Whisky und mehr von den Highlands

Am Wochenende gibt es erst ab 8:30 Frühstück. Was mich freut, quält Uwe – er ist eh immer früher wach und gerade hier wird mit Schließen des Pub das Internet ausgeschaltet… und bleibt aus bis in den Tag hinein. Also sind wir pünktlich unten und heute ist der Kaffee fertig, der Tisch gedeckt und wir können bald loslegen. An der Tür hängt nun ein neues Schild – übersetzt „Bitte niemals den Riegel verschieben“ – und wir fragen uns, warum es in diesem Hotel, wo in jedem Winkel, auf allen Türen und Spiegeln Bedienungsanleitungen hängen, diese hier fehlte, bis es schief ging… Damit aber genug zu diesem leidigen Thema – wir haben einen wichtigen Ausflug vor uns. 

Endlich geht es nach Glenlivet zur Besichtigung einer Destillerie. Nein, nicht einer, sondern DER Destille! Auch wenn der Weg toll ist, ist er eben jetzt nicht das Ziel. Wir brennen darauf zu erfahren, warum Uwe’s Lieblings-Whisky nicht mehr in den Läden zu finden ist. Habe ich zu Beginn dieser Reise noch von unserem Lieblingswhisky geredet, so muss ich sagen, dass ich mir heute nicht mehr sicher bin. Zuviel gute Whiky haben meinen Weg gekreuzt. Trotz alledem freu auch ich mich und bin hin und weg, als wir ankommen. Eine wirklich tolle Anlage mit einer großen Auswahl im Shop begrüßt uns. Uwe nimmt wieder den Audioguide mit, ich entschließe mich, meinem Englisch zu vertrauen. Die Gruppe ist nicht sehr groß und unsere Fachfrau erzählt kurzweilig. Fragen kommen nicht viele, außer von mir 😳 schließlich haben wir einige davon gesammelt. Aber die Lady scheint über die Interaktion ganz froh zu sein und es wird eine sehr informative Tour. Leider mit der Erkenntnis, dass der 12 jährige Glenlivet für längere Zeit vom Markt ist. Zumindest von den für uns erreichbaren. Somit ist klar, dass Uwe sich zum Ende der Führung mit einigen Flaschen eindeckt – hier wird er noch verkauft. Zusätzlich landen noch ein paar Utensilien in unserem Korb.

Unser nächstes Ziel liegt weiter im Süden und wir setzten unseren Weg fort. Er führt uns an Schloss Balmoral vorbei, allerdings sehen wir nur Wirtschaftsgebäude und die Kirche, auf das Gelände kommt man nur in einer Führung und das ist uns zu Zeitraubend. Auch so sammeln wir wieder viele tolle Eindrücke auf unserem Weg und freuen uns am Fuß der Grampian Mountains entlang zu fahren. Als wir das nächste Schloss erreichen, fängt es an heftig zu regnen. Da man uns mitteilt, dass wir viele Treppen steigen müssten bei der Führung, streichen wir auch dies. Ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann. Unter dem Regenschirm suchen wir den Garten auf, werden aber enttäuscht. Ziemlich verwildert sieht es aus und nur die Bäume beeindrucken wirklich. Also fahren wir zurück in den Norden und setzen die Garten-Hoffnung auf morgen.

Pünktlich zur Essenzeit sind wir wieder in Findhorn. Es ist lecker wie immer in den letzten Tagen und wir beschließen den Abend mit dem abendfüllenden Spiel Deutschland-Italien, Weißwein für Uwe und einer weiteren Whisky-Probe für mich. Uwe fiebert fleißig mit, ich genieße in Ergänzung die Pausen-Gespräche in der Räucherhütte. Hier lerne ich jeden Abend eine Menge über Land und Leute 😉

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