Reif f├╝r die Inseln ­čśÄ

Am Morgen bin ich noch ein bisschen m├╝der als sonst, da ich mit dem hellen Zimmer nicht gut klar gekommen bin… Aber trotzdem geht es zeitig zum Fr├╝hst├╝ck. Schlie├člich haben wir gestern Abend festgestellt, dass wir die Chance haben an den n├Ârdlichsten Punkt der britischen Hauptinsel zu kommen. Wir genie├čen frisches Obst, Eier und Speck und machen uns auf den Weg. Nach wenigen Kilometern entdecken wir einen traumhaften Strand und machen einen kleinen Spaziergang – es ist gerade Ebbe und wir schl├Ąngeln uns durch – Uwe bis an den Wassersaum, ich nicht ganz, da ich ein wenig Strandgut mitnehmen m├Âchte. Au├čerdem ist das Wasser (und die Umgebungsluft) viel zu kalt um mal den Zeh rein zu tauchen. W├Ąhrend Uwe zur├╝ck kommt, baue ich meinen ersten Steinturm – irgendwo habe ich mal geh├Ârt, dass soll helfen um an den Ort zur├╝ck zu kommen….

Auf dem Weg nach Dunnet Head sehe ich ein paar sch├Âne G├Ąrten, nur leider immer so sp├Ąt, dass das Fotomotiv vorbei ist. Immerhin sehe ich zum ersten Mal orange Lupinen in natura und werde neidisch, die wollte ich n├Ąmlich auch im Garten haben. Als wir schlie├člich den Head erreichen weht uns ein kr├Ąftiger Wind um die Nase. Nach einem kleinen Disput ├╝ber die Himmelsrichtungen und wo es den nun mit noch n├Ârdlicher weiter geht, ordnen wir zu, was wir von hier sehen k├Ânnen.

In Gills schlie├člich verstehen wir, warum unser Navi sich geweigert hat, diesen Ort anzuzeigen – es ist gar keiner. Passend zum Tag gestern startet die F├Ąhre quasi im nirgendwo. Da wir jetzt gut eine Stunde bis zum einschiffen haben, genie├čen wir den Rest von meinem Salat gestern Abend, Uwe d├Âst ein wenig und ich mache mich and schreiben, um meinen R├╝ckstand aufzuarbeiten. Wie immer mit dem Vorsatz nicht zu lang zu schreiben.. Und wie immer mit der Erkenntnis, das es nicht geht, weil es einfach zuviel gibt, was erz├Ąhlt werden m├Âchte.

Die ├ťberfahrt ist mit einigem Seegang verbunden und begeistert Uwe ebenso, wie die Beobachtung, dass die LKWs r├╝ckw├Ąrts auf die F├Ąhre m├╝ssen. Die Vorstellung die Rampe so herunter zu man├Âvrieren ringt ihm viel Respekt ab. Da es uns auf Deck zwischenzeitlich mal zu kalt wird, w├Ąrmen wir uns im inneren der F├Ąhre auf und verarbeiten unsere bisherigen Eindr├╝cke – um noch einmal ‚politisch‘ zu werden: es gibt soviele EU gef├Ârderte Projekte entlang unseres Weges, die entweder mitten in Arbeit oder auch fertig gestellt sind, dass wir uns fragen, was in Zukunft damit wird. ┬áIch hoffe, es ist nicht der Erhalt der Natur, der schlussendlich leiden muss.

Schlie├člich treibt es uns zur├╝ck an Deck f├╝r das letzte St├╝ck Weg. Als h├Ątte unser Audi nun die Seekrankheit schallt uns die Alarmanlage entgegen, war wohl etwas Zuviel Seegang. Nach einer guten Stunde erreichen wir St. Margaret’s Hope in der Bucht Scapa Flow.

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