Von Ost nach West

Das Ausschiffen geht schneller als erwartet und wir verlassen Newcastle auf direktem Weg.
Nun, ganz direkt nicht, immerhin bekommt Uwe auf dem ersten Kilometer schon 10 Kreisverkehre um sich an das links Kurven zu gewöhnen 😉 Zunächst queren wir England unterhalb des Hadrianswal. Irgendwie beschleicht uns das Gefühl, das ist das englische Bielefeld. Wir finden etliche Hinweisschilder, sehen die Hügelkette, wo er gewesen sein muss, aber keinen einzigen Stein… Schließlich folgen wir zwei Hinweisen, aber auch hier finden wir nur Besucher Zentren. Also geben wir das auf, schließlich haben wir ein gutes Stück Weg vor uns.

Unser nächster Stopp ist Gretna – der erste Ort hinter der Schottischen Grenze. Viele kennen es als das Heirats-Mekka der Engländer. Nicht unser Grund hier zu halten, schließlich sind wir schon verheiratet und wären überall auf der Welt alt genug 😉
Aber hier ist das erste Scottish Heritage Centre und wir besorgen uns Karten und einen Tourist-Pass für freien Zugang zu etlichen Sehenswürdigkeiten auf unserer Reise.
Noch eben den Tank voll gemacht und weiter geht es – nicht einmal für ein Foto finde ich Zeit, da ich das Navi mit unserem nächsten Ziel füttern muss.

Nach etlichen Meilen auf einer 3-Spur Autobahn (mit allem haben wir gerechnet, aber nicht damit…) geht es bei Glasgow auf die Landstraße und auch ein kleines Stück durch die Stadt – zumindest gewinnen wir so einen Eindruck von moderner Großstadt, gemischt mit alten Gemäuern.
Hinter der Stadtgrenze beginnt unsere Glanz-Zeit… Unzählige „Wow“, „Hammer“ und „Ist das eine geile Gegend“ sind in unserem Wagen zu hören. Eine Zeit lang fahren wir sogar offen, die Sonne knallt ab und an ganz gut… Trotzdem zwingen uns kleine Schauer schließlich wieder das Dach zu schließen.
Am Loch Lomond machen wir eine Kaffee-Pause und es gibt ein großes Hallo, da wir einige Gesichter vom Schiff wieder erkennen – eine deutsche Reisegruppe kreuzt unsere Pfade. Der See ist wirklich Mega und wir freuen uns auf das was kommt.
Etwas abseits der Standard-Route biegen wir nach links ab und schlagen uns an die West-Küste durch. In Oban haben wir unser erstes Etappen-Ziel erreicht und freuen uns, dass das Hotel alle Erwartungen erfüllt, die wir beim Buchen hatten.
Ein toller „alter Kasten“ direkt am Hafen und unser Zimmer hat sogar Seeblick. Ein kleiner Pub ist genauso vorhanden, wie ein Restaurant und ein großer Parkplatz.
Das beim Auto ausladen ein großer deutscher Reisebus um die Ecke biegt und jemand genau in unser Hotel stratzt bringt uns zum lachen – hat Uwe doch in dem Buch „111 Gründe Schottland zu lieben“ gelesen, dass sich Rund-Reisende in Schottland immer wieder begegnen, da die meisten im Uhrzeigersinn fahren. Trotzdem gibt es großes Gelächter, als mich unserer „Bekannten“ an der Rezeption entdecken.
Okay, die Episode mit dem Fahrstuhl, der nicht kommt, die war etwas unerfreulich. Uwe zu Fuss zwei Etagen hoch (mit Koffer), ich mit einem kleinen Kreislauf-Problem zwischen all den Ankommenden, die auch in ihre Zimmer wollen, an die Rezeption um das Problem zu melden. Aber schließlich setzt sich der Fahrstuhl wieder in Bewegung und beweißt, dass man ihm trotz der alten Scheren-Gitter trauen kann. Da hat wohl nur jemand im 3. Stock vergessen, dass er 2 Türen schließen muss, damit der Fahrstuhl sich bewegt…

Bei einem kleinen Rundgang um den Hafen suchen wir vergeblich nach einem anheimelnden Pub und das allgegenwärtige Wetherspoon ist dermaßen überfüllt, das wir zurück in die Hotelbar flüchten. Auf unser Abendessen müssen wir noch eine Weile warten, da wir uns mit dem EE-USK einen beliebten Ort ausgesucht habe, der am Ende des Abends aber jedes Warten wert war! Tolle Austern, diverses weitere Seafood und ein wunderbarer Oban-Whisky runden den Tag ab. Der Absacker im Hotel beschert uns noch ein nettes Gespräch mit der Reisegruppe aus Daun und schließlich fällt Uwe erschöpft auf’s Bett und während ich noch ein wenig herum wander ist er in Nullkommanichts im Land der Träume.

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