Wind und Wetter rund um die Spyeside

Bevor ich in den Tag starte, ein kleiner Rückblick auf den Abend. Es ist schon besonders in einer schottischen Kneipe die EM zu schauen, wenn Deutschland spielt. Uwe ist in seinem Trikot allein auf weiter Flur – irgendwann zeigt Fin ihm, dass er das eigentlich verbietet, aber mit einem Augenzwinkern gibt es heute eine Ausnahme. Am Ende des Abends ist auch dem letzten Gast klar, was das Wort „scheisse“ bedeutet, Uwe lernt, was Abseits und Schwalbe auf Englisch ist und hat eigentlich alle auf seiner Seite. Nun gut, da gibt es die einzelne Dame, die absolut zeitversetzt jubelt – später erfahren wir, dass sie halb Italienerin ist. Zum Elfmeterschießen geht Uwe raus, die Nerven liegen blank. Nicht lange danach folgen ihm zwei Schotten, ich glaube heimlich schauen Sie durch das Fenster weiter. Zum Ende gibt es Jubel und Uwe hat noch mächtig Spaß mit den anderen, wir werden beglückwünscht, als hätten wir selber gespielt. Auch die schottisch-italienische Dame herzt uns zum Abschied.

Der Morgen ist entsprechend mühsam und wir starten etwas langsamer. Ich darf meine Erfahrung mit Linksverkehr auffrischen und es klappt erstaunlich gut. Bevor wir die Küste erforschen geht es noch zum Schloss um die Ecke. Leider stehen wieder viele Treppen einer Besichtigung im Weg und wir beschränken uns auf die Küche im Erdgeschoss und den Garten. Als nächstes entdecken wir in einem Küstenort eine Ausgrabungsstätte und ein ziemlich windiges Türmchen. Wenn hier mal fertig gegraben sein sollte, dann kommt ein ziemlich großes Fort zu Tage. Im Moment haben die Leutchen erstmal meine Hochachtung, das sie bei Wind und Wetter nicht aufgeben ob der minimalen Fortschritte, die sie machen.

Die Küste gewährt uns einige schöne Einblicke und den ein oder anderen netten Ort, aber irgendwie will heute nicht der rechte Schwung kommen. Vielleicht sind wir auch zu voll mit spektakulären Highland-Ansichten… Nachdem wir unser erst gesetztes Ziel erreicht haben, entscheiden wir uns auf den Weg zurück zu machen. Ein bisschen packen und Ruhe wird uns nicht schaden. Mir bleibt der Trost, dass wir morgen Mittag in Stonehaven an der Westküste sind und ein Hafen, Steilküsten und eine sehenswerte Burgruine auf uns warten. Zeit sollten wir genug haben.

Auch zurück in Findhorn bleiben wir eher verhalten und müde, die Taschen sind zügig gepackt und im Auto verstaut. Wir trinken eine Kleinigkeit und gehen bald nach dem Essen ins Bett. Irgendwie sind wir uns einig, dass wir diese Nacht besser auf der Strecke verbracht hätten, statt noch einmal zurück zu fahren. Aber bei der Planung könnten wir ja nicht wissen, wie sich die Ausflüge hier gestaltet und wir jetzt leider einige Meilen doppelt fahren.

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