe, hat mein Verstand mit meinen inneren Werten gekämpft. Als ich darum gebeten habe, dass meine Mama sterben möge hat mir mein Verstand gesagt, dass sie nur Leiden würde. Aber wir sind nicht so erzogen und deshalb hat ein Teil von mir immer mit mir gehadert ob dieses Wunsches. Und irgendwie hat es mich mit befreit, als Leo zu Jonas gesagt hat, dass dieser Wunsch okay ist.

Danke Albert Espinosa für so einen beispiellosen Lebensmut! Für das erzählen der Geschichte und für das wahrhaftige Ende!
Danke an das deutsche Team vom Club der roten Bänder, dass ihr die Geschichte so und nicht anders erzählt habt. Für die Einstellungen, die Kameraführung, die Drehorte und und und – und natürlich für die fantastischen Schauspieler!

Hier findet ihr die Seite, zu der dieses Titelbild gehört!

About Friendship

Friendship is not about living close and seeing us each day. It’s about being there when it’s needed the most. Not physically maybe but in mind or by sending messages that make your day.

I’m a lucky person as I have such a friend – a best friend! I don’t want to say my life is dark at this time (to many good people around me that make it grey at least!). But in that grey times she did send me a bright light, something I can look out to. Something that gives me the feeling of 2018 will have a special touch that’s not combined with „first time without Mum“ (not that Mum always have been involved but at least I always shared it with her – this is so new in my life that I never shared it)

You will read about it, when it’s time for her special light in my tunnel. For today I just want to say thank you for such a friend and: to each of us – look out that you never forget about looking into the real signs of friendship instead of being blinded by people that easily say „yes“ to make you believe they are friends. Look into the truth that might be uncomfortable but helpful! Be kind to everybody but warm-hearted to the people that make you go a step forward in the best direction. That sometimes do not agree to what you did but gave you hints how to make it better. This is what friendship is about- help the person you love to develop!

Besinnliche Adventstage

Eigentlich habe ich sie immer geliebt, die Adventszeit – in diesem Jahr überrollt sie mich mit Angst, Unwohlsein, Sehnsucht und ganz vielen Erinnerungen.
Ich habe noch keine 1. Kerze brennen obwohl ich es gerne hätte – an meiner Wohnungstür tummelt sich noch Halloween und in meiner Wohnung Kartons, Taschen und Chaos.
Heute habe ich das Kapitel Berliner Str. 2 endgültig beendet – der Keller ist nun auch leer und eine Baustelle ist abgebaut. Alles passiert noch später als geplant, da mein Herz Mitte der Woche mal wieder Bremsklotz gespielt hat… Aber es erholt sich schneller, seit es keinen Termindruck mehr gibt und ich dann auch wirklich alles sein lasse, was nicht unbedingt sein muss. Somit habe ich zumindest die ersten kleinen Advents-Geschenke gebastelt und verteilen können. Und wer weiß vielleicht kann ich mich gleich noch aufraffen und zumindest ein wenig dekorieren.
Immerhin habe ich gestern mit einer tollen Weihnachtsfeier genug herzliche Stimmung und Rückhalt bekommen, um mich auch für die nächsten Wochen einigermaßen gerüstet zu fühlen – zwar mit ein wenig wehem Herzen und manchmal Tränen in den Augen, aber auch mit dem wunderbaren Gefühl nicht alleine zu sein und Ziele zu haben.
So kommt es vielleicht auch nicht von ungefähr, dass ich gestern den ersten wichtigen Vorsatz für 2018 gefasst habe! Nein – ich bin nicht so weit, dass ich mit dem Rauchen aufhören möchte… Aber nachdem ich soviel leisten musste in diesem Jahr, was eigentlich nicht möglich war mit meinem Herzen, da möchte ich wenigstens versuchen, ob ich nicht ein weiteres kleines Wunder hin bekomme und jetzt etwas leisten kann, was ich wahnsinnig gerne möchte! Wie das im Detail klappen kann, weiß ich noch nicht, aber ich habe heute mit kleinen Schritt anfangen und mit ein wenig Ausdauer und Geduld sollte es mir gelingen im nächsten Jahr zu den anderen 5/10 zu gehören auf der Weihnachtsfeier.
Ich wünsche uns allen, dass wir uns auf die Dinge besinnen können, die eine schöne Adventszeit ausmachen und den Trubel ein wenig im Zaum halten, so dass wir Gefühle genießen können, innere Stimmen hören und schöne Momente genießen!

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